RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#31 von Sinaris , 12.01.2010 05:10

Hmm, Sternsinger?

Noch nie gesehen. Tendenziell bin ich bei solchen Aktionen zuerst so baff, das die mit Ihrem Liedchen sicher locker durch wären, bevor ich gerafft habe was abgeht. Aber wenn mir dann der Klingelbeutel unter die Nase gehalten würde, käme auch bei mir der finstere Moment. Ich bin kein Fan von kollektiven Zwangsabnahmen aller GEZ für ungeforderte Dienstleistungen und an die Tür würde ich schonmal garnichts gekritzelt bekommen wollen.

Generell hab ich nichts gegen Brauchtum, solange es mich nicht direkt betrifft. Ich hab auch jeden in meinem Umfeld eingeschworen, das ich NICHT den Marktplatz fegen werde, als ich 30 wurde. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern wie ich als Mitglied des Chors zum Martinssingen verdonnert wurde, obwohl ich damals schon Religionsverweigerer war. Als ich allerdings gerafft hab des es ne tonne Süsses abzugreifen gibt stieg meine Bereitschaft... seelische Prostiution. Hier in der Gegend gibt es alle möglichen Bräuche (zu Geburten, Hochzeiten, Geburtstagen, Jubiläen...), die darauf abzielen sich die Hucke vollzusaufen oder irgendjemanden eine besonders peinliche Nummer abzuverlangen. Nicht mein Ding.

Was sowas angeht bin ich wohl eher sozial gestört. Deswegen hatte ich auch schonmal Sorge, wie es aussehen könnte, wenn ich mal in illustere Runde mit anderen an einem der Jahreskreisfeste teilnehmen würde, ob einen dort nicht auch der eine oder andere "Spass" erwarten könnte. Einige Texte sprechen da ja schon von geselligen Spielchen.

Was irgendwelche Leute an der Tür angeht ist es halt immer eine Frage wer mir wie begegnet. Im Augenblick z.B. haben wir jeden Dienstag Nachmittag die Zeugen Jehovas im Haus und machen mit der ganzen WG ein kostenloses "Bibelstudium" mit. Ich finde es nett mit den Jungs alles durchzudiskutieren. Auch wenn wir oft am endgültigen Beweis "steht so in der Bibel" zu keinem gemeinsamen Nenner kommen.

Ehre und Stärke
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RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#32 von Solitaire , 12.01.2010 12:52

Der Begriff "gesellige Spielchen" läßt viel Interpretationsspielraum zu

 
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RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#33 von Rainer , 12.01.2010 13:21

das Wort Swing auch aber ok, ich werd

LG

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RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#34 von yannik ( Gast ) , 12.01.2010 13:54

Da gab's doch von Gerhard Polt so eine schöne Nummer: "Ich hab alles zugegeben, das ich unrechtmäßig als Nikolaus vorgegeben habe, ein heiliger Mann zu sein, am Finanzamt vorbei illegal an' Krampus b'schäftigt hob und meine 10- und 12jährigen Buben quasi zum Sternsingen, äh, quasi, ehm, stimmuliert hab. Aber i hob alles zugegeben! Und die 13 Mark 68 sowie 7 Spekulatius hab ich auch inzwischen beim Finanzamt eingereicht!"
Das war damals gaanz groß!

Übrigens: die heiligen drei Könige gabs so gar nicht, die kommen aus der ägyptischen Urform des Horuskultes, das sind die drei Sterne des Orion( nicht das Raumschiff ), deren Verlängerung der Linie mit dem Sirius(nicht Blake) den Punkt am Horizont zeigen, wo zur Wintersonnenwende die Sonne aufgeht. Sie folgen einem Stern...ALLES NUR GEKLAUT!
Naturreligiöse Wintermythen, mit christlicher Nadel gestrickt...

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RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#35 von Inge , 12.01.2010 14:21

.. ich hab´ da mal was gelesen, daß der Ursprung von drei Göttinnen abstammt. Hab´ es aber nicht mehr im Kopf. Kann aber mal bei Gelegenheit nachschauen ....

LG Inge

 
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RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#36 von yannik ( Gast ) , 12.01.2010 14:28

Das war bestimmt ein FrauInnenbuch...

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RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#37 von Inge , 12.01.2010 14:30

Öhhhh, nöööö. Ich glaube es war in einem Mannischen Buch..... Aber gaaaanz so sicher bin ich mir da nicht. Sobald ich mich vom Laptop trennen kann, schau ich nach und mach mich schlau ...

LG Inge

 
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RE: Brauchtum und (christliche) Traditionen

#38 von inis , 12.01.2010 18:37

Nochmal kurz zum "Wegzoll":
bei uns im Rheinland hieß das eigentlich "Narrenzoll" - wer keinen Spaß versteht, gibt auch nix, muß sich aber die dazugehörigen Sprüche anhören. Ist halt praktiziertes "verstehen Sie Spaß?"
Na dann, Helau!

 
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