Heilquelle im Ohmbachtal - Rhein-Sieg-Kreis

#1 von Basco , 03.12.2009 15:10

Hah, Kraftort im Rhein-Sieg-Kreis - Das kann ich auch!
Hier die Geschichte und am Schluss der link!
Liebe Grüße an alle! Basco

In der Nähe von Dierdorf liegt an der Mündung eines Baches der kleine Ort Grenzenbusch. Wandern wir den Bach aufwärts, so kommen wir zu einem breiten Talkessel, in welchem die Burg Grenz steht. Vor langer Zeit (etwa 800 Jahre) war Ritter Guntram Herr dieser Burg. Er war ein Raubritter. Schon sein Aussehen flößte den Menschen Furcht ein. Sein Körper war kräftig und tückisch, sein Haar rot und struppig. Mit Schwert und Lanze konnte er gut umgehen. Gern suchte er den Streit. Jagd und Saufgelage waren seine liebsten Beschäftigungen. Seine besten Freunde hielt nur die Furcht von ihm ab, seine Feinde zu werden.

Im 30. Lebensjahr wollte er sich eine Gemahlin auf die Burg holen. Er brauchte einen Sohn als Erben. Das Burgfräulein Agnes von Hartenfels war die Auserwählte. Er versuchte erst gar nicht, durch Liebenswürdigkeit die Zuneigung des Burgfräuleins Agnes zu erringen. Durch Drohung und Gewalt zwang er den Vater, ihm seine Tochter zur Ge-mahlin zu geben.

Für Frau Agnes wurde es ein bitteres Leben. Schon bald nach der Hochzeit kümmerte sich Ritter Guntram nicht mehr um seine Frau. Als Frau Agnes ein Kind erwartete, blickte sie etwas hoffnungsvoller in die Zukunft. Würde Ritter Guntram sich nicht auf seinen Stammhalter freuen und vielleicht doch etwas freundlicher werden? Aber kein Knabe, sondern ein Mädchen wurde geboren. Ritter Guntram war bitter enttäuscht und kümmerte sich nicht um Frau und Kind. Kaum wußte er, daß seine Tochter auf den Namen Mathilde getauft war. Frau Agnes wurde immer trauriger. Jetzt erst ja der Vater, Bruno von Hartenfels in welches Unglück er seine Tochter gezwungen hatte. Um ihr zu helfen, schickte er seinen Burgkaplan zur Tochter auf die Burg Grenz. Dieser Burg-kaplan, Pater Anselmus, wurde von Ritter Guntram geduldet. Er konnte der Burgherrin mit Rat und Trost helfen. Auch um die kleine Mathilde kümmerte er sich. Bei ihm lernte sie Lesen und Schreiben und Harfe spielen. Auf Ritter Guntram hatte er jedoch keinen Einfluß.

Oft wanderten die Burgfrau und die Tochter durch das Land und halfen, wo sie in den Dörfern Not und Armut antrafen. Eines Tages wurde ein Gefangener in der Burg Grenz in den Kerker geworfen. Es war der Kohlenbrenner Anton. Er hatte in seinem Gemüsegarten mit einer Schlinge einen Hasen gefangen. Da das Wild dem Burgherren gehörte, war er schludig geworden. Jonas Gierig, der den Hasen in der Köhlerhütte hängen sah, lief zum Ritter Guntram und meldete sofort diese Freveltat. Er hoffte auf eine gute Be-lohnung des Burgherren. Ritter Guntram war über die Tat des Kohlenbrenners Anton sehr erbost und bestafte ihn hart und grausam. Er befahl, ihn zu blenden, damit er sein Augenlicht verlor, und dann in den Kerker zu werfen. Alle Bitten der Burgfrau und der Tochter halfen nichts. Ritter Guntram ließ die Strafe ausführen. Nachdem der Kohlen-brenner Anton sein Augenlicht verloren hatte, schickte er ihn jedoch nach Hause, wo er von seiner Tochter Maria gepflegt wurde. Mathilde und ihre Mutter halfen dieser un-glücklichen Familie, indem sie Heilsalben und Lebensmittel in die Köhlerhütte schickten. Der Jäger Ulrich war der Herrin treu ergeben und brachte die Geschenke zur unglück-lichen Familie.

Die Burgherrin hatte bisher schon viel Leid erfahren. Noch größer wude ihr Leid, als eines Tages ihre Tochter Mathilde das Augenlicht verlor. Sie konnte keine Blumen, keine Bäume und keinen Menschen mehr erkennen. Dieser Schmerz ertrug die Burgherrin nicht mehr. Eines abends verkündete die Burgglocke den Heimgang der Burgherrin. Mathilde war nun noch einsamer. Nur Pater Anselmus stand ihr zur Seite.

Als der deutsche König Adolf von Nassau zum Krieg rief, zog auch Ritter Guntram zu ihm. Der Jäger Ulrich mußte ihn als Waffenknecht begleiten. In der Nähe von Worms kam es zum Kampf und Ritter Guntram viel. Ulrich, der wie ein Wunder entkam, brachte die Kunde zur Burg Grenz. Nun hatte Mathilde auch ihren Vater verloren. Damit wurde aber ihr Schicksal nicht besser. Aus den vielen Freunde des Ritters wurden nun Feinde. Angeführt durch Jonas Gierig faßten sie den Plan, die Burg zu überfallen und die Beute zu teilen. Mathilde sollte in einen Burgverlies versteckt und Pater Anselmus getötet werden.

Pater Anselmus hatte sich jedoch schon in ein sicheres Unterkommen für die hilflose Mathilde bemüht. Im Nonnenkloster in Herchen war seine Schwester Äbtissin. Hier sollte Mathilde in Ruhe und Frieden ihr Leben verbringen. Dem Jäger Ulrich wurde die Burg zur Überwachung übergeben und in aller Heimlichkeit brach die Reisegesellschaft
nach Herchen auf. Ohne Störungen und bei strahlendem Sonnenschein erreichten sie die Höhen bei Obersaal. Zu einer Rast legte man sich in den Schatten der Eichen und Buchen, welche damals auf diesen Berghöhen standen. An der mitgeführten Speise wollte man sich für die letzte Wegstrecke stärken. Alle lechzsten nach einem frischen Trunk. Zwei Begleiter wurden ausgeschickt, um eine labende Quelle zu suchen. Bald kamen sie zurück und berichteten von einer Quelle am nahen Berghang. Froh eilten alle hin, erfrischten sich und tranken von dem köstlichen Nass. Auch Mathilde wurde an die Quelle geführt und kühlte ihr erhitztes Angesicht mit klarem Wasser und stillte ihren Durst. Traurig sprach sie: "O Gott, wäre es doch auch mir vergönnt, einen Blick auf diese schöne Gegend zu werfen". Als sie weiter ihr Anlitz mit klarem Wasser kühlte und diesen Wunsch ausgesprochen hatte, fingen ihre Augen an hell zu werden. Alle Gegen-stände erschienen ihr wie im Abenddämmerschein. War es Einbildung oder konnte sie wirklich sehen? Während die Glückliche fortfuhr, ihr Gesicht mit dem Wasser zu kühlen, traten die Gegenstände immer deutlicher hervor. Sie erkannte die Menschen, die Bäume, die Berge, das Wasser, die Sonne. Freudig erschreckt rief sie aus, "O Gott sei Dank, ich kann wieder sehen!" Überwältigt von diesem Erleben sanken sie und ihre Be-gleiter auf die Knie und dankten Gott für die wunderbare Hilfe. Frohen Mutes zogen sie weiter nach Herchen ins Kloster. Die Äbtissin ließ die Quelle einfassen und aus Dank-barkeit ein Kreuz errichten. Oft wanderte Mathilde noch von Herchen zur Heilquelle, um Gott für diese wunderbare Tat zu danken.

http://bvv-leuscheiderland.de/15718.html

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RE: Heilquelle im Ohmbachtal - Rhein-Sieg-Kreis

#2 von Basco , 03.12.2009 16:08

Hallöchen,
man fährt über die Uferstraße die Sieg entlang und nimmt im Ort "Bahnhof Herchen" die Brücke auf die andere Flussseite, Richtung Leuscheidt, an Werfen vorbei, weiter über die Landstraße und nach etwa 2 km geht links ein Waldweg ab zur Quelle. Etwas versteckt steht dort auch ein Hinweisschild. An der Einmündung kann man auch parken. Zu Fuss geht es 1 km durch den Wald bis man die Quelle erreicht. Man darf sogar über den Waldweg dorthin fahren. Es gibt einen Miniparkplatz mit Wendemöglichkeit. Das ist dann zu empfehlen, wenn man sich einen Kasten mit Heilwasser füllen möchte. Das Wasser schmeckt sehr gut und ist wohltuend reinigend. Ein ganz besonderer Ort, der unter dem Schutz eines Naturwesens steht (vermute ich, fühlt sich so an). LG Basco

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RE: Heilquelle im Ohmbachtal - Rhein-Sieg-Kreis

#3 von Hjördis ( Gast ) , 03.12.2009 16:19

Danke für den Tipp!
Du kannst dich übrigens im Cafe in der Eingangshalle vorstellen, wenn du magst....
Ansonsten hier schon mal herzlich willkommen hier bei uns!

Hjördis

RE: Heilquelle im Ohmbachtal - Rhein-Sieg-Kreis

#4 von Elysa , 13.07.2013 23:15

Hallo.
Nachdem ich über euer Forum auf diesen Kraftort im Ohmbachtal gestoßen bin, wollte ich mir die Quelle unbedingt gleich mal ansehen. Also noch am Nachmittag ins Auto und losgefahren. An der Quelle angekommen angekommen ging für mich die Anziehungskraft aber nicht von der Quelle selbst, sondern von dem gleich nebenan wachsenden Baum aus, der so wunderschön mit Moos überzogen war, dass ich ihn einfach berühren wollte. Beim planschen mit den Füßen im Wasser hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich gerne ein Erinnerungsstück an diesen schönen Ort mitnehmen wollte. Ich dachte an etwas wie einen schönen Stein, am liebsten weiß oder etwas anderes. Lange hab ich das Bachbett abgesucht aber nichts hat mich angesprochen. Enttäuscht ging ich wieder zum Baum, um einmal um ihn herum zu gehen. Auf der Rückseite des Baumes war in ca. 2m Höhe ein faustgroßes natürliches Loch. Irgendwie hab ich plötzlich gedacht "vielleicht ist da was drin" und hab nach oben gefühlt. Da lag ein Ring, das ist kein Witz. Ich bin bis jetzt total buff. Damit nicht genug. Am Fuß des Baumes auf einer Wurzel im Moos fand ich einen Augenblick später auch noch einen kleinen weißen Stein. Ich kann es selbst nicht glauben, aber es ist echt so passiert. Was haltet ihr davon? Ich beschäftige mich erst seit ein paar Tagen wieder intensiver mit (wie soll ich das sagen) naturspirituellen Dingen. Hab durch Zufall? ein Buch in die Hände bekommen und in ein paar Tagen ausgelesen. Dadurch erst kam ich erst auf die Idee, mal einen Kraftort auf zu suchen. Wie ihr merkt bin ich nun total überwältigt und weiß nicht mit wem ich reden soll und wer mir sagen kann, ob das alles nur Zufall ist oder wirklich passieren sollte. Nachdem ich eine Weile so ungläubig dagesessen habe, hatte ich den Drang, dem Baum ebenfalls ein Geschenk da zu lassen. Ich hoffe, dass mir dieses Erlebnis nicht irgendwann bedeutungslos wird.
Liebe Grüße an euch alle, die ihr mich ja noch gar nicht kennt.
Elysa

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RE: Heilquelle im Ohmbachtal - Rhein-Sieg-Kreis

#5 von wanderbenny , 15.07.2013 12:13

Halo Elysa,

Ich denke, irgend jemandem vor Dir ging es genauso und diese Person hat dann einen Ring als Dank in den Baum gelegt.

liebe Grüße
Wanderbenny

 
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