Eicheln und andere Waldfrüchte

#1 von avellana , 24.10.2010 17:53

Jetzt muss ich mal eine kleine Umfrage starten, denn bei uns sieht es dieses Jahr etwas eigenartig aus im Wald:
keine Eicheln und Bucheckern weit und breit zu sehen. Gut, es war ein sehr eigenartiges Jahr und bei so einem Kuddelmuddel kann dem Wald schonmal das Blühen vergehen. Was mich nun interessiert:Ist es bei euch auch so? Letztes Jahr hat es nur so geknallt wenn ich mit dem Rad durch den Herbstwald bin, da alles voller Eicheln und ein Ausweichen unmöglich war. Vielleicht hab ich auch nur nie so genau darauf geachtet und es kommt immer mal vor?

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#2 von angelikaherchenbach , 24.10.2010 18:58

Nö,, stimmt schon.
Meine Arbeitsstelle / Kita liegt direkt neben einem Eichenwäldchen.
Voriges Jahr konnten wir mit den Kindern die Eicheln Schippenweise holen, dieses Jahr gehen wir sie suchen.

Die Haselbäume hinterm Haus tragen dafür so viel noch noch nie - man kann kaum noch über den Boden laufen!
Zum Vergnügen der Eichhörnchen (und damit auch der Kinder), die ständig präsent sind und schon ins Haus kommen, völlig ohne Scheu.

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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#3 von Esme , 24.10.2010 19:03

Dafür gibt es vermehrt Roßkastanien, sogar in Metropolen, da kann man kaum laufen, ich denke alles hält sich die Waage.

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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#4 von Ravenwings , 26.10.2010 08:35

Ja Kastanien gibts viele... Eicheln musst ich bisher auch immer suchen gehen.. Bucheckern habe ich so gut wie gar nicht gesehen, obwohl in "meinem" kleinen Hain eine riesige Buche steht

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#5 von Morag , 26.10.2010 15:04

Hi,

hier bei mir ist es ähnlich.

Ich wollte für die Samhein-Deko Bucheckern haben...aber nix zu machen. ganze 2 stück hab ich gefunden, und die waren schon zertreten.

Dafür hab ich Eicheln gefunden, die zu 5 oder 6 Hütchen zusammen gewachsen waren...aber auch weniger als sonst.


Was hier momentan viel ist sind Lindenfrüchte und Ahornsamen.

Allerdings hab ich dieses Jahr das erste mal einen Holunder gesehen, an dem alles gleichzeitig dran war, Blüten und Früchte. Ganz merkwürdig.




LG!
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#6 von WaldSeele , 26.10.2010 15:26

ich hab mich auch schon gewundert. letztes Jahr ist der Wald vor Bucheckern nur so explodiert, ich hab soooo viele gesammelt, dass ich immer noch welche hab, die verfütter ich grad an die Meisen, die sich begeistert darüber hermachen die mag ich nur ganz frisch, dann gehen auch die Schalen und die haarigen Häute noch sehr gut ab.
aber dieses Jahr gab's noch keine, alles liegt noch voll mit den Schalen vom letzten Jahr, aber frische hab ich bisher noch nicht entdeckt. Eicheln nur gaaanz wenige. Kastanien gibt es in Massen auch hier.
Was Ihr so über die Haselnüsse schreibt, hört sich ja super an, da muss ich doch glatt mal die mir bekannten "Haselgründe" anfahren, um neuen Vorrat anzulegen. Im Winter mag ich nämlich total gern Haselnüsse, wohingegen ich ab März bis Oktober aufgrund von Kreuzallergie darauf verzichten muss. Danke also für den Tipp

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#7 von Mohnblume , 27.10.2010 09:34

Das mit den Massen an Kastanien kann ich nur bestätigen, dagegen sieht es mit Eicheln und Haselnüssen sehr mau aus. Den Haselsträuchern sehe ich das dieses Jahr aber gerne nach, weil die bei uns letztes Jahr getragen habe wie verrückt.

@ WaldSeele: Kann man die Bucheckern einfach so essen wie Nüsse? Das muss ich glatt mal ausprobieren, wenn ich welche finde.

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#8 von WaldSeele , 27.10.2010 17:19

Hallo Mohnblume,
ja, ich ess die schon seit Jahren wie Nüsse, schmecken richtig gut, find ich. Aber Du musst darauf achten, die haarigen Häutchen ganz zu entfernen, die kratzen nämlich richtig im Hals und sind auch bitter, daher am Besten ganz frisch oder eben so lange, bis sich die Häutchen nicht mehr entfernen lassen, dann taugen sie aber auf jeden Fall noch als Vogelfutter Die lassen sich auch im frischen Zustand viel besser öffnen, mit der Zeit wird das immer schwerer. Kannste nicht so viel von essen wie von Nüssen, weil das Öffnen u. Häutchen entfernen auch so nervig ist, aber schmecken hervorragend. Ist halt ne Schweine-Arbeit, im Wald auf dem Boden rumzukriechen, um sie zu sammeln. Viel Freude dabei.

schöne Grüße

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#9 von inis , 27.10.2010 18:50

Ja, kann ich bestätigen.

Die Eicheln kamen schon ziemlich früh und total mickrig klein runter, Bucheckern hab ich unter unserer großen Buche vorm Haus auch noch nicht bemerkt... Haselnüsse hatten wir dieses Jahr auch nicht, letztes Jahr recht üppig.

