Philosophische Gedanken zu dem Jetzt!

#1 von Brianna , 11.01.2010 09:54

Ich start hier mal einen neuen Thread. Einen, in dem jeder die mehr oder weniger philosophischen Gedanken direkt niederschreiben kann die er in einem bestimmten / besonderen Moment hat.
Ihr wisst schon, diese Momente wo einen die Muse küsst, oder wo man kurz mal aus der Zeit und dem Raum heraustritt und ganz bewußt im JETZT ist, in dem Moment und ihn vollkommend erfasst.

Oder wenn man Gedanken hat, die aus dem Alltagsgewühle hervorstechen.
Dann schreibt sie hier rein.

Kommentarlos, also nicht zum diskutieren. Das können wir in einem anderen Thread dazu.
Dieses soll einfach nur für diese Gedanken da sein.

 
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RE: Philosophische Gedanken zu dem Jetzt!

#2 von Brianna , 11.01.2010 09:59

Ich schaue hier aus dem Fenster in eine wunderschöne verschneite Winterlandschaft. Eine weiße Wiese, Bäume, Wald, ein Feld.
Eine verschneite Statue im Garten meines Arbeitgebers bei dem ich grad sitze. Es ist ein Schwein. Kunst halt. Jetzt verschneit. Ein Riesentrampolin für die Kids, eine HighTech Relax-Liege. Alles weiß und nur noch der Form nach erkennbar, wenn man weiß was da drunter ist. Der Schnee verdeckt alles unschöne, verdeckt Statussymbole und Dreck, einfach alles wird weiß und schön.

Es schneit. Und wenn ich raus gehe, ein Stück auf dieses Feld zu diesem Wald den ich sehe, dann höre und sehe und fühle ich hautpsächlich eins: Die Stille des Schnees. Diese herrliche weiße Stille. Wenn ein Zustand eine Farbe haben kann, dann ist es Stille, und sie ist weiß. Und wieder bin ich sprachlos ob der SChönheit der Natur in all ihren Facetten und Wundern.

 
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RE: Philosophische Gedanken zu dem Jetzt!

#3 von Alchemilla , 11.01.2010 10:51

Wenn ich mir die hohen Backsteinmauern vor meinem Fenster ansehe, schneebedeckte Daecher und Gitter, die die Aussentueren der anderen Gebaeude absichern und einen kleinen Teil grauen, schneeschweren Himmel, faellt es mir schwer mir vorzustellen, dass es hinter diesen Haeuserschluchten, hinter diesen scheinbar undurchdringbaren Mauern eine Welt gibt, die pulsiert. Eine Stadt die lebt, die atmet. Nicht einmal eine Taube oder eine Moewe hat sich heute auf die Daecher verirrt, die mich daran erinnern koennte, dass dort draussen etwas lebt, dass der Fortschritt lebt und existiert und fortschreiten.. immerzu. Die Haeuserschlucht ist heute mein Spiegel. Mein Leben ist blockiert. Von Backsteinmauern, Gittern, Schnee und obwohl ich weiss, dass ich nur die Tuere oeffnen muss, sehe ich mich um und sehe die Tuere nicht. Ich suche.. und suche.. aber ich finde die Tuere einfach nicht.

 
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RE: Philosophische Gedanken zu dem Jetzt!

#4 von Inge , 11.01.2010 21:24

Der Schnee dämpft alles. Alles scheint leise zu sein- selbst die Motoren der Autos, all der städtische Lärm ... Es liegt eine friedliche Stille über der Stadt. Endlich. Der sanft fallende Schnee, der weiße Teppich der alles umhüllt, dies alles bringt endlich die ersehnte Ruhe. Nun können sich Mensch und Baum / die Natur erholen. Tief durchatmen und in dieser entspannenden Ruhe Kräfte sammeln für das kommende/schon beginnende (Wieder)Erwachen ...

LG Inge

 
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RE: Philosophische Gedanken zu dem Jetzt!

#5 von angelikaherchenbach , 12.01.2010 22:47

Weiß-graue Windstille.
Senkrechte Rinnsale aus Rauch über dem Dorf, die bald nach Südwesten abbiegen.
Die Krähe fliegt flach über dem Weg vor mir her.
Wo führt sie mich hin?
Die wilde Jagd ist vorbei.
So beuge auch ich mich dem schweren, tiefen Himmel, liege im Schnee und warte auf den Frühling.
Brighid, welche Farbe hat Dein Mantel?

Angelika

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