RE: Interessante Hypothese

#16 von Sinaris , 15.07.2010 22:02

Sorry ...

ich denke da anders... Natürlich liegt es an uns, unser Konsumverhalten zu ändern... aber ich glaube für die breite Masse ist dieser Zug schon lange abgefahren. Neben der schlichten Ahnungslosigkeit wirken, das vermeindliche Fehlen von Optionen, trägheit und oftmals noch finanzielle Gründe. Ausserdem leisten die Lobbieisten WIRKLICH "gute" Arbeit. Realistisch betrachtet hat sich doch eine Menge getan. gerade in Deutschland ist das ökologische Bewustsein vergleichsweise sehr gross.

Aber dennoch. Menschen müssen scheinbar auf die Nase fallen. Das schlimme daran. #offensichtlich müssen sie es immer wieder. Wir haben wohl nur eine sehr eingeschränkte Befähigung zu Lernen was das Leid über Generationen angeht. Viele werden Mutter Natur erst dann wieder beachten, wenn durch unser Handeln die grobe Masse über die Klinge gesprungen ist oder das Leben radikal eingeschränkt wird.

Sinaris  
Sinaris
Beiträge: 882
Registriert am: 15.06.2009


RE: Interessante Hypothese

#17 von Solitaire , 15.07.2010 22:10

@ Sinaris:
ich stimme dir zu, dass die breite Masse sich inzwischen eine "Bequemhaltung" angewöhnt hat, die lediglich ein Indiz dafür ist, dass es uns anscheinend immer noch zu gut geht und "solange dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis" - wie schon der Volksmund sagte.

Allerdings ist es m. E. nicht zu spät dafür, dass jeder einzelne etwas an seinem Verhalten ändern kann, ich glaube, das sind doch auch Inhalte des Bardenkurses, bzw. der PCG-Bücher, oder

 
Solitaire
Besucher
Beiträge: 1.823
Registriert am: 26.09.2009


RE: Interessante Hypothese

#18 von Sinaris , 15.07.2010 22:42

Evtl ist das der Inhalt dieser Bücher... aber wer diese erhält hat sich doch auch schon längst entschlossen, etwas an seinem Leben zu ändern, oder?