Ich hab ja den Eindruck, daß von Jahr zu Jahr ein anderes "Thema" dran ist - letztes Jahr hatten wir ein Frucht-Jahr (die Himbeer- und Brombeerbüsche bogen sich unter ihrer Last, und Eicheln und Bucheckern hast du schon angesprochen), das Jahr davor ist unser Garten explodiert vor lauter Blüten, und ich weiß noch, daß wir wann anders (das Jahr davor?) so derart viele Blätter zum Wegharken hatten, daß man gar nicht hinterher kam.
Der Logik nach könnte dieses Jahr vielleicht ein Wurzel-Jahr gewesen sein? Ich hab nur keine Möhren oder Kartoffeln o.Ä. angebaut, aber vielleicht hat dazu ja wer anders Beobachtungen gemacht.

...natürlich könnte die "schlechte" Eichel-Ausbeute auch ganz prosaisch mit Wetterbedingungen zusammenhängen: langer, strenger Winter plus krasse Hitze-Trockenheits-Phasen im Frühjahr und Frühsommer...

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#10 von Mohnblume , 28.10.2010 11:10

Also, bei uns war es vor allem ein Äpfel-Birnen-Zwetschgenjahr. Die gab es wirklich überreichlich. Dafür gab es letztes Jahr neben den vielen Nüssen so viele Kirschen, das sich die Äste bogen. Dafür warte ich seit ein paar Jahren, dass es mal wieder so richtig viele Schlehen gibt. Mein Vorrat an Schlehenlikör geht langsam zu Neige
Mir kommt es fast so vor, als würden sich die Bäume einer Art absprechen, wann sie viel tragen. Wahrscheinlich haben sie beeinflusst durch viele Faktoren tatsächliche eine Art gemeinsamen Rythmus.

@ WaldSeele: Vielen Dank für den Tipp mit den Bucheckern. Das werde ich mal ausprobieren.

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#11 von Gelöschtes Mitglied , 29.10.2010 06:24

Zitat von Mohnblume
Mir kommt es fast so vor, als würden sich die Bäume einer Art absprechen, wann sie viel tragen. Wahrscheinlich haben sie beeinflusst durch viele Faktoren tatsächliche eine Art gemeinsamen Rythmus.
.



Ja, Bäume stimmen sich untereinander über Duftstoffe ab.
Viele Früchte/Samen (Mastjahre) sichern das Überleben, da die Fessfeinde nicht alles futtern können.


RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#12 von wanderbenny , 29.10.2010 07:56

Zitat von Mohnblume
Also, bei uns war es vor allem ein Äpfel-Birnen-Zwetschgenjahr. Die gab es wirklich überreichlich. Dafür gab es letztes Jahr neben den vielen Nüssen so viele Kirschen, das sich die Äste bogen. ...



Das mag auch regional verschieden sein, bei uns waren es zur Obstblüte nur 6-8°C sodass keine Bienen flogen. Deshalb fällt bei uns die Äpfel-, Birnen-, Kirschen- und Pflaumenernte sehr mau aus. Auch Eichel und Bucheckern sind nur sehr weinig da. Dafür gab es auch bei uns überreichlich Him-, Brom- und Heidelbeeren. Und es war auch ein super Pilzjahr! Irgendwie gleicht Mutter Natur das schon wieder aus.

Ich muß hier auch noch Mal zur Vorsicht mahnen: Bei Bucheckern bitte nicht so viel auf einmal essen! Die enthalten Oxalsäure.

LG wanderbenny

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#13 von Rainer , 29.10.2010 09:00

Hi Benny,

ist denn das so kritisch mit der Säure? Ich hab noch als Kind Bucheckern gesammelt und an einem Sammelpunkt abgegeben. Daraus wurde Öl hergestellt.

Herzlichen Gruß


)O(

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#14 von wanderbenny , 29.10.2010 09:11

Weiß auch nicht so genau warum, aber meine Oma hat mich immer davor gewarnt: "Junge, ess nicht soviel Sauerampfer oder Bucheckern, die haben Oxalsäure. da wird Dir schlecht von!"

Ist jetzt natürlich gleich mal eine Anregung, das mal nachzuforschen. Danke !

LG Wanderbenny

 
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RE: Eicheln und andere Waldfrüchte

#15 von Siebenstern , 29.10.2010 10:34

Also bei uns ist bisher auch kaum etwas runtergefallen von den Bäumen oder hab ich nur nicht mitbekommen.
Der Wald den ich durchstreiche ist ein MIsch/Buchenwald, kaum Bucheckern gefunden. Ich kenne auch Jahre, da konnte man die ganzen Baumfrüchte kaum übersehen, weil sie dick auf den Fußwegen lagen, aber dies Jahr ist davon bei uns in der Gegend nichts von zu bemerken. Dafür hat der Wald ja vor Pilzen dies Jahr regelrecht aufgeblüht...

Mir fällt ein, dass man Hirschen nicht so viel Kastanien füttern soll, weil sie davon high werden können...
Nur mal so am Rande, falls ihr an einem Wildgehege vorbeikommt und denen Kastanien geben wollt, sie lieben sie, aber dürfen nicht so viel davon fressen laut einer Bauersfrau, die auch ein Rotwildgehege hat.

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