RE: Schatten der Vergangenheit

#16 von geraldhu , 23.03.2010 23:41

Zitat von Blattregen
Trotz alledem, das ich dem christlichen Glauben viel zu verdanken habe, schlägt mein Herz auch für den druidischen Weg.



Hi Blattregen,
Schön, daß Du (wieder) hier bist.

Meinem Verständnis nach sind wir die die Quintessenz all unserer Erfahrungen. Ginge eine davon ab - egal was, ob es etwas positives war oder vielleicht etwas unangenehmes - wir wären nicht bis hierher gelangt - es würde etwas fehlen.

Manchmal hadern wir natürlich mit dem einen der anderen, was uns auf dieser Reise begegnet ist - aber nur solange bis wir den Frieden damit gemacht und dankbar angenommen haben was da war. Dies ist meine Erfahrung. Wenngleich ein klein wenig Wehmut übrig bleibt und mich von Zeit zu Zeit daran erinnert so trägt sie doch bei zu größerer Demut und Gelassenheit.

Habe Geduld mit Dir alles braucht seine Zeit.

Liebe Grüße
Gerald

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#17 von responsibility , 25.03.2010 10:02

"Alle Religionen entspringen einer Wurzel.
Alle Götter sind ein Gott und es gibt keine höhere Religion als die Wahrheit."

So wie Du Deinen Weg gehst, ist es richtig .....

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RE: Schatten der Vergangenheit

#18 von oak tree , 25.03.2010 19:40

Hi Blattregen
folge deinen gefühle, der weg ist veleicht nicht immer gerade und leicht. Freunde sind immer für dich da, auch leider wenn manche gehen. Viel gluck auf denn pfad für euch beide

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#19 von Blattregen , 01.04.2010 14:50

Vielen Dank Euch allen für eure schönen Antworten.
Ich war einige Zeit nicht hier und habe mit Freude eure Beiträge gelesen.
Danke dafür.

Meine Tochter wurde übrigends vor ein paar Tagen 4 Jahre alt.

Es ist halt schwer zu beschreiben wie es in meinem Inneren aussieht, was den Glauben angeht. Ich liebe die Natur, ich liebe es durch die Natur zu streifen und ich spüre in der Natur etwas ganz großes des Schöpfers. In dem Sinne würde ich mich als Druide bezeichnen. Aber mit den Ritualen oder den anderen Glaubensaspekten kann ich mich weniger identifizieren bzw. sie geben mir nicht das was ich brauche oder ich habe zumindest das Gefühl.

Mein Leben ist, um es auf Deutsch zu sagen, im Arsch...
Das Einzige was mich am Leben hält, ist die Liebe zu meiner Tochter, damit sie eine bessere Kindheit hat als ich, einen Vater hat der sie liebt und wo sie Geborgenheit erfährt. Die Kraft dazu erfahre ich aus dem christlichen Glauben. Zu wissen, zu glauben, dass das Leben nicht mit dem Tod zu Ende ist, sondern das man danach an einen besseren Ort kommt, vielleicht sogar für all sein Leid belohnt, entschädigt wird. Dafür steht ja auch Jesus, der für die Armen und Leidenden da ist, die bei ihm Kraft und Hoffnung bekommen und denen er etwas Besseres verspricht, wenn sie ihm folgen und ihn als ihren Retter annehmen.

Es klingt alles so glaubwürdig, so schön und vielleicht... durch mein eigenes Leben... mein Leid.. hänge ich so sehr an dieser Botschaft, einer Botschaft die ich im Druidentum nicht gefunden habe. Ich möchte meiner Tochter einfach dieses Kraftpaket, dieses Hoffnungspaket mitgeben auf ihren Lebensweg, für die Zeit wo ich nicht mehr da sein sollte, etwas, das auch mir Hoffnung und Kraft gegeben hat.

Aber durch meine Zuneigung zum Druidentum, bin ich kein Christ wie man es sich vorstellt, wie ein Christ sein sollte und ich habe einfach Angst, das ich durch diese druidischen Zusätze Jesus als meinen Retter verliere, weil er eben sagte, das ER der Weg ist. Und so befinde ich mich oft zwischen den Welten, zwischen Christentum und Druidentum und meiner Tochter, die Beständigkeit sucht und braucht.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#20 von Esme , 01.04.2010 15:39

Hallo Blattregen,
auch die besten Freunde können immer nur raten, über dein Leben und das deiner Tochter mußt am Ende aber du entscheiden, wie du sie erziehen, leiten, lenken willst, denn sie ist ja noch sehr klein...du bist ihr Vater, du hast Verantwortung, sie wird dir viele Fragen stellen, in alle Richtungen, wie gehst du damit um? erzählst du ihr von allen Göttern?, von deinem Glauben? dem Glauben anderer Menschen?
ich selbst bin sehr christlich aufgewachsen, mit sechs Jahren fing mein Glaube an Jesus und den lieben Gott ganz gewaltig an zu bröckeln, auf meine Fragen an die Erwachsenen bekam ich keine befriedigende Antwort, die vom Pastor befriedigten mich noch weniger und von Jesus und Gott hörte ich gar nichts...viele Schicksalsschläge ließen mich den Glauben an diesen Gott und seinen Sohn innerhalb kurzer Zeit verlieren, da ich immer noch keine Antworten bekam machte ich mich auf den Weg durch den Litheraturwald und nicht im Christentum fand ich Erklärungen und Antworten, sondern in naturspirituellen Büchern und Erlebnissen die ich schon lange vor der Einschulung hatte, die ich an mich heran ließ, erst Recht nach der "Aufklärung" vieler Autoren.

Das soll jetzt keine Bekehrung sein, ich wollte dir nur aufzeigen, das du Kinder wohl lenken kannst, die Richtung aber in die sie gehen, wählen sie selbst, das sehe ich auch an meiner eigenen Tochter und anderen Kindern.

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RE: Schatten der Vergangenheit

#21 von Cailleach-Oidhche , 01.04.2010 20:44

Ich wurde zwar getauft und konfirmiert, aber wurde nicht christlich erzogen. Glaube war nie ein Thema zu Hause und alles, was ich über das Christentum weiß, erfuhr ich in der Schule und im Konfirmationsunterricht. In einer dunklen Zeit meines Lebens, als ich auf der Suche nach Halt war, habe ich mich am Christentum versucht. Eine Freundin ist überzeugte Christin und sie ist so stark in ihrem Glauben. Ich habe es versucht, habe mich mit Bibel, Kirche und Glauben auseinander gesetzt, aber ich habe nie etwas Tiefgründiges dabei gefühlt. Es war nie mein Weg. Ich habe schon immer an eine höhere Macht geglaubt, doch ich für mich konnte diese nie mit dem christlichen Gott in Verbindung bringen.
So viel zu meinen eigenen Erfahrungen mit dem Christentum.

Generell denke ich, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Ich glaube, dass man nur fest an etwas glauben kann, wenn man sich damit identifizieren kann, sich selbst darin erkennt und sich selbst für den Glauben entscheidet. Du kannst deiner Tochter Türen öffnen, aber sie muss den Weg im Endeffekt selbst wählen. Und bis sie dazu bereit ist, werden noch einige Jahre vergehen. Mein Glaube ist immer noch dabei, sich zu formen und zu festigen und ich bin 25.
Bei deiner eigentlichen Problematik kann ich also leider nur bedingt helfen. Wobei ich denke, dass dir da im Grunde niemand wirklich helfen kann. Man kann dir Sichtweisen aufzeigen, aber am Ende musst du die Antwort für dich selbst finden und deinen eigenen Weg für dich finden.

Auch wenn ich keine Einzelheiten weiß - ich weiß, wie es ist, ganz unten zu sein, denn auch ich kenne die Dunkelheit und sie besucht mich auch heute noch hin und wieder. Dennoch habe ich es, ohne den Halt eines bestimmten Glaubens, ans Licht geschafft und seit einiger Zeit gibt es viel mehr Sonnen- als Regentage. Wieso? Ich habe Freunde. Nicht wirklich viele, aber dafür sehr enge. Ich habe meine Familie. Wir mögen nicht immer kompatibel sein, uns oft streiten und in 2 verschiedenen Welten leben, aber dennoch gibt es etwas, das uns verbindet. Liebe. Wären meine Freunde und meine Familie nicht gewesen, würde ich heute wohl nicht mehr leben.

Was ich eigentlich aussagen will: Welche Türen du deiner Tochter zum Thema Glaube auch immer öffnest - das Allerwichtigste ist, dass sie an dich glauben kann und an deine Liebe zu ihr. Das ist der größte Halt, den du ihr geben kannst.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#22 von Blattregen , 03.04.2010 20:06

Vielleicht liegt es auch an meinem teilweise fehlenden Selbstbewusstsein.
Daran, das ich oft nicht glaube, dass das was ich als Ergebnis von Überlegungen herausfinde, tatsächlich auch so sein könnte. Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, das es nicht nur einen Weg gibt, sondern das es viele Wege gibt die zu Gott führen oder zu einem Ort des Friedens, auch wenn mir das von christlicher Seite auf negative Resonanz bringt. Aber ich kann einfach nicht glauben, das Gott so kleinlich ist und daraus entscheidet, ob nun jemand am Abendmahl teilnimmt, sich 5 Mal am Tag niederwirft oder ob er Gott in der Natur sieht und fühlt. Ich muss einfach das was ich erkannt habe, auch in meinem Denken umsetzen und ein wenig selbstbewusster sein.

Aber es schon richtig, das am Ende das Wichtigste für meine Tochter ist, das sie eine schöne Kindheit hat und Eltern auf die sie sich verlassen kann und die ein Ruhepol, ein sicherer Hafen für sie sind.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#23 von npaul , 03.04.2010 20:55

Hallo zusammen,
ich geb auch mal meinen Beitrag dazu ab. Auch ich bin natürlich, wie die meisten hier in Europa, christlich erzogen, getauft, Kommunion, usw., hab sogar mal Bibelunterricht gegeben und Kindergottesdientse gehalten.
Ob Christentum/Religion oder Heidetum/Druidentum ist keine Entscheidungssache sondern eine Entwicklungsfrage. Manchmal benötigt man einfach exakte Rahmenbedingungen und klare Strukturen um sich orientieren und wohlfühlen zu können. Irgendwann benötigt man das nicht mehr, hat seine Flügel entdeckt, gelernt damit umzugehen und ist dann "freifliegend" unterwegs und entscheidet ausschließlich selbst.
Bis dahin ist jedoch alles in Ordnung so wie es ist. Man kann sich meiner Meinung nach nicht für einen Weg entscheiden, sondern er entsteht beim Gehen unter den Füßen.
Also hör auf Dein Herz, Deine Intuition und bleibe offen und Neugierig.
Gruß, Norbert

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#24 von natascha , 20.04.2010 09:45

Lieber Blattregen

Ich möchte dir nun auch noch gerne antworten. Ich kann dein Dilemma ein wenig nachempfinden.
Ich bin christlich aufgewachsen, jedoch sehr zwanglos. Ich konnte nie an den gesamten Bibelinhalt glauben sowie ich auch nie an alle Inhalte des Schulunterrichts glauben konnte.

Einmal, ich war so ca.9J, mussten wir im Religionsunterricht ein Bild von Gott malen. Ich begriff das nicht, da ich ja gelernt hatte :mach dir kein Bild von Gott. Auf meinem Blatt waren am Ende viele helle Farben zu sehen- ein Licht, von innen nach aussen strahlend, im Gegensatz zu den Blättern meiner Mitschüler, die allesamt eine männliche Figur gemalt hatten. Damals habe ich noch gedacht, dass ich es falsch gemacht habe - heute bin ich stolz auf mich.

Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Gott und dabei gibt es keine Grenzen. Die Religionen gaben und geben den Menschen einen Rahmen für den Berreich des "Nichtmateriellen", doch die glaubwürdigste Religion ist die in dir selbst. Hast du keine Bilder in dir? Was fühlst du wenn du an Jesus denkst? Wirst du fröhlich? Was fühlst du wenn du an die Natur denkst? Hast du Bilder oder Wissen, die seit Anbeginn in dir waren oder "Traumbotschaften"?

Ich sage dir ich liebe Jesus und ich liebe die Natur und das ist kein Widerspruch denn ich bin sicher, dass auch Jesus die Natur liebte. Ich kann auch nachempfinden wenn du dich unwohl fühlst mit "Spirituellen Ritualen" oder Esoterik denn nicht für jede Seele und zu jedem Zeitpunkt ist es sinnvoll da intensiver einzutauchen und Magie und Machtmissbrauch können sehr nahe zusammen liegen.

Warum können wir es nicht auf unsere Art machen - beten, danken für die Schönheit der Natur und die schönen Erlebnisse in unserem Leben und nur genau das machen was uns gut tut und wobei wir uns gut fühlen?

Mein Sohn wächst auch christlich auf und bekommt gleichzeitig mein Interesse für die Natur und die alte Zeit mit. Ich mag die Institution Kirche nicht aber ich mag unsere Kirche in unserer Gemeinde und ich mag alte Bräuche wie Palmbuschbinden.

Ich hoffe, dass dich meine Antwort ein wenig darin unterstützt an dich und dein Gefühl zu glauben und darauf zu vertrauen, dass dein Herz die Antworten kennt. Wenn du noch Fragen hast kannst du mir gerne schreiben.

Lieber Gruss natascha

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RE: Schatten der Vergangenheit

#25 von Blattregen , 20.04.2010 12:16

Vielen Dank noch einmal für die weiteren Antworten.

Was ich bei dem Gedanken an Jesus empfinde?
Ich glaube das hat sich sehr verändert in den letzten Tagen und Wochen.
Jesus ist zwar ein ein sehr gutes Vorbild für Miteinander, keine Frage, aber man liest auch viel in der Bibel das er genauso wie die Kirchen in "verloren" und "gerettet" eingestuft hat. Und das gefällt mir ganz und gar nicht.
Ich glaube aber, wenn es denn Jesus gab, das er soetwas nicht gesagt hat, sondern das man es ihm untergedichtet hat, damit man mehr Macht auf die Menschen ausüben konnte.
Und wenn er es doch so gesagt haben sollte... dann ist er zwar ein Vorbild im leben der Nächstenliebe aber kein Vorbild was den Glauben angeht.

Ich habe vor ein paar Tagen einen schönen grünen Ordner gekauft, in dem ich meine Gedanken niederschreibe und mein Wissen über Gott und Göttin, das, was auch in meinem Herzen ist. Ich schreibe auch nieder warum ich mich immer mehr von der Kirche distanziere und auch den Abstand zwischen ihr und meiner Tochter vergrößere. Immer ein Stückchen mehr. Ich hoffe, das Enya Morgaine es irgendwann verstehen wird, warum ich das nicht mehr so weiter gemacht habe, wie wir es begonnen haben. Es ist eine Herzens- und Gewissensfrage und eine Entscheidung aus Liebe und Sorge. Ich denke, hoffe, das sie das verstehen wird...

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#26 von inis , 20.04.2010 17:32

Hallo Blattregen,

soviele Gedanken, soviele Anknüpfungspunkte...

...wenn du sagst, dein Wissen über Gott und Göttin, dann fällt mir wieder auf, wie sehr sich Druidentum und Christentum als Religionen auch ähneln (bei allen Verschiedenheiten natürlich). Die Göttin kannst du auch in ihrer Gestalt als Maria, die Mutter Gottes, anrufen - oder andersrum: die Marienverehrung entspringt der Göttinnenverehrung. Das kannst du sogar deiner Tochter erklären, und später kannst du ihr dann auch erklären, daß Menschen eben unterschiedliche Namen verwenden, aber das Gleiche meinen.

Was mir noch ganz stark auffiel: du schreibst etwas über deine Ängste, nicht so zu sein, wie ein Christ sein soll. Ehrlich gesagt, mußte ich da ganz schön schlucken. Wer bestimmt das denn, wie ein Christ sein soll? Der Papst in Rom hat den Anspruch, das für Millionen Katholiken in der ganzen Welt zu bestimmen, aber - ist Glauben nicht doch in erster Linie Privatsache? Etwas, was du mit dir, deiner Seele, deinem Gewissen und deinem Gott ausmachen mußt.
Für mich ist ein "echter" Christ jemand, der seine Mitmenschen tätig liebt und die Schöpfung achtet und ehrt... sorry, hier ist muß ich jetzt mal aufhören, mein knapp zweijähriger Sohn verlangt nun vehement, daß ich sein Schlagzeugspiel bewundere.
Ich hoffe, es war bis hierhin einigermaßen verständlich.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#27 von Blattregen , 20.04.2010 18:13

Da sind aber die Christen anderer Meinung, .
Christ ist in erster Linie derjenige, der an Jesus glaubt, an seine Auferstehung und das er der einzige Weg ist. Desweiteren muss ein Christ an den Sündenfall glauben, an die Sünde des Menschen, denn ohne Dieses, wäre ja der Tod Jesu Christi sinnlos gewesen, wenn es keinen Sündenfall gegeben hat. Auf einen Punkt gebracht... Christ ist derjenige, der alles glaubt was in der Bibel steht und dies nicht anzweifelt. Es ist wie ein Kartenhaus. Entfernst Du nur eine Karte, weil Du sie nicht glaubwürdig hälst, fällt das gesamte Kartenhaus in sich zusammen, der gesamte Glaube verliert seinen Sinn.

Und aus dieser Devinition des Christen, bin ich schon lange Keiner mehr.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#28 von Rowena of the lake , 20.04.2010 18:51

Ich glaube, Du meinst hier eher die Meinung der Kirche als die der Christen (wobei sicher die meisten "Christen" in der Kirche eh mehr Mitläufer sind, die sich eben nicht trauen, eine eigene Meinung zu haben).

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RE: Schatten der Vergangenheit

#29 von Blattregen , 20.04.2010 19:11

Ich denke das ist die Meinung der Christen und der Kirche.
Egal welche Kirche Du nimmst, katholisch, evangelisch, freikirchlich... Alle sind dieser Meinung.
Klar gibt es auch Christen die gern etwas anders glauben würden aber sie haben Angst es zu glauben, weil die Kirchenoberen und ihre Lehre das verbieten bzw. mit Verdammnis drohen. Und darum glauben sie einfach das, was ihnen vorgesetzt wird. Oder sie sind, wie Du es schreibst, einfach Mitläufer. Sind einfach "Christ", weil sie irgendwann einmal getauft wurden.

 
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RE: Schatten der Vergangenheit

#30 von inis , 20.04.2010 21:05

Zitat von Blattregen
Da sind aber die Christen anderer Meinung, .


Schon klar, ich hab auch geschrieben "für mich" - meine Definition orientiert sich eher inhaltlich an den Lehren Christi und nicht an dem, was kirchliche Machtpolitiker späterer Jahrhunderte festgelegt haben.

Zitat von Blattregen
Auf einen Punkt gebracht... Christ ist derjenige, der alles glaubt was in der Bibel steht und dies nicht anzweifelt.
Und aus dieser Devinition des Christen, bin ich schon lange Keiner mehr.


Ja, aber was ist denn das auch für eine Definition? Was für Gläubige kommen denn dabei raus? Das sind dann eben die Schäfchen, die hinter dem guten Hirten herzuckeln. Aber ein Glaube, der das eigene Nachdenken verbietet?
Anders gefragt: kann eine Beichte bei einem Priester (inkl. Buße und Absolution) einem wirklich Gewissensbisse nehmen? Oder muß nicht doch jeder Mensch seinen Glauben (und sein Handeln, denn aus Glauben ergeben sich ja auch Handlungsanweisungen) in erster Linie mit sich selbst und seiner inneren Stimme (oder Gewissen oder wie man es nennen will) ausmachen?

Puh... Zum Glück sind wir hier bei den Philosophen, sonst gäb's jetzt ne Gelbe Karte wegen zu verschachtelter Sätze...

 
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