Sinaris  
Sinaris
Beiträge: 882
Registriert am: 15.06.2009


RE: Interessante Hypothese

#19 von npaul , 15.07.2010 23:29

Hier entwickelt sich ein schöner ernsthafter Austausch, das freut mich sehr und alle haben mit dem was Sie hier sagen einen oder mehrere Punkte angesprochen die zu einem tragfähigen Konzept zusammengehören.
Das Arche-Konzept ist sehr gut ausgearbeitet, aber es hat auch seine Schwächen. Die Art der Archen scheinen ein recht enges Gemeinschaftsleben nach "alter" Manier an zu streben. Da bin ich der Meinung, dass wir das heute nicht mehr können und das es nicht mehr zeitgemäß ist. Jeder ist heute sein individuelles Leben gewohnt und das hat auch seinen Sinn. Die meisten können heute nicht mehr "eng" auf einem Haufen mit anderen Leben, ohne den gewohnt großen Freiraum. Es sind also enue Modelle gefragt bei denen Gemeinschaften entstehen die die Gemeinschaft als ganzes tragen und entwickeln, dabei jedem genug Freiraum lassen sich um sich selbst zu kümmern.
Jacque Fresco mit seinem Venus-Project (http://www.thevenusproject.com, kann ich nur empfehlen) bietet dazu hervorragende Lösungen und ich stimme ihm bei, dass Lösungen nur von qualifizierten Menschen erarbeitet werden können, nicht von Politikern. Nachteil seiner Visionen ist jedoch, dass sie sich fast ausschließliche auf städtisches Leben konzentrieren.
Ich denke es wird eine Mischung zwischen unterschiedlichen Konzepten werden die je nach Anforderungen unterschiedliche Gewichtungen mehr auf dem einen oder anderen Konzept haben wird.
neben dem städtischen Leben, das Jacque Fresco bestens visioniert hat, stehen für mich eher die ländlichen Konzepte im Vordergrund, d. h. Lebens- und Arbeitsgemeinschaften um Umfang von 130-180 Personen, die somit groß genug für arbeitsteilige Prozesse sind und klein genug um persönlich zu sein und damit jedem seinen Freiraum zu lassen, dabei leistungsfähig genug um Überschüsse für den Tausch oder Handel zu erzeugen.
Der Weg dorthin fängt bei jedem Einzelnen an, indem eben nicht mehr dem Markenkonsum gefrönt wird, d. h. bewusst gekauft wird und Produkte der Machteliten gemieden werden, indem sich mehr und mehr von den alten Strukturen abgenabelt wird und neue Wege gegangen werden, indem auch mal Unbequemlichkeiten in Kauf genommen werden um klar und bei sich zu sein. Und ja, es wird ab einem bestimmten Punkt auch notwendig sein, die anderen gehen zu lassen, denn letzten Endes ist es die Entscheidung eines jeden Einzelnen, welchen Weg er wählt. Wer nicht von selbst andere Wege geht, für den kann man sie nicht gehen.
Die Obersten arbeiten auf den Kollaps hin, sie haben die Systeme an die Wand gefahren. Eine Korrektur ist nicht mehr möglich, nur diesen Pfad zu verlassen. Es geht dabei nicht um Paranoia sondern um Informationen die zur Kenntnis zu nehmen sind. Unsere Zivilisation hat eine Halbwertszeit von 3 Tagen, nicht mehr. In ländlichem Gebiet zu wohnen, in Einklang mit Mutter Natur, zu wissen, dass man sich gut von ihr ernähren kann, hat sicher Vorteile. Diese Vorteile auch halten und verteidigen zu können, ist ein weiterer Vorteil. Neue und pragmatische und für alle Menschen umsetzbare Konzepte in kleinen Maßstäben vorzeigbar zu haben, kann das Vacuum das nach dem Kollaps entsteht mit neuen Lösungen füllen und damit verhindern, dass aus Mangel an Alternativen wieder die alten Strukturen aufgebaut werden.
Gandhi hat vor etwas über hundert Jahren durch passiven Widerstand die Engländer aus seinem Land gejagt, doch war die nur ein Teil des Jobs, den anderen Teil hat er leider nicht gekannt. Heute können wir auch passiven Widerstand leisten indem wir uns umdrehen, dann aber den 2ten Teil des Jobs machen und alternative Strukturen aufbauen und die alten ersetzen.
Die ständigen Muster von Krieg und Wiederaufbau sollten endlich mal durchbrochen werden. Nach all den Jahrtausenden der ständigen Wiederholung sollten wir doch langsam mal dazu lernen oder? Für was sind wir sonst hier? Damit das immer so weiter geht?
Das Leben ist schön, lasst es uns wieder in all seiner Vielfalt genießen.
Herzlich, Norbert

 
npaul
Beiträge: 205
Registriert am: 28.09.2009


RE: Interessante Hypothese

#20 von Solitaire , 15.07.2010 23:34

@ Norbert: das sind auch einige sehr gute Aspekte, die du da ansprichst. Ich muss mich allerdings erst einmal mit dieser Fresno-Studie beschäftigen, da sie mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen war. Bestätigt aber mit Sicherheit meine Theorie, dass wir uns verstärkt mit der Permakultur beschäftigen sollten, denn sie wäre mit Sicherheit auch eine Möglichkeit auf einem Weg in ein umweltverträgliches 21. Jhd.

@ Sinaris:
Davon gehe ich auch aus.

Jetzt mal zum finanziellen Aspekt eines nachhaltigen Lebens mit wenig Geld: bin beim Recherchieren auf die folgende Buchempfehlung gestoßen:

http://www.amazon.de/Arm-aber-Bio-%C3%B6..._pr_product_top

Ja, der Link ist leider vom großen A****, aber ihr könnt das Buch ja über jede andere Buchhandlung oder Bibliothek beziehen - kennt es jemand????

Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft:
 
Solitaire
Besucher
Beiträge: 1.823
Registriert am: 26.09.2009


RE: Interessante Hypothese

#21 von WaldSeele , 16.07.2010 00:22

Zitat von npaul

@Waldseele, [...]Link ist es sicher wert weiter verfolgt zu werden. [...] Was mich ein wenig irritiert hat, ist die sehr positive Stellungnahme zu Darmanhur. Ich war zwar selbst nicht dort, aber ich kennen Menschen die von dort wieder los gekommen sind. Das hörte sich eher nach Scientology als nach freier Entfaltung und spirituellem Wachstum an.


