RE: König Arthur

#16 von Solitaire , 30.11.2009 22:55

Hallo zusammen,
habe mir kürzlich Christopher Snyder's "The World of King Arthur" mitgenommen, vielleicht wirft das ein wenig Licht auf den Mythos "Arthur" (bin aber noch nicht zum Lesen gekommmen).

Ich denke mal, ein Faszinosum an Arthur ist auch seine Rolle als "the once and the future king", quasi als Heilsbringer, der dann wieder in Erscheinung tritt, wenn ihn sein Land am Nötigsten braucht. Erinnert das nicht auch an ähnliche Legenden um Barbarossa, Friedrich II und Karl den Großen?

 
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RE: König Arthur

#17 von Oak King , 01.12.2009 01:37

Ich glaube um wirklich hinter den Sinn der Gestalt des Arthur zu kommen muss man wohl viel, viel weiter in die Verganhenheit zurueckgehen als es die noch vorhandenen Schriftstuecke erlauben. Immer wieder fuehlt man sich versucht nach einem historischen Charakter zu suchen auf den die Beschreibung am ehesten passt - selbst die 'Gelehrten' werden sich wohl fuer immer darueber streiten - und die mittelalterlichen Romanzen vernebeln die Mysterien um die Herkunft und Rolle des Arthur nur noch weiter mit ihrem christlichen Schleier. Normalerweise gehen Helden von der Geschichte in die Legende ein und werden schliesslich als Goetter verehrt doch mit Arthur verlaeuft der Prozess genau anders herum und dies bringt offensichtlich Probleme mit sich.
Kein Zweifel dass der Gralsmythos eine der Zeit entsprechende Variante eines viel aelteren Kultes ist. Die Aehnlichkeiten mit Bran Fendigaid springen nur so ins Auge: anstelle des Grals haben wir den Kessel der Inspiration, Wiedergeburt und Transformation; wie Arthur machte Bran eine Seereise von der nur sieben zurueck kehrten, wie Arthur wurde er verraten und seines Hoheitsanspruches beraubt und es war wohl auch kein Zufall dass es Arthur war der Bran's Kopf von unter dem White Hill von London wieder ausgegraben hat der dort fuer Jahrhunderte Britannien vor auslaendischer Eroberung bewahrt hat.
Das zentrale Thema in beiden Mythen ist also die Ausuebung der Souveraenitaet ueber das Land, ein Anspruch der nur vom Land selbst gewaehrt werden kann. Es ist dieser Aspekt der mir Arthur als Symbolgestalt/Halbgott nahebringt. All die spaeteren Verzierungen und Verrenkungen die eingebracht wurden um eine ueberwiegend normannisch-christliche Leserschaft zu befriedigen dienen lediglich dazu den Symbolgehalt des mythologischen Arthur zu verwaessern und uns den Zugang zu den Mysterien die hinter der urspruenglichen Legende stecken zu verwehren.
Blessings of the winter frost,
Holger

P.S.: Heimlich muss ich aber doch zugeben das auch ich mich dem Charme eines gut gemachten Arthur-Filmes nicht erwehren kann, aber das ist dann auch als was ich es sehe - ein Film, weiter nix!

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RE: König Arthur

#18 von Moondog , 09.01.2011 11:57

King Arthur, der weiter oben erwähnte Prinz Eisenherz und viel später die Nebel von Avalon... Mythen, Comics, Fantasyromane...
Aber genau das war mein "Einstieg"... und rückblickend, wie sonst sollte er stattgefunden haben in einem eher katholisch geprägten Elternhaus, in dem obendrein Bücher verpönt waren (das macht nur "Flausen" im Kopf... )!? Internet kam erst sehr viel später. Ich denke ich stehe da nicht alleine...

Von da aus war das "Gefühl" da, mein Interesse geweckt und ich fing an nach Quellen zu suchen so gut das damals eben ging... Ich sehe die Arthur-Geschichte unter genau diesem Aspekt... als eine Art Wegweiser Beweise für seine reale Existens, bzw. Nicht-Existens sind natürlich hoch-interessant aber für mich ändert das Nichts mehr.

Liebe Grüsse
von Moondog

 
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RE: König Arthur

#19 von Nagaroon , 09.01.2011 12:27

Moin,

Zitat
Gibt's hier noch mehr Artus-Fans?



Klar und ich kann sagen das nur ich im Besitz der alleinigen Wahrheit über Artus bin ....

Und das Buch dazu erscheint im lauf des Jahres dann ...

Hier ein keiner Auszug:

Zitat
Arturius Historika

Inhalt:

Gut dreißig Jahre nach dem Tode König Artus macht sich der römische Gelehrte
Aulus Curius Memorius auf den Weg nach Britannien um über die berühmten Taten
des König Artus von Britannien eine Chronik zu verfassen, die Arturius Historika.
Doch zu Beginn des 6. Jahrhunderts ist die Welt nicht so wie sie der römische
Gelehrte zu glauben kennt.
Die legendäre Tafelrunde ist seit fast 30 Jahren aufgelöst und in Britannien kämpfen
die Sachsen, Angeln, Iren und Pikten mit den wenigen verbliebenen Fürsten um die
Vorherrschaft in Britannien. Das Land versinkt im Chaos. Es regiert das Recht des
stärkeren und nichts ist mehr geblieben von dem viel besungenen ruhmreichen
Tagen des Königs Artus von Britannien.
Aber auch Artus und seine Tafelrunde entpuppen sich als alles andere als heldenhafte und
ruhmreiche Ritter. Die Wahrheit die Aulus zu Tage fördert sieht anders aus.
In einer Taverne Mitte in der Wildnis in der Bretagne trifft er auf Dagonet.
Ein Zeitzeuge der Artus, Lanzelot, Merlin und die anderen noch als Kind persönlich
kennen gelernt hatte und dessen Großvater von Utha Pendragon, den Vater von
Artus zum Ritter geschlagen wurde.
Das Bild das der römische Schreiber bekommt ist ein ganz und gar ein anderes als das man
aus den Erzählungen kennt.
Keine der Figuren dieser Geschichte hat auch nur annähert etwas Ruhmreiches an
sich. In den paar Tagen, die der römische Schreiber in Dagonets Taverne verbringt
erfährt er die schonungslose Wahrheit, z.B. über den übermäßigen Drogenkonsum
des Merlin, über die nie so stattgefundenen Heldentaten des berühmten Lancelot, so wie alles über sexuelle Ausrichtung und vorleiben des König Artus und die Feierfreudigkeit seiner Gemahlin Ginover, welche sich als Partyluder des Frühmittellaters entpuppt.
Jedes Mitglied der Tafelrunde hat eine dunkle Geschichte die erst jetzt hier erzählt
wird...




Ja einigen wird das nicht gefallen daber das ist die dunkle Seite von Camelot ...

Auf die Idee zu diesem Buch kam ich nach dem ich sehr viel Artussagen gelesen hatte und die obwohl sie anders waren doch irgendwie gleich und sich alles irgenwie wiederholte ...
Also dachte ich mir es ist an der Zeit die Sache mal von der ganz anderen Seite zu erzählen ...
auch wenn es vielen Leuten nicht gefallen wird ...

 
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RE: König Arthur

#20 von Moondog , 09.01.2011 13:27

@ Nagaroon: Na da bin ich mal gespannt... Ich hoffe Du gibst Bescheid wenn es was zu lesen gibt

Liebe Grüsse von Moondog
...die all die anderen Artus-Romane schon "durch" hat

 
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RE: König Arthur

#21 von Christian , 09.08.2011 23:40

Hallo, ich habe mich auch mit König Arthur beschäftigt.

Vorallem weil mich persönlich Merlin interessiert.

Ich finde diese Geschichte ist eine sehr tiefgreifende Geschichte, die wohl mehr Wahrheit beinhaltet als wir im Stande sind zu erkennen.

Es gibt immer mehrere Wahrheiten an einer Sache. Und die Wahrheit die José Argüelles channelt, ