worst case scenario

#1 von Anna , 08.03.2010 21:01

Hallo

ich habe auf Philips Blog einen interessanten Beitrag gefunden, auch mit einer spannenden anschließenden Diskussion.

Philip hat einen Auszug aus einem Buch von Bill Mistele : Undines – Lessons from the Realm of Water Spirits, North Atlantic Books July 2010 gepostet. Darin behauptet Mistele, dass die Welt uns Grenzen setzt durch Naturkatastrophen, da die Menschheit unreflektiert weiter schreitet.

Seine Theorie in der er die vier Elemente zuordnet, udn sagt, dass uns das Element Wasser fehlt fidn eich sehr interessant.

Ich finde es lohnt sich mal den Text durchzulesen, auch wenn er auf Englisch ist, deshalb poste ich es hier auch.

und vielleicht ergibt sich ja auch eine Diskussion.

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RE: worst case scenario

#2 von Solitaire , 08.03.2010 23:56

Nun, wenn wir betrachten, wie die Menschheit seit der industriellen Revolution mit der Erde umgeht, braucht es uns nicht zu wundern, dass wir unter den Naturkatastrophen zu leiden haben, die zum großen Teil "hausgemacht" sind. Ein Umdenken tut dringend not. Ein Großteil der Menschen scheint die Natur entweder nur als "Wertstofflager" anzusehen, das es auszubeuten gilt bis zum Gehtnichtmehr rsp. ein anderer Prozentsatz der Menschen empfindet die Natur als "feindlich" oder "störend": Bäume werden gefällt, weil sie angeblich "Schatten werfen", "Dreck machen", Krähen werden abgeknallt, weil sie "zu laut" sind, etc...die Kette an Beispielen läßt sich mühelos fortsetzen.
Der Ansatz von Bill Mistele klingt auf jeden Fall interessant, bringt das Bild der mangelnden Empathie bei vielen Menschen auf einen Punkt.

 
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RE: worst case scenario

#3 von Inge , 09.03.2010 07:55

Zitat von Solitaire
... ein anderer Prozentsatz der Menschen empfindet die Natur als "feindlich" oder "störend": Bäume werden gefällt, weil sie angeblich "Schatten werfen", "Dreck machen", Krähen werden abgeknallt, weil sie "zu laut" sind, etc...



- und dann wohnt Mensch mitten in der Einflugschneise, genießt den freien Ausblick auf ein Atomkraftwerk und erfreut sich an seinem sauberen/ordentlichen Leben

LG

 
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RE: worst case scenario

#4 von Solitaire , 10.03.2010 00:20

Zitat von Inge
- und dann wohnt Mensch mitten in der Einflugschneise, genießt den freien Ausblick auf ein Atomkraftwerk und erfreut sich an seinem sauberen/ordentlichen Leben



Das nennt mensch dann eben "zivilisiert"

 
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RE: worst case scenario

#5 von Zardoz , 14.04.2010 20:41

Zitat von Solitaire
Nun, wenn wir betrachten, wie die Menschheit seit der industriellen Revolution mit der Erde umgeht, braucht es uns nicht zu wundern, dass wir unter den Naturkatastrophen zu leiden haben, die zum großen Teil "hausgemacht" sind..


Ein bisschen "unfair" finde ich aber, dass darunter die Leute am meisten leiden die nichts mit der industrialisierung zu tun haben: tsunamis im pazifik, erdbeben in haiti... wenn es denn einen gott im sinne eines typen mit langem Bart geben sollte, würde ich den im Nirvana schon mal drauf ansprechen, dass er ruhig ein wenig besser hätte zielen können...

 
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RE: worst case scenario

#6 von Inge , 14.04.2010 20:46

Zitat von Zardoz
Ein bisschen "unfair" finde ich aber, dass darunter die Leute am meisten leiden die nichts mit der industrialisierung zu tun haben: tsunamis im pazifik, erdbeben in haiti...



... das regt mich auch jedesmal furchtbar auf...

LG

 
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RE: worst case scenario

#7 von Solitaire , 14.04.2010 20:59

Nun, gewisse Folgen davon spüren wir das ja auch schon (Stürme wie "Lothar", "Kyrill", etc), bloß gerät das bei uns schneller wieder in Vergessenheit und außer geheuchelter Betroffenheit und Spendengeldern ändert sich leider wenig im Bewußtsein der Industrieländer.

Wenn das Ganze aber so weitergeht, dann werden wir auch noch in wesentlich größerem Ausmaß in den "Genuß" der Folgen kommen.

 
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RE: worst case scenario

#8 von Zardoz , 14.04.2010 21:04

Zitat von Inge

Zitat von Zardoz
Ein bisschen "unfair" finde ich aber, dass darunter die Leute am meisten leiden die nichts mit der industrialisierung zu tun haben: tsunamis im pazifik, erdbeben in haiti...



... das regt mich auch jedesmal furchtbar auf...

LG




naja aber irgendwann wird das universum das zurückzahlen. Man kann leicht abgewandelt nach Jesus Christus vielleicht zitieren: "Wer den geringsten/schwächsten seiner Mitmenschen Schaden antut, zerstört in Wahrheit sich selbst..."

Vielleicht wachen irgendwann ja mal die Leute auf, die um Profit & Egoismus Willen so viel kaputt machen und Kreaturen quälen, die es nicht verdient haben. Das haben ja einige Nationen vergeblich am Klimagipfel vorzubringen versucht: es sollten die "zahlen", die schuld sind, die von der Industrie profitieren. Wollte keiner der hohen Räte hören... Und mit dem Leiden von Tieren braucht man gar nicht anfangen (z.B. Pelzindustrie).

Egoistisch ausgerichtete Dummheit ist eben der gefährlichste Virus von allen.

 
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RE: worst case scenario

#9 von Solitaire , 18.07.2010 15:38

Dank der von BP ausgelösten Umweltkatastrophe, deren Ausmaße wohl wesentlich größer sind als uns die Medien glauben lassen, dürfen diesmal auch die Industrienationen die Zeche mit bezahlen. Allerdings sind die ersten Opfer mal wieder Fauna und Flora

 
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