Traum

#1 von Tríona Ní Erc , 17.01.2010 03:11

Ich hatte diesen seltsamen Traum jetzt über die Jahre hinweg schon einige Male. Beim ersten mal (vor ca.6 Jahren) habe ich ihn aufgeschrieben. Der Text fiel mir vorhin wieder in die Hände.
Vielleicht habt ihr ja auch Vorschläge zur Deutung
(Anmerkung am Rande: Zur Zeit, als der Traum zum ersten Mal kam, war ich noch nicht in Irland gewesen. Im Sommer darauf war ich dann dort, auch in Tara. Und - welch große Verblüffung- alles sah genau so aus wie im Traum. Als dann noch ein Mann, den ich ein paar Stunden zuvor erst kennengelern hatte meinte, ich würde irgendwie an diesen Ort passen, war meine Verwirrung komplett, aber ich war auch irgendwie bestätigt )
Nun aber zum Thema:


Voll Aufregung, die ich zu verbergen wusste, schritt ich unter der Last meines schwangeren Leibes zum Ringwall.
Sie hatten mich bereits erwartet. Um den Schicksalsstein herum standen die anderen Druidinnen meiner Schwesternschaft. Alle waren in blaue Gewänder und gold- und silbergefasste Umhänge gekleidet. Anders als ich.
Gewandet in ein langes rotes Kleid schritt ich vorsichtig den Hügel zum Megalithen empor. Meine Schwestern traten ehrfurchtsvoll einen Schritt zurück.
Ich überblickte die Ebene, wie sie sich in der Dämmerung vor mir ausbreitete. Es war das erste Mal, dass eine schwangere Priesterin die Samhain-Riten ausführte. Was würde das nächste Jahr, das nächste Zeitalter, die nächste Generation unserem geliebten Land, unserer Mutter Eriú bringen?
So stand ich dort oben, weitab aller Zeit, eins mit der Großen Mutter und als die Sonne verschwand und der Mond aufging an der Schwelle der Zeiten, an der Schwelle der Welten, wurde ich eins mit der Erde, mit der Göttin und umfasste den Schicksalsstein mit beiden Händen.
Der Atem der Göttin durchströmte mich und von einem unfassbaren Glücksgefühl erfasst ließ ich mich vertrauensvoll in die Hände der Großen Mutter fallen.

 
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RE: Traum

#2 von Anna , 19.01.2010 20:54

oh wow!

irgendwie so hoffnungsvoll!

und ein interessanter Ausblick als Zukunft auf eine Zeit, die in unserer Vergangenheit liegt...

Danke
Anna

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