Rolle des Menschen

#1 von Anna , 31.05.2010 12:56

Das Thema beschäftigt ich jetzt schon eine Weile...

Durch die jüdisch-christliche Religion kam der Glaube auf, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist, und sie nur für ihn da ist, udn er mti ihr machen kann was er will, und sie ihm zuzuarbeiten hat.


In alternativen Kreisen findet man die Idee, dass die Welt ohne den Menschen auskommt dun die Welt uns nicht braucht.

Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen, denn ich denke, nichts entwickelt sich umsonst im universum, also auch auf der Erde.

Wo und wie kann der Mensch seinen Platz einnehmen? was wäre dieser Pklatz innerhalb der Schöpfung?

Mich würden eure Gedanken zu dem Thema interessieren.

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RE: Rolle des Menschen

#2 von Sinaris , 31.05.2010 13:32

Ich denke das man, wenn man das Schicksal "dieser Welt" nicht von unserem so leicht trennen kann. Was ist denn der Sinn dieser Welt? Erst wenn ich diese Frage beantwortet habe, kann ich wirklich bestimmen, in wie weit Menschen für diese "Aufgabe" von nöten sind.

Nichts existiert ohne Grund? Dann wird auch nichts ohne Grund passieren. Ich selbst halte allerdings Schicksal immer nur für eine Option. Bildhaft gesprochen, einen Pattpfad der unseren Lebenspfad immer wieder kreuzt. Zu einem gewissen Teil wird das falsche Verhalten unserer Zivilisation wohl irgendwie dazugehören aber vielleicht wird es langsam Zeit aus unseren Fehlern zu lernen.

Ich habe ja wenig vertrauen in die Menschen als ganzes aber dennoch hoffe ich ja, dass zumindest ein Teil die Kurve kriegt. Bleibt die Frage ob dann noch genug vom Planeten übrig ist, um zukünftigen Generationen ein erträgliches Leben zu ermöglichen.

Was kann aus den Menschen noch werden? Ich habe etliche Theorien gehört. Sowohl für den Ursprung als auch das fortführen unserer Art. Und das bislang sinnigste Konzept ist für mich immernoch...

Leben, erfahren, entwickeln und teilen.

Sollte "die Welt" unserer Art irgendwann überdrüssig werden und keinen von uns mehr brauchen... bin ich mir sicher das wir schneller Geschichte wären, als uns lieb ist. Denn trotz oder gerade wegen unserer Technik kann sich doch kaum einer von uns den Wiedrigkeiten der Natur stellen.

So oder so glaube ich, das wir einer spannenden Zeit entgegenblicken.

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RE: Rolle des Menschen

#3 von Nanny Ogg , 31.05.2010 15:15

Ich bin der Meinung, daß die Schöpfung bei uns gründlich daneben ging.
Schaut Euch doch mal die Welt an, was haben wir daraus gemacht?
Die Welt ist schon so alt - geschichtlich gesehen gibt es uns erst seit gestern - und über Jahrtausende kam sie ohne uns wunderbar zurecht!
Und mit welchem Recht behaupten wir, die "Krönung" zu sein?
Dafür das wir alles zerstören?

 
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RE: Rolle des Menschen

#4 von Inge , 31.05.2010 16:48

... ich bin der Meinung, daß die Erde ohne uns zurecht kommt. Sie braucht uns nicht wirklich. Für was denn ? Alles auf Mutter Erde ist so wunderbar durchdacht und funktioniert wie von selbst. Wir befruchten nicht die Pflanzen (das machen schon die Insekten), wir sind keine "Putzkollonne"- da gibt es Aasfresser, die sich darum kümmern und auch abgesorbenen Pflanzen werden zersetzt ... Mensch befruchtet nicht- er zerstört; Mensch kümmert sich nicht um die Bereinigung von abgestorbenen (Pflanzen, Tieren ...)- er müllt Mutter Erde zu etc

Wie schon geschrieben hat, ist die Erde schon sehr alt. Uns gibt es im Vergleich zu ihr erst einen Wimpernschlag. Und was haben wir innerhalb der kurzen Zeit schon alles geschaft

Warum und wozu existieren wir auf diesem Planeten ...

Es ist schon gut möglich, daß es einen Grund hat, daß wir auf diesem zauberhaften Planeten leben dürfen. Es ging ja auch eine Zeit lang ganz gut. Nur dann hat Mensch irgendwann begonnen, sich über all die anderen Kinder von Mutter Erde (also unsere Geschwister) zu "erheben" und damit begann das Problem ... Wäre Mensch im Gleichklang mit dem Reich der Pflanzen, Mineralien, Tiere und dem kleinen Volk geblieben ....

Für mich stellt sich die Frage, wie der Mensch dazu kam, sich über die Natur mit allem was dazu gehört, zu stellen und warum. Mit unserem Hirn haben wir die besten Voraussetzungen zu verstehen und in Respekt und Einklang mit allen "Lebewesen" zu leben. Aber Mensch verdreht leider alles ins Gegenteil. Warum und wo hat dies begonnen? was ist da schief gegangen ?

LG

 
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RE: Rolle des Menschen

#5 von Sinaris , 31.05.2010 23:41

Hm...

Die Natur braucht uns nicht um zu funktionieren, und wenn funktionieren alles ist, worum es geht, könntet Ihr recht haben. Allerdings glaubt mir, wenn Funktion alles ist, worum es geht, dann sollte meine Existenz bitte die erste sein, die in den Papierkorb geht.

Bleibt also immernoch die Frage im Raum. Was ist unsere Rolle in diesem Spiel? Was sollte sie eventuell sein? Das wir im Augenblick nicht kompatibel zur Restexistenz stehen ist klar. Vielleicht ist es ja auch unser Job die Grippe zu sein, an deren Tilgung diese Welt gesundet und stärker wird.

Fakt bleibt das wir momentan die einzigen sind, die meines wissens nach zur aktiven Reflektion von Umständen in der Lage sind... wir sind mistig darin, fürwahr, aber im Augenlick brauchen wir zumindest keine Konkurenz fürchten. Obwohl es ja auch jede Menge Stimmen gibt, die behaupten, wir sind nur die einzigen die sich offenbaren.

Aber de facto finde ich es bei allem Verständnis für die geschändete Natur falsch die ganze Spezies in Sippenhaft zu legen. Denn es gibt auch einen Teil Menschen die sehrwohl im Einklang mit ihrer Umwelt leben.

Darüber hinaus hat die Schaffenskraft der Menschen nicht nur Leid über diesen Planeten gebracht. Ich hoffe halt immernoch auf die Rolle der fehlgeleiteten und evtl. unreifen Kinder, die dazu neigen ihr Spielzeug kaputt zu machen.

Also,... klar kommt die Erde ohne uns zurecht... aber soll sie das? Denn auch wenn wir nicht die Spitze sind, bleiben wir ein Teil. Ich lass mich aus der Geschichte dieser Welt nur streichen, wenn es dafür nen Grund gibt.

Nebenher... Auch wenn das immerwieder gerne behauptet wird, Menschen sind nicht das einzige rücksichtslose Wesen dieser Welt. Wir müssen nur damit klarkommen, dass wir lernen können damit zu leben.

Wenn ich Eure Worte lese hab ich das Gefühl, dass es aus Eurer Sicht unsere Aufgabe wäre gar nicht hier zu sein. Habt Ihr Kinder?

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PS: Mir fällt beim Durchlesen meine evtl. provokant klingende Wortwahl auf... nicht so gemeint.. ES IST NICHT PERSÖNLICH. Es geht um das Bild... nicht um Personen.

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RE: Rolle des Menschen

#6 von Inge , 01.06.2010 08:26

Ich kann verstehen, daß es dir Sinaris aufstößt, wenn allgemein über die Menschheit geschrieben wurde. Das fiel mir auch auf- auch als ich meine Gedanken niedergeschrieben habe. Ich dachte für mich, daß der Begriff "die Menschen" passen könnte, ansonsten hätte ich "wir" geschrieben Ja, du hast Recht. Zum Glück gibt es auch andere Menschen und das gibt Hoffnung !!!

Auch der Begriff des "Funktionierens" ist vielleicht auch nicht optimal. Mir geht es eher um ein "ineinander Übergreifen", "sich unterstützen" ... Schau dir, bzw. schaut euch die Pflanzen an, die Signale aussenden wenn sie von Schädlingen befallen werden. Ameisen werden von ihren Nektar angelockt, verteidigen ihre Nahrungsquelle und vertreiben die Schädlinge. Alles- ich denke mal, daß es alles ist- ist in der Natur wunderbar eingerichtet. Selbst einige Tiere wissen, wann bestimmte Früchte vergoren sind und wandern dort hin, um sich zu berauschen ...
-Das waren jetzt nur zwei kleine AnschauungsBeispiele von fielen. Ich hoffe, ich habe mich einigermaßen Verständlich ausgedrückt. Es fällt mir manchmal sehr schwer, meine Gedanken zu packen und in Worte zu fassen

Warum sind wir da ? Vielleicht reicht der Gedanke, daß es ganz schön ist, wenn jemand auf Mutter Erde diese gerne betrachtet und sich an ihren "Wundern" erfreut. Wenn jemand diese Wunder bestaunt und auch die (Rück)Verbindung sucht.

Wenn ich mal meine Gedanken weiter spinne, dann könnte Mensch somit ein Verbindungsglied zwischen allen "Lebewesen" auf der Erde sein. Denn wenn er alle Sinne und sich nach allen Seiten öffnet, so kann er mit allen Tieren, Pflanzen, Mineralien, den Pflanzengeistern, dem kleinen Volk, den Göttinnen und Göttern etc kommunizieren. Er könnte sich einklinken und die VermittlerRolle spielen. Er könnte durch sein Verständnis um Zufriedenheit und Bedürfnisse aller anderen Lebewesen und durch seine VermittlerRolle eine Art Helfer und Heiler sein. ...

Jetzt höre ich lieber auf. Meine Gedanken gehen schon in den Bereich des Feinstofflichen und in Energiearbeit...

LG

 
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RE: Rolle des Menschen

#7 von Anna , 01.06.2010 17:05

Danke für eure schönen Gedanken!

Vielleicht ist ein sich darüber Gedanken machen auch ein wichtiger Schritt, um unsere Kutlur neu zu träumen, damit viele Möglichkeiten in die Welt gegeben werden können. Mehr als unser kapitalistisches Ausbeuten.


Einiges klang hier ja schon an.

Vielleicht gibt es noch mehr? Wie kann das aussehen, wie fühlt es sich an, wenn wir eine andere Verantwortung übernehmen, als menschheit gesamt, als wir momentan tragen?

Da merke ich dann, wie weitgreifend es gehen kann, was sich alles verändert kann, um neue Wege zu gehen.

Ich mag die Vorstellung nur ein Teil der Erde zu sein, und nicht ihr Meister, der tun kann was er will und sie ihm zuzuarbeiten hat.

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RE: Rolle des Menschen

#8 von Solitaire , 01.06.2010 21:57

Ich empfehle jedem zu diesem Thema mal "Die Natur ohne uns" zu lesen oder einfach mal auf ARTE die Dokus "Global", "Tschernobyl - die Natur kehrt zurück?" o. ä. zu sehen, um sich klar zu machen, wieviel wir bis jetzt diesem Planeten angetan haben.

IMO kommt die Natur sehr wohl ohne uns zurecht, wenn dem nicht so wäre, dann würden heute noch munter unsere Vorfahren wie Homo erectus, etc rumhüpfen.

 
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RE: Rolle des Menschen

#9 von Fingayin , 02.06.2010 00:39

Pflanzendevas, von unserem Freund Storl...da steht die Antwort.

 
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RE: Rolle des Menschen

#10 von Sinaris , 02.06.2010 09:45

Meister der Erde? Selbst in meinen finstersten und ignorantesten Jahren habe ich mich niemals so gesehen und ich denke auch das es bei den meisten Menschen nich so der Fall ist.

Eigendlich leben wir doch eher in einem System und all diese Umweltschutz- aka Marketingmassnahmen im kleinen Rahmen, hätten niemals einen solchen Erfolg, wenn wirklich alle so denken würden.

Viele Menschen sind mit so vielen, evtl. auch eingeredeten und eingebildeten Problemen behaftet, dass sicher oftmals das wesendliche auf der Strecke bleibt. Vieles von dem was passiert ist doch auch dem einzelnen nicht klar. Irgendwo ist es doch sogar fast so, dass jeder aktivismus in noch grösserer Sorge erstickt.

Ic hselbst hab jetzt erst wieder über Massentierhaltung gelesen und mir wurde schlecht und wärend ich noch im Kopf rumrechne, wie ich als Arbeitsloser wohl nurnoch Bio hinkriege kommt schon das aber auch das "Bio-Steak" kommt mit pro Stück 3000 Liter Wasser verbrauch daher.

Und nu? Ab wann bin ich kein Arsch mehr? Was noch essen?
Fleisch? Selbst von Bio ist also mistig, OK.
Fisch? Brauchen wir wohl kein Wort drüber verlieren...
Gemüse? Na dann mal los. Gesprüht, Monokulturen, Genzüchtungen.
Getreideprodukte? hmm... siehe Gemüse
Ei und Milchprodukte... Massentierhaltung lässt grüssen. Selbst Bodenhaltung ist doch nur ein netter Begriff für Übelste Verhältnisse.

Die Sache mit den Bioprodukten ist an sich ne schöne Sache und wie wir sehen wirds von den Konsumenten ja auch angenommen aber auch hier kommen ja schon die ersten schwarzen Schafe und die Tatsache das Bio ja in erster Linie für die Verwertbarkeit und nicht für die Erzeugung gilt.

Und Nahrung ist doch nur eine Baustelle. Ich denke es fehlt weniger am Willen, als an passenden Konzepten. Und diese Konzepte müssen Massen- und Alltagstauglich sein.

Ich denke es ist auch möglich durch zu viel warnen abzustumpfen oder sogar völliges Aufgeben zu erwirken. Frei nach dem Motto, Ölpest, Müllberge, Atomstrom, Ozonloch, Massentierhaltung, Genforschung, Trinkwasserverseuchung, Artengenozid, Waldsterben, und und und... ob ich jetzt meine Dose ins Gehölz werfe interessiert doch da auch nicht weiter. Der Mensch ist schlecht... bleib ich einfach mal dem Motto treu. Glaubt mir, ich hab schon ein paar mal auf solches Denken eingeredet.

Ich selber, und wer vergangene Posts von mir gelesen hat weiss das, verzweifle an meiner Art immer wieder. Es fällt mir immer schwerer und schwerer das gute in den Menschen zu erkennen, woran ich früher als Kind immer wieder glauben wollte aber ich für meinen Teil, brauche diese Hoffnung. Die Hoffnung das wir es irgendwie hinbekommen. Vielleicht wird es schwer, vielleicht wird es auch schmerzhaft, endbehrungsreich und vieles bleibt auf der Strecke aber wenn ich daran nicht mehr glauben kann, wozu überhaupt noch etwas tun.

Ich gehöre inzwischen auch zu den Leuten die anfangen Nachrichten zu meiden, weil ich es oftmals schlichtweg nicht mehr ertrage und es mich erschlägt. So gelähmt und in selbsthass auf meine eigene Art KANN ich nichts und niemandem helfen. Das ist der Punkt an dem ich bin. Ich kann zwar schön hier reden schwingen... aber eigendlich muss ich meine Worte immerwieder selber lesen...

Ich mag die Hoffnung nicht aufgeben. Und wenn die Barden schon trübe Lieder singen...

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RE: Rolle des Menschen

#11 von matodemi , 03.06.2010 14:31

Ich nehm jetzt einfach mal 2 Sätze hier raus, da diese auch in anderen Zusammenhängen gern und oft zitiert werden.
"Der Mensch ist die Krone der Schöpfung" und "Macht euch die Erde untertan".

Auf die Frage, warum es den Menschen trotz seiner scheinbaren Nutzlosigkeit überhaupt gibt, gehe ich nicht weiter ein, für mich gibt es eine Antwort, aber das ist eben persönlich. Und ansonsten denke ich mal, es ist eben Evolution - und ob diese nach Gründen fragt, kann ich nicht beantworten.

"Der Mensch ist die Krone der Schöpfung"
Es mag durchaus sein, dass diese Behauptung gedacht ist, den Mensch als übergeordnet zu sehen - aber warum nicht mal den Gedanken etwas weiter spinnen?
Was ist eine Krone?
Ein Schmuckstück, welches als Herrschaftzeichen gilt.
Aber sie ist nicht der Herrscher/die Herrscherin selbst.
Was wäre die Krone, wenn sie nicht auf einem Kopf sitzt, der wiederum auf einem Leib sitzt?
Bestenfalls ein schön anzusehendes Schmuckstück, nach menschlischen Maßstäben sicher materiell wertvoll, aber ohne eigene Funktion.
Und der/die, dessen/deren Haupt sie schmückt hätte diese Position auch ohne sein/ihr Schmuckstück.
Beispiel: Queen Elisabeth ist auch dann Königin, wenn sie die Krone nicht trägt.

Das unterstreicht einerseits die "Bedeutungslosigkeit" des Menschen und rückt andereseits die Schöpfung als das Wichtigere in den Vordergrund.
Wobei wir eben Teil der Schöpfung sind, wenn auch bei Weitem nicht der Wichtigste.

"Macht euch die Erde untertan"
Leider kenne ich den Satz nicht im Original und könnte ihn dann ja auch nicht übersetzen.
M. M. n. handelt es sich aber keineswegs um den Freibrief, nu die Erde ausplündern zu können, ihr Schaden zufügen zu dürfen und die Umwelt zerstören zu dürfen.

Vielmehr sehe ich es als Geschenk verbunden mit einem Auftrag.
Wir dürfen diese Erde und ihre Reichtümer nutzen, was zum Überleben ja auch notwendig ist (wir brauchen nun einmal Nahrung, Wasser, Kleidung....). Sie wurde uns als Besitz überlassen - nicht zwangsläufig als Eigentum (was rechtlich ja einen Unterschied ausmacht). Und selbst wenn wir sie als Eigentum betrachten, so gälte: Eigentum verpflichtet.
Ich sehe hier auch einen Auftrag, trotz unserer eigenen Bedürfnisse sorgsam mit der Erde umzugehen, damit noch viele Generationen nach uns einen Nutzen davon haben. Und wer etwas überlasst und eben nicht als Eigentum weitergibt, erwartet eines Tages eine Rückgabe seines Besitzes. Auch deshalb ist ein sorgsamer Umgang angesagt.

Nun scheint es aber so, dass zumindest ein Teil der Menschheit, vornehmlich gerade die, die Verantwortung im Großen tragen und Entscheidungsträger sind (egal ob politisch, gesellschaftlich oder religiös) sich nicht als Krone, sondern als das Nonplusultra ansehen, und die eben genau den Auftrag der (Für-)-Sorge nicht (aner-)kennen.

Es hilft aber nicht, diesen die Schuld am Desaster anzulasten und schulterzuckend zu sagen: da kann man halt nix machen. Und noch weniger hilfreich ist, auf die anderen zu zeigen und zu sagen: Wenn die nix machen, wat soll ich da ausrichten, und warum überhaupt?

Es ist auch unsere Aufgabe, je nach den individuellen Möglichkeiten, die Natur so wenig wie möglich zu schädigen und wenn die Gelegenheit besteht, ihr dort, wo wir Schaden angerichtet haben zu helfen, wieder zu heilen. (wie gesagt, jeder nach seinen/ihren Möglichkeiten).

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