Ein eigenes Trockengestell

#1 von Emrys , 06.01.2010 19:13

Einen wunderschönen Abend euch allen.

Meine Eltern haben mir zum Geburtstag ein tolles und praktisches Gerät gebaut, welches sich mit ein bisschen Aufwand und wenig Geld selbermachen lässt.
Ein Gestell zum Kräutertrocknen aus Bambusstäben und -stangen und geflochtenem Bast

[album]44[/album]

Bei Interesse kann ich mal meinen Vater ausquetschen, wie es genau gemacht wird und eine ausführliche Anleitung zum nachbauen schreiben. Vielleicht lässt sich das dann irgendwann auch mal als Workshop anbieten

Im Groben besteht das Gestell (zum an die Decke hängen) aus 3 dickeren Bambusstangen in /| (mir ist grade beim Schreiben aufgefallen, dass das ja ein Awen ist ) Form, die mit 9 dünneren Stangen verbunden sind. Darüber ist ein geknüpftes Netz, auf dem sich Pilze, lose Blätter, Wurzeln, etc. trocknen lassen.

[album]51[/album]

Durch Bänder lässt sich die Höhe komplett variieren und da man es auch direkt unter die Decke ziehen kann, nimmt es keinen Platz weg, wenn man es mal nicht braucht.

[album]47[/album]

Ich hoffe es klappt alles so, wie ich mir das vorstelle. Zumindest ist es eine perfekte Alternative zu meinem Lampenkabel, das sich langsam immer weiter dem Boden genähert hat

Das komplette Fotoalbum gibts hier!

Sichere Wege und blessed be
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#2 von Solitaire , 06.01.2010 19:24

Wow, Emrys, das ist ein Supergeschenk!!!! So toll durchdacht!!!! Kompliment an deinen Paps und ich könnte mir vorstellen, dass sich eine Reihe von Leuten für die Bauanleitung interessieren würden

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#3 von Esme , 06.01.2010 19:36

wow wirklich toll eine tolle Idee!

ein Awen oder ein Teil eines Spinnennetzes

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RE: Ein eigenes Trockengestell

#4 von Fingayin , 06.01.2010 19:41

Nicht schlecht. Wenn Du Hilfe von einem " Holzwurm" brauchst, ich bin immer zu allen Schandtaten bereit.

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#5 von Tatjana , 06.01.2010 19:43

Zu den Leuten, die sich für eine Bauanleitung interessieren, gehöre ich sofort auch! Bisher trocknen meine Kräuter immer kopfüber im Heizungskeller... ganz idyllisch. Dein Geburtstagsgeschenk ist etwas Tolles und erinnert mich an die Studentenbude eines alten Bekannten. Der lebte in eine Hamburger Altbauwohnung und hatte ein ähnliches Konstrukt für all seinen Krempel. Alles mögliche kam darauf und wurde unter die hohe Decke gezogen; so sah man nie, daß eigentlich nicht aufgeräumt war.

begeisterte Grüße, Tatjana

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#6 von Fingayin , 06.01.2010 19:45

Also wenn da wirklich Bedarf besteht, lass ich mir mal etwas für Euch einfallen...

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#7 von Inge , 06.01.2010 20:14

Das ist wirklich eine obergeniale Idee !!!!!!

Also Emrys, ich gehöre auf jeden Fall auch zu den Interessenten .....

LG Inge

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#8 von avellana , 06.01.2010 21:12

Das ist genial! alle die nicht so talentiert sind: es geht auch ein einfacher viereckiger Rahmen aus vier Leisten mit einem Gitter oder Geschirrtuch in der Mitte. Zugegeben: weit weniger chic
Zwischen Oktober und März hole ich mir an frostfreien Tagen zu Neumond Zweige um daraus Körbe zu flechten. Mit den Körben kann man die Kräuter sammeln und gleich darin trocknen ohne sie nochmal in die Hand nehmen zu müssen - für Vielsammler mit wenig Zeit ideal und urig schön sehen die selbstgeflochtenen Teile auch aus.

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#9 von Emrys , 06.01.2010 21:32

Joa meine Lieben. Da scheinbar Bauanleitungsbedarf besteht, liste ich hier mal auf, was bei mir an Materialien angefallen ist (das lässt sich natürlich alles frei variieren und verändern ):

3 Dicke Bambusstangen in 1,50m Länge (ca. 2 cm Durchmesser)
Querstreben aus Bambus (Anzahl nach Belieben, bei mir sind es 9)
Eine Packung Naturbast aus dem Baumarkt
Blumenbindedraht
3 Schraubösen (und Dübel) um das Gestell später unter der Decke befestigen zu können
Zwingen
Bohrmaschine
Brettchen um die Stangen zu fixieren
Klebeband