Scientology? Krass! Das wär dann ja vom Regen in die Traufe So weit hab ich den Link gar nicht weiter verfolgt, ich bezog meine positive Bemerkung darüber nur auf die eine Seite des angegebenen Links, der in dem Eingangsartikel über Psychopathen beim Autor unten angegeben war. Nee, dann verlink ich das nicht, denn solche Institutionen wie Scientology sind ja nun wirklich das Gegenteil von dem, was wir brauchen! Da formulier ich es doch lieber in eigenen Worten um, was mir daran konstruktiv vorkommt und lass den Link weg. Das kann Anderen ja dann auch Denkanstoß bieten.

Zitat
Doch wie auch auf dieser Seite zu sehen ist, es geht genau darum, konkret zu werden! Dazu bedarf es der Offenheit gegenüber dem was wirklich ist und klaren Entscheidung was man will und was nicht. Nur so kann die Energie von dem abgezogen werden sich dort entfalte wo es um den Aufbau neuer, lebensrichtiger Projekte geht. Damit sich bei dem Neuaufbau alte "Fehler" nicht mehr einschleichen können, ist es eben wichtig die "alten und nicht mehr gewollten Strukturen und Mechanismen" zu kennen.
Einige Bekannte und ich sind gerade dabei die ersten Schritte in ein neues Projekt von Lebens- und Arbeitsgemeinschaft vor zu bereiten. Da ist es wichtig die schon bestehenden mal zu sichten und von denen zu lernen. Wenn Du Dich für solche Themen interessierst, dann kennst Du ja sicher auch Findhorn?


Da stimm ich mit Dir voll überein. Findhorn kenn ich bzw. hab Bücher darüber gelesen. Vom Venus-project hab ich bisher noch nichts gehört, kann das aber beim ersten drauf klicken gar nicht so schnell erfassen, da mein Englisch leider eher nicht so toll ist.

Zitat
Wie Du daraus ersehen kannst, alle wichtigen und ernst zu nehmenden Projekte und Visionen gehen davon aus, dass die Ist-Strukturen nicht geändert werden können und der einzig gangbare Weg darin liegt, [...] einen neuen Weg ohne die zu gehen.


Ja, so seh ich das auch. Da geht es wieder um die Betrachtensweise. Ein NEUER Weg, den vorher noch niemand ging, oder der vll auch schon in Ansätzen gegangen oder bedacht wurde, von dem mensch sich Anregungen u. Inspirationen holen kann. Ich bin mir sicher, wir Menschen sind gar nicht so macht-los, wie wir uns vll fühlen. Zusammen mit anderen, die ein Bewusstsein entwickelt haben, Mut, Kreativität, Offenheit und Intelligenz sowie Liebe können wir etwas ganz NEUES starten und damit zerstörerische Entwicklungen aufhalten bzw. in unserem zunächst einmal kleinen Umfeld Kreise ziehen und Menschen mit neuen Ideen be-frucht-en!

 
WaldSeele
Besucher
Beiträge: 555
Registriert am: 29.06.2010


RE: Interessante Hypothese

#22 von WaldSeele , 16.07.2010 00:54

Zitat von Sinaris

Heile was dich umgibt und was Du heilen kannst, anstatt an dem was Dich überragt zu verzweifeln.




Zitat von Sinaris
Das alles hat aber aus meiner Sicht in erster Linie damit zu tun, dass wir inzwischen FAST alle über Kunsumankurbelung komplett auf Gier geeicht wurden. TEILE UND HERRSCHE. Perfekt. Hat funktionier, klappt heute und wird auch sicher morgen noch laufen. Heuptsache der nächste ist Dein Feind. Warum denkt er anders? Egal... auf die Fresse... zumindest mit der Verbalkeule. Verständnis NEIN DANKE. Er hat dich bluten lassen oder dir nen Krümel vom Teller geklaut dann immer DRUFF. Motive finden sich genug... Anderes Geschlecht, Rasse, Gesellschaftsschicht, Denkweise, Kleidung, Verein, Einkaufverhalten, Essweise, Trinkweise, Intelligenz, Arbeitsverhältnis, Glaube, Denken, Partei, Berufsgruppe, Lebensweise, sexuelle Ausrichtung, finanzielle Verhältnisse, dafür, dagegen, egal... keine Angst... Schau Dich nur um in der Medienwelt... irgendein Grund wird sich schon finden Dein Gegenüber zu hassen oder zumindest alles zu misgönnen was er sich erarbeiten hat oder wünschen könnte.


sehr treffend! Leider!

