Runensteine - Tipps gesucht

#1 von matodemi , 22.02.2010 23:19

Würde mich über Tipps freuen zum Thema Runensteine (Futhark)
1. Literatur
2. Herstellung
3. Sets (bis ich dazu komme, mir ein eigenes Set herzustellen)

Danke schon mal im Voraus

matodemi  
matodemi
Besucher
Beiträge: 619
Registriert am: 09.10.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#2 von Inge , 23.02.2010 09:31

zu Punkt 2)

meine Runen habe ich aus dem KirschBaum meiner Kindheit gesägt und geritzt (der Baum mußte vor 4 Jahren wegen Krankheitsbefall gefällt werden , zur Erinnerung habe ich mir ein paar Äste mitgenommen, aus denen ich dann meine Rune gemacht habe)
-- ist Knochenarbeit und macht die Finger blutig , sind dafür seeeehr persönlich.

Die Runen können aber auch auf flache Steine gemalt werden ... Oder aus Ton geformt, geritzt und gebrannt ....

LG

 
Inge
Besucher
Beiträge: 5.127
Registriert am: 28.09.2008


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#3 von Rainer , 23.02.2010 09:33

Zu 1, als Einstieg find ich die Blätter von Yggdrasil von der Freya Aswyn nicht schlecht.

LG


)O(

 
Rainer
Besucher
Beiträge: 3.670
Registriert am: 26.09.2008


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#4 von Anna , 23.02.2010 09:42

Irgendwo im DHP habe ich eine gesehen, die hat Kiesel vom Strand genommen, und die bemalt. Sieht wunderschön aus. Wenn du also einen Lieblingsstrand hast...

Salzteig, Ton etc geht auch. oder Holz, und eigentlich gehören sie in rot reingemalt, hat mir mal jemand erklärt.

Set habe ich damals die von Ralph Blum genommen, der hat auch ein kleines Büchlein dabei.

Die Freya Aswynn kann ich empfehlen

Liebe Grüße
Anna

Anna  
Anna
Besucher
Beiträge: 3.277
Registriert am: 09.01.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#5 von Rainer , 23.02.2010 09:48

Vom Ralph Blum Set sollte man, meiner Meinung nach aber das Buch und die leere Rune weglegen - Eine Null Rune ist nirgendwo in der Historie bewiesen und für mich ist das Blum Buch zu fluffy bunny - wie gesagt meiner Meinung nach

 
Rainer
Besucher
Beiträge: 3.670
Registriert am: 26.09.2008


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#6 von Solitaire , 23.02.2010 13:07

Bloß scheint es mit den "Blättern von Yggdrasil" ähnliche Probleme zu geben wie mit Fries "Visueller Magie": nicht lieferbar

 
Solitaire
Besucher
Beiträge: 1.823
Registriert am: 26.09.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#7 von Solitaire , 23.02.2010 13:32

@ matodemi: guck dir mal hier die Runen an: http://www.forn-leid.de/shop1/index.php?...d089856b96fc2a6

Wenn du aber lieber ein Set aus Holz möchtest, dann guck mal hier: http://www.ritualbedarf.de/p05119_holz_runen-set.html

Das Set von Ralph Blum kann ich auch nicht empfehlen, da sich die Runen irgendwie kalt und "künstlich" anfühlen.

 
Solitaire
Besucher
Beiträge: 1.823
Registriert am: 26.09.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#8 von Belbara , 23.02.2010 15:49

Heyho,

also, zum Thema Runen aus Holz kann ich nur eins sagen: kein Eibenholz verwenden Vor langer Zeit (etwa acht Jahren) hatte ich gerade angefangen, mich mit Runen zu beschäftigen, und hatte nachgelesen, daß Eibe besonders gut sein soll

Ich hatte zwar eine schöne Eibe gefragt, ob ich was mitnehmen darf (ein paar Tage vorher, damit sie ihre Lebenskraft zurückziehen kann), und sie hatte auch ihr OK gegeben und meine Gabe entgegen genommen, später habe ich dann aber doch festgestellt, daß die Eibe ein ganz schön "heißes Eisen" ist:

Zum einen ist das Holz sehr, sehr hart, so daß das Ritzen äußerst mühsam ist (manche meinen auch, man könnte Zeichen einbrennen, so im Sinne von Brandmalerei, aber das wollte ich nicht).

Und zum anderen hatte ich einiges an Holzstaub, den ich nicht einfach so in den Müll tun wollte, weswegen ich ihn in meinen Blumenkasten schüttete (Holz zurück zur Erde). Später stand mein Mann einmal am Fenster und rauchte; ein Funke fiel in den Blumenkasten (was wir nicht gleich bemerkt haben) - und am Ende hat dieser Funke dank des Eibenstaubs ein Loch in den (Kunststoff-)Blumenkasten gebrannt, bis ganz unten durch. Zum Glück ist da nichts Weiteres passiert, aber ich war schon fasziniert, wie gut dieser doch sehr feine Staub auf das Feuer reagiert hat.

Danach habe ich meine noch unfertigen Eibenrunen mit Dank zur Eibe zurückgebracht und dort vergraben. Übrigens ist Eibenholz auch (leicht) giftig (sehr viel weniger als Nadeln und Beerenkerne, aber immerhin), ich hätte sie also auch lackieren oder sonstwie versiegeln müssen, aber dazu kam es dann ja nicht mehr.

Eigentlich müssen es Stäbe sein (in der Edda ist immer die Rede von Stäben, nie von Scheiben) - aber Scheiben sind nun mal besser herzustellen, und wenn man nicht die "Mikado"-Wurfmethode bevorzugt (Stäbchen ziehen und auf die Unterlage "werfen" um zu schauen, was für ein Muster sie bilden), macht es wohl keinen Unterschied.

Traditionell "müßten" sie vermutlich mit Blut gefärbt werden (oder so behaupten es manche Quellen) - das wäre dann eine sehr persönliche Energie, die man da reinsteckt. (Man braucht übrigens nur eine winzige Menge dazu, nicht mehr als einen Tropfen. Ich habe es schon mal testweise ausprobiert. Aber man sollte da auf die eigenen Gefühle hören, ob man das machen will oder nicht). Andere Quellen meinen, daß mit "zoubar" (rote Farbe zum Färben von Runensteinen, das daraus entstandene Wort lautet heute "Zauber") möglicherweise Zinnober gemeint war, der auch ein gutes Farbpigment ergibt und in Malerfarben verwendet wird.

Zinnober wird aus dem Cinnabarit gewonnen, dessen Name auf ein persisches Wort zurückgeht, das "Drachenblut" bedeutet - von daher vielleicht die Assoziation zu Blut. Allerdings ist das Pigment allein auch leicht giftig. In Malerfarben ist es in so geringer Dosis enthalten, daß es unbedenklich ist.

Liebe Grüße,
Belbara

 
Belbara
Besucher
Beiträge: 705
Registriert am: 07.12.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#9 von matodemi , 23.02.2010 19:22

Danke schon mal für die Tipps.
Runen möchte ich in Stein - werd diese bei diversen Spaziergängen im Laufe des Jahres wohl auch zusammenkriegen.
Aus Holz möchte ich später (viel später...) ein Set mit Ogham machen, aber das dauert noch....


..und danke Belbara für den eindrucksvollen Bericht, ich werd mir das für später merken

matodemi  
matodemi
Besucher
Beiträge: 619
Registriert am: 09.10.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#10 von Rainer , 23.02.2010 20:49

Stäbe, Scheiben or whatever, das ist relativ und kommt auf den Verwendungszweck an - meiner Meinung nach. Ich persönlich verlasse mich da auf mein Gefühl. Für mich funktionieren auch Scheiben - je nach Gebrauch. Mit den Hölzern sehe ich es ähnlich nur weil bei mir ein gewisses Holz nicht funktionert, heißt es noch lange nicht, das es bei Dir auch so sein wird.

Laß Dich nicht verrückt machen, schau Dir mal das Buch von der Freya an. Sie hat darin einen guten Zugang zu den Runen beschrieben, leicht herstellbar. Je mehr Du mit ihnen arbeitest um desto eher wirst Du ihn kriegen. Die Runen suchen sich ihren Weg.

Blut oder Met oder Wein..... je nach Gebrauch/Verwendungszweck.

Zitat
...Weißt Du zu ritzen ? Weißt Du zu erraten ?
Weißt Du zu finden ? Weißt Du zu erforschen ?
Weißt Du zu bitten ? Weißt Opfer zu bieten ?
Weißt Du wie man senden,
weißt wie man tilgen soll ?

Besser nicht gebeten, als zu viel geboten:
Die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nicht gesendet, als zu viel getilgt....



Respekt ja - Angst nein.

LG


)O(

 
Rainer
Besucher
Beiträge: 3.670
Registriert am: 26.09.2008


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#11 von RabenStern , 24.02.2010 17:46

Hello
ich finde Igor Warnecke gut, er benutzt eine einfache Sprache ohne platt zu werden
und erzählt auch geschichtliches dazu und bleibt dabei auf dem Boden -
Von Freya finde ich die CD total klasse - Gänsehauteffekt ....
LG Rabenstern

 
RabenStern
Besucher
Beiträge: 110
Registriert am: 18.09.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#12 von Ivaldi , 24.02.2010 19:38

Also ich habe mir ein Set aus Eschenholz gemacht, Stäbe um genauer zu sein.

Dabei habe ich auch überhaupt nicht drauf geachtet alle gleich zu machen, und habe vorher auch nicht viel gelesen, sondern nur einen Rat befolgt:

"Über Runen sollte man nichts lesen, man sollte sie erfahren und entdecken"

Die Runen habe ich dann erst aufgezeichnet und dann mit einem Lötkolben eingebrannt, zum Schluß mit Wachs versiegelt.

Ich bin auch sehr skeptisch, was so Eso- Autoren angeht, die irgendwelche Bücher über Runen veröffentlichen und wahrscheinlich dann noch ein Runenset beilegen.....da man mit einem Runenset ja magisch arbeiten möchte, finde ich es unausweichlich, sich eigene Runen herzustellen, so wie man es selbst für richtig hält. (Eine Nullrune habe ich übrigens auch)

Tja, und Interpretationen......was bitte ist denn wissenschaftlich korrekt über Runen überliefert?

Die einzelnen Deutungen der Runen kann man schon so übernehmen und da sind sich ja auch alle Runendeuter einig...aber so Dinge wie Runenmagie (Nullrune), was bitte ist denn darüber dokumentiert?

Die komplette moderne Runenmagie ist doch ein Werk von Germanenromantikern des frühen 20. Jhdts, oder irre ich da?

Den frühesten der Verdächtigen, den ich bisher gelesen habe, beruft sich auf die damalige Forschung, und der Tatsache, dass jedeR die Macht der Runen selbst entdeclen müsse, da sie in jedem schlummert. Ich spreche hier von Marby, welcher auch behauptet, die Runen seien eine der ältesten Schriftzeichen der Erde, und man fünde sie auch auf hinduistischen Tempeln....was ich allerdings noch nicht weiter verfolgt habe.

Fakt ist doch sowieso, dass man eine sehr intime Beziehung zu seinen Runen eingeht, damit sie einem auch gute Ergebnisse bringen können. (ich habe übrigens eine sehr gute Trefferquote)
Deshalb wird das Lesen über Runen über das Deuten hinaus einen nur unnötig belasten, meiner Meinung nach.

Naja, und die Bedeutung der Runen findet man auch im Netz.

Was Freyja Aswinn betrifft, eine sehr interessante Frau, welche selber ja Runenmagie praktiziert, und auch wohl? auf vieles in ihrer Philosophie dazu selbst gekommen ist. Ihre Bücher kenne ich aber nicht.

Liebe Grüße

 
Ivaldi
Besucher
Beiträge: 33
Registriert am: 23.10.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#13 von Anna , 24.02.2010 20:55

soso...noch jemand der Marby gelesen hat....du bekommst post von mir

Anna

Anna  
Anna
Besucher
Beiträge: 3.277
Registriert am: 09.01.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#14 von Ruath , 24.02.2010 21:17

Zitat von Ivaldi
Also ich habe mir ein Set aus Eschenholz gemacht, Stäbe um genauer zu sein.

Dabei habe ich auch überhaupt nicht drauf geachtet alle gleich zu machen, und habe vorher auch nicht viel gelesen, sondern nur einen Rat befolgt:

"Über Runen sollte man nichts lesen, man sollte sie erfahren und entdecken"

Die Runen habe ich dann erst aufgezeichnet und dann mit einem Lötkolben eingebrannt, zum Schluß mit Wachs versiegelt.

Ich bin auch sehr skeptisch, was so Eso- Autoren angeht, die irgendwelche Bücher über Runen veröffentlichen und wahrscheinlich dann noch ein Runenset beilegen.....da man mit einem Runenset ja magisch arbeiten möchte, finde ich es unausweichlich, sich eigene Runen herzustellen, so wie man es selbst für richtig hält. (Eine Nullrune habe ich übrigens auch)

Tja, und Interpretationen......was bitte ist denn wissenschaftlich korrekt über Runen überliefert?

Die einzelnen Deutungen der Runen kann man schon so übernehmen und da sind sich ja auch alle Runendeuter einig...aber so Dinge wie Runenmagie (Nullrune), was bitte ist denn darüber dokumentiert?

Die komplette moderne Runenmagie ist doch ein Werk von Germanenromantikern des frühen 20. Jhdts, oder irre ich da?

Den frühesten der Verdächtigen, den ich bisher gelesen habe, beruft sich auf die damalige Forschung, und der Tatsache, dass jedeR die Macht der Runen selbst entdeclen müsse, da sie in jedem schlummert. Ich spreche hier von Marby, welcher auch behauptet, die Runen seien eine der ältesten Schriftzeichen der Erde, und man fünde sie auch auf hinduistischen Tempeln....was ich allerdings noch nicht weiter verfolgt habe.

Fakt ist doch sowieso, dass man eine sehr intime Beziehung zu seinen Runen eingeht, damit sie einem auch gute Ergebnisse bringen können. (ich habe übrigens eine sehr gute Trefferquote)
Deshalb wird das Lesen über Runen über das Deuten hinaus einen nur unnötig belasten, meiner Meinung nach.

Naja, und die Bedeutung der Runen findet man auch im Netz.

Was Freyja Aswinn betrifft, eine sehr interessante Frau, welche selber ja Runenmagie praktiziert, und auch wohl? auf vieles in ihrer Philosophie dazu selbst gekommen ist. Ihre Bücher kenne ich aber nicht.

Liebe Grüße




Hy erstmal
und nur ein kurzer einwurf. Die benutzung der Runenschrift kann bis ins 16te Jahrhundert belegt werden, jedoch nicht in den amtlichen Quellen. Die Runenschrift(oder besser Schriften) wurden gerne vom einfacheren Volk, das Lesen und Schreiben, sowie Latein nicht gelehrt bekam benutzt. Sie sind jedoch erst seit dem 2ten Jahrhundert nach C. aufgetaucht. Soweit mir bekannt gibt es an Hindutempeln keine Runen. Vieleicht Keilschrift die man eventuell damit verwechseln könnte? Aber egal, wollte das nur kurz einwerfen (hoffe mich nicht in den Jahrhunderten vertan zu haben da meine Nachforschungen schon etwas zurückliegen).
Liebe Grüße Klaus

 
Ruath
Besucher
Beiträge: 145
Registriert am: 18.09.2009


RE: Runensteine - Tipps gesucht

#15 von Anna , 25.02.2010 10:01

nachdsem es jetzt doch ein paar mails gab...

also Marby ist mit Vorsichtig zu lesen, aber ich denke, Hirnbrand theorien kann man als denkender Mensch eigentich( ) erkennen. Und man muß halt für sich schauen, was man davon gebrauchen kann.

Anna

Anna  
Anna
Besucher
Beiträge: 3.277
Registriert am: 09.01.2009


   

Literatur zu Runen

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de