Der Naturbast kann nach Belieben geflochten werden um schöne, stabile, dickere Bänder zu erhalten.
Die dicken Bambusstangen werden in der gewünschten Form hingelegt und mit dem Brettchen und den Zwingen fixiert, so dass sie nicht verrutschen können.
An der Spitze werden die 3 Stangen mit Klebeband an einander geklebt um zusätzliche Stabilität zu erreichen.
Dann wird durch die Stangen in einem Rutsch ein Loch gebohrt und eine kleine Bambusstrebe eingesetzt.
Diese wird dann mit Draht und Bast festgebunden und verzurrt, wodurch das Klebeband nun überflüssig wird und abgemacht werden kann.
Nun kann angezeichnet werden, wo sich später die Querstreben befinden sollen.
Die Querstrebe, die sich am nächsten an der Spitze befindet ist die kürzeste, die an der Hinterseite ist demnach die längste.
Wenn die Querstreben angelegt sind, sollte man durch die Schnittstelle von Strebe zu Stange (nicht an der mittleren Stange) ein kleines Loch bohren.
Durch dieses Loch in Strebe und Stange wird nun doppelt Draht gebunden, um die Bambusstreben bombenfest sitzen zu lassen.
Um den Draht zu kaschieren wird das Ganze zusätzlich mit Bast umwickelt.
Um die Streben nun zu spannen werden sie ein bisschen von der Spitze weg gezogen und dann mit Draht umwickelt (für bessere Stabilität kann hier auch ein Loch durch die Mittelstange gebohrt werden, durch die der Draht geführt wird)
Auch dieser Draht wird wieder mit Bast umwickelt.
Die 3 Ösen werden jetzt wie gewünscht an der Decke befestigt.
Durch die Ösen werden jetzt Bastbänder gezogen, die an der Spitze und den äußeren Enden des Trockengestells befestigt werden.
Frohes Trocknen.

Für das Netz solltet ihr euch selbst etwas überlegen. Meins besteht aus ca. 90 Metern Baumwollband und ist komplett geknotet. (Zitat meines Vaters "Nur für die, die Langeweile, viel Zeit und robuste Finger haben")

Über eine Rückmeldung, wie verständlich die Anleitung ist würde ich mich freuen
Ich hab' das Gefühl, dass da manche Sachen noch nicht so klar formuliert sind.

Die Idee mit den Körben gefällt mir super gut Avellana. Wie genau machst du die?

blessed be
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#10 von Belbara , 09.04.2010 02:15

Hui, das sehe ich ja erst jetzt! Tolle Idee

Hmm, ich weiß schon jemanden, der mir das Gestell baut
Von sowas läßt sich mein Liebster immer gern überzeugen.

Netz knüpfen werd' ich dann selber...

Allerdings haben wir recht hohe Decken (3,30m), da muß ich dann wohl auch noch 'ne Leiter dazu bauen

Vielen Dank und liebe Grüße,
Belbara

PS: Das mit den Körben würde mich auch interessieren, !

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RE: Ein eigenes Trockengestell

#11 von Anna , 09.04.2010 20:33

Zitat von Belbara


Allerdings haben wir recht hohe Decken (3,30m), da muß ich dann wohl auch noch 'ne Leiter dazu bauen

Vielen Dank und liebe Grüße,
Belbara




In Gross Britannien gibt es die geniale Erfindung die Wäscheleinen unter die hohen Zimmerdecken zu hängen. Dass sind 3 stangen, die mit Flaschenzug hoch und runtergelassen werden. Die Bausätze bekommt man dort im Bauhaus. Ich kenne es von Edingburgh dun Glasgow, und vom Süden habe ich es auch schon gehört...also jede größere Stadt, wo es Altbauten mit höheren Decken gibt....das wäre doch was....du findest bestimmt irgendwo was dazu

Anna  
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#12 von avellana , 28.05.2010 17:26

Zitat von Belbara


PS: Das mit den Körben würde mich auch interessieren, !



Sorry, war jetzt länger nicht online. Da ich keinen Korbflechter gefunden habe, der es mir beibringt, habe ich es aus diesem Buch gelernt:
Einfach Korbflechten: Mit Zweigen aus dem Garten und vom Wegesrand von Susie Vaughan
Ist einfacher als man denkt und macht Riesenspaß (auch wenn man wie ich sich gern mal die Finger zerpiekst weil man die Farbe der Brombeerranken so toll findet )

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#13 von Inge , 30.05.2010 12:11

Hey ,

danke für den tollen Buchtip !!! Das hört sich genau nach dem an, was ich schon lange suche. Ich würde mir nämlich gerne mal eine Kiepe bauen und mit Hilfe des Buches, müßte das eigentlich möglich sein.

LG

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#14 von avellana , 30.05.2010 14:38

Ja es ist wirklich ein hilfreiches und vor allem liebevoll geschriebenes Buch. Da sind sogar wertvolle Tricks drin von wegen Verstärkung von Böden und so (wenn man wie ich ein Immerallesvielzuvollpacker ist ) Neulich vorm Supermarkt hab ich viele Leute kennen gelernt als mein Korbhenkel sich verabschiedet und sich jede Menge Obst (da ich keine Tüten nehme zum Verpacken) über den ganzen Parkplatz davon gemacht hat. Es war aber ein gekaufter denn so was großes hab ich aus Zeitgründen noch nicht zurechtgebogen - sollte ich aber mal für den nächsten Winter mit einplanen wie man sieht

 
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RE: Ein eigenes Trockengestell

#15 von Inge , 01.06.2010 13:22

... hast du schon einmal einen Korbboden repariert ?

Mein FischerKörbchen, das ich gerne in den Wald zum Sammeln diverser Dinge mitnehme, verliert langsam seinen Boden. Die unteren Kanten lösen sich langsam vom Rest des Korbes. - Ich sollte vielleicht nicht so viele Steine mitnehmen

Hättest du einen Tip, wie ich das einfach und schnell reparieren kann ?

LG

 
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