Zitat von Solitaire

Jetzt mal zum finanziellen Aspekt eines nachhaltigen Lebens mit wenig Geld: bin beim Recherchieren auf die folgende Buchempfehlung gestoßen:

http://www.amazon.de/Arm-aber-Bio-%C3%B ... roduct_top


Nee, kannte ich noch nicht, aber Danke für den Tipp, hört sich spannend an! Auf die Idee, ein Buch darüber schreiben zu können, hätt ich wirklich auch schon kommen können.

Zitat von npaul

Und ja, es wird ab einem bestimmten Punkt auch notwendig sein, die anderen gehen zu lassen, denn letzten Endes ist es die Entscheidung eines jeden Einzelnen, welchen Weg er wählt. Wer nicht von selbst andere Wege geht, für den kann man sie nicht gehen.


entspricht ganz meiner Meinung.

Schöne Grüße und gute Nacht.

 
WaldSeele
Besucher
Beiträge: 555
Registriert am: 29.06.2010


RE: Interessante Hypothese

#23 von Sinaris , 16.07.2010 02:17

Zitat von npaul
Nachteil seiner Visionen ist jedoch, dass sie sich fast ausschließliche auf städtisches Leben konzentrieren.



das ist so nicht richtig... gerade in der Dokumentation zeigt er seine Vision in einer kleinen Siedlung die er gebaut hat verdeutlicht. Es geht nur um eine Verwirklichung im grossen Maßstab und sicher liegt auch sein Fokus auf den Metropolen aber das Konzept ist definitiv nach unten skalierbar.

Zitat von Solitaire
Jetzt mal zum finanziellen Aspekt eines nachhaltigen Lebens mit wenig Geld: bin beim Recherchieren auf die folgende Buchempfehlung gestoßen:



Danke für den Link ... ich werds versuchen mir in kommender Zeit mal anzusehen. Aber um mich geht es dabei eigendlich auch nicht... ich hätte es zwar auch nötig aber ich denke da an die wirklich versackten Menschen... Wenn das Buch was kann, sollte man versuchen es zum teil Broschürenartig überall auszulegen. Denn wer am Boden ist, wird selten hiernach asschau halten. Bleibt die frage ob Autor aka Verlagdas wollten... wohl eher nicht...

@Topic:
Ich glaube die Motivation ist wieder das erste Problem. Motivation ist das schlagwort das mir im Augenblick am meisten Gedanken bereitet. Warum? Werte schmelzen dahin und das schneller als jede Polkappe es könnte. Wie schafft man es all diese Menschen wieder zu erreichen, die sich bereits unter soviel "Die Welt ist scheisse" begraben fühlen. Ich gebe Euch mich gerne als Paradebeispiel... Schlicht rational würde ich nichtmal einen Gedanken an diese Welt "verschwenden". Warum? Laut Medien und denen, die diese Welt retten wollen... ist sie doch eigendlich schon untergegangen... nur hat sie das noch nicht begriffen. Da predigen sie von der grössten Verderbnis und wundern sich das keiner mit anpacken will. Sag dem Bauern er soll gegen einen Drachen antreten und du wirst Ihn sicher rennen sehen... wenn es aber nur ein paar Ratten in seiner Scheune sind, wird er sicher den Spaten zur Hand nehmen. Es ist doch so, das viele Menschen eigenlich sogar in ihrem Rahmen passiv aktiv sind... soll heissen... Bio, öffendliche Verkehrsmittel, Wasser und Strom sparen... Eigendlich gibt es ein sehr waches bewustsein... Sobald es Massentauglich ist... Siehe grüner Strom. Trotz höherer Preise wirds von der breiten Masse angenommen. Aber ich denke irgendwann ist einfach schluss. Wenn es immerwieder heist Du bist bööööse, wirds auch irgendwann einrasten. Wenn allen Bemühungen zum Trotze nur zu hören ist, das es wieder schlimmer geworden ist... Wo frage ich Euch, soll die Motivation herkommen, um weiter zu machen? Mit dem Untergang drohen? Sorry, aber die Platte wird schon zu lange von zuvielen Leuten gespielt, um Ihrer Sache Stimme zu verleihen. Der Frust ist nicht nur banal... ich glaube er kann sogar dazu führen das alles umschlägt. Wer mag schon enthaltsam sein, wenn auf der anderen Seite der Welt auf die Zukunft unserer Welt geschissen wird und wir genau wissen, nur WIR reichen dummerweise nicht.

Irgendwie musste ich daran denken... (Link ist nur im entferntesten Sinne onTopic - Romantechnische Zukunftsvision - Nur anwählen, wenn man was für Cyberpunk und Computerspiele übrig hat)

Ist schon irgendwie komisch... schon weit in der Vergangenheit gab es dieses Bild in Romanen,Rollenspielen, Filmen... Vorahnung, Rad der Zeit oder einfach eine Konsequenz wenn man uns Menschen betrachtet. Die Welt entwickelt sich, wie ich es schon lange vor Augen hatte. Selbsterfüllende Prohezeiung? Wohl kaum... denn diese Geschichte geht ja wohl weit über nur ein Schicksal hinaus. Warscheinlicher ist das ich diese Visionen aus allerlei Geschichten gesammelt habe. Bleibt trotzdem die Frage, ob das alles so berechenbar war. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, das ich ein Fan von Mystic und Verschwörungstheorien bin... Nehmt mich also nur für voll wenn Ihr ähnlich gestrickt seid...

Ehre und Stärke
Sinaris

Sinaris  
Sinaris
Beiträge: 882
Registriert am: 15.06.2009


RE: Interessante Hypothese

#24 von Solitaire , 17.07.2010 00:22

Also, mir ist auf der Fresno-Seite auch die Verlinkung zu Zeitgeist aufgefallen und soweit ich gehört habe, soll da eine Verwandtschaft zu Sciento*ogy bestehen - ist nun definitiv nicht meine Welt, aber wie gesagt, ich kenne es nur vom Hörensagen.

Hm, inwieweit nun venusproject umsetzt- und somit lebbar ist, kann ich nun ad hoc nicht sagen, da ich ja erst durch npauls Posting darauf gestoßen bin, werde es mir aber näher betrachten.

Was nun ökologisch sinnvoll leben mit wenig Geld bedeutet, bin ich da noch auf folgenden Buchtitel gestoßen: http://www.amazon.de/Hartz-IV-aller-Mund...pd_bxgy_b_img_b - die Autorin legt in diesem Buch im Selbstversuch dar, dass sie einen Monat lang im Winter von 132 € (was rechnerisch vom Hartz-IV-Satz im Monat für Ernährung über bleiben soll) wirklich und tatsächlich vollwertig lebte. Ich denke, ich besorge mir mal beide Bücher, da ich sie beruflich brauche und bin gerne bereit, dann auch im Bibliotheks-Thread eine Rezension drüber zu schreiben. Zumindest vom Inhaltsverzeichnis her sieht auch dieses Buch sehr gut aus.

Ich bin nicht davon überzeugt, dass dieser Planet unrettbar verloren ist, glaube aber, dass unsere ökologische Uhr längst schon auf 5 vor 12 steht.

Habe heute einen interessanten Artikel gelesen über ein Projekt, wo z. B. versucht wird, aus Algen Flugzeugtreibstoff zu gewinnen, der sogar noch um ein Drittel energieeffizienter sein soll als normales Kerosin - Airbus hat anscheinend schon Interesse daran angemeldet. Es gibt auch noch eine ganze andere Reihe von ähnlich gelagerten Projekten und/oder Erfindungen, die z. T. schon seit Jahren existieren, aber bewußt von diversen Lobbyisten auf Eis gelegt wurden, um z. B. weiterhin künstlich Einfluss zu nehmen auf Gewinnung und Vertrieb von Erdgas, Erdöl, etc.

Ich bin jetzt auch mal ketzerisch und sage, dass eine ganze Reihe der Regierenden in Industrieländern z. B. bewußt auch auf unsere herrschende Klimasituation hingearbeitet haben, um z. B. die noch vorhandenen Öl- und Gasreserven in den Polregionen zugänglich zu machen, die Jahrhundertelang unter dem Packeis unerreichbar schlummerten. Die Folgen davon können wir selbst erleben (und müssen wir alle tragen).

Wie gesagt, meiner Meinung nach ist es für den Planeten noch nicht zu spät, aber es steht jede/r in der Verantwortung, seinen Hintern hoch zu bekommen und drüber nachzudenken, was der/die einzelne dazu beitragen kann, dass uns dieser blaue Planet lebenswert erhalten bleibt und das erfordert nun mal ein bewußtes Umdenken und keine "Vogel-Strauß-Politik". Sätze wie "ich kann ja als einzelner gar nix tun" sind nur bequeme Ausreden für die eigene Untätigkeit.

Mit diesem Beitrag wurden folgende Inhalte verknüpft:
 
Solitaire
Besucher
Beiträge: 1.823
Registriert am: 26.09.2009


   


Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de