RE: Schatten der Vergangenheit

#46 von Elrued , 26.04.2010 11:03

Sorry, wenn ich mich da jetzt ungeduldig dazwischenmisch….

So wie ich den christlichen Glauben kennengelernt und gelebt habe:

Die Angst vor der Hölle, vor der ewigen Verdammnis ist der Treibstoff für diesen Glauben schlechthin. Ohne Angst vor der Verdammnis brauche ich keinen Erlöser. Bzw. erst die Einsicht in meine Verlorenheit (=Sündenerkenntnis) weckt den Wunsch nach Errettung (=Erlösungsbedürfnis). Ich erlange die Erlösung durch den Glauben daran, dass Jesus für meine Sünden gestorben ist. Jemand, der sich als verlorener Sünder erkannt hat und durch den Glauben an Jesus Errettung erlang hat, darf sich dann Christ nennen. Die Grundmotivation für den christlichen Glauben ist die Angst vor der ewigen Verdammnis. Das ist ja die Ursache für das Sendungsbewusstsein: Damit die unerretteten/ungläubigen Menschen nicht unwissend verlorengehen wird missioniert (Missionsbefehl).

Diese Art Denkschema passt auf die Freikirche, wo ich herausgekommen bin. Dass es andere Arten von Christen gibt, mit einer anderen Auffassung, mit einer eigenen Definition des Christsein, dass kann von der obigen Sorte Christ nicht akzeptiert werden. Jemand, der die obigen Glaubenssätze nicht glaubt, der kann (aus deren Sicht) kein Christ sein.

Puh – nu isses genug…. Mag nicht mehr über diese Art Christsein nachdenken. Bin froh, dass ich keine Erlösung und keinen Erlöser brauche. Und vor allem: Keine Angst!

@ und Oak King:
Danke für eure Beiträge – hat mir bei meiner „Vergangenheitsbewältigung“ sehr geholfen.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#47 von Blattregen , 26.04.2010 12:50

Zitat von inis

Zitat von Blattregen
Jesus selbst soll gesagt haben das er der einzige Weg ist. Demnach wären trotzdem alle verloren, die nicht an ihn glauben.


...verloren...?!? glaubst du denn an Hölle und Fegefeuer? bzw. ist es dir ein Bedürfnis, deine Seele gerettet zu wissen?
Wirklich nur eine interessierte Frage.





Nein, keine Sorge.
Ich bin da zum Glück raus, aus diesem Denken.
Ich glaube weder an eine Hölle, noch an eine Verlorenheit des Menschen, der einen Retter braucht. Von diesem Glauben konnte ich mich zum Glück lösen und ich fühle mich dadurch viel besser. FREI!

Meine Aussage bezog sich auf den Glauben der gesamten Christenheit, ob evangelisch, freikirchlich, katholisch, orthodox oder anglikal. Das ist der gemeinsame Nenner. Abgesehen von irgendwelchen Splittergruppen, die aber nicht zur Devinition des Christen passen.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#48 von natascha , 05.05.2010 17:20

Das ist sooo traurig was die Menschen aus der Geschichte als Jesus auf der Erde war gemacht haben. Und ich glaube nicht an das was die Menschen aus Jesus gemacht haben sondern an den Josua aus meinen Träumen, denn dieser ist für mich viel realer und meinem Herzen näher als jede, von einem Menschen geschaffene Theorie.

Ich glaube, dass Kinder Welt und "Anderswelt" so sehen wie sie sind und ich weiss nicht ob es stimmt aber auch Jesus soll gesagt haben werdet wie die Kinder. Aber ist das Denken und Fühlen der Menschen die über all diese Jahrhunderte dieses Konstrukt erschaffen haben wirklich wie das von Kindern? Also ich fand das als Kind überhaupt nicht und auch heute nicht da meine Wahrnehmung vielleicht ein wenig anders ist. Die Bibel und all die Regeln, Gebote, Abläufe etc - du sollst nicht...genau auf diese Weise sollst du beten, die Hände so halten etc. und alles so komplex und vor allem widersprüchlich - der freie Wille kommt an 1.Stelle aber warum wird mir dann gesagt, dass ich es genau so und so machen soll, genau das glauben soll und nichts anderes. Bis vor kürzerer Zeit habe ich den Vorstellungskomplex um die Kreuzigung überhaupt nicht verstanden - warum ist Jesus für alle Menschen gestorben, ich konnte die Verbindung nicht erkennen, und sogar für mich -warum wirkt sich das bis heute aus. Und die Geschichte hat sich auch nicht hier in meinem Land abgespielt. Die Namen der Flüsse, Berge, Städte mir unbekannt.

Sollte glauben nicht von Herzen kommen - ungezwungen, natürlich und aus mir selbst?
Die Lehren der Kirche sind für mich einfach nicht natürlich. Es fühlt sich erschaffen an, menschliches, zweckmässiges Erschaffen. Ich fühle mich mit diesem fernen, fremden Land einfach nicht verbunden dann viel mehr mit den alten Märchen und Mythen.

Doch ich habe erkannt das ist nicht nur das Christentum sondern auch die anderen Religionen. In allen Religionen findet man einen solchen Aufbau über Jahrhunderte, ein Buch, ein "Idol" oder "Idole, sogar in den Mythologien. Und genau das entspricht mir nicht, denn das alles kommt nicht aus mir selbst.

Deshalb ist es nicht nur ein Spruch denn es ist soo wichtig, dass man auf seine inneren Botschaften hört. Auch wenn die Kirche und Bibel für mich nicht richtig sind, bleibt Josua trotzdem mein Freund -villeicht ist er das einzig Wirkliche an dieser Bibelgeschichte.

Ich bin sicher es gibt viel Gutes auf unseren Wegen, wir können den Weg immer wieder finden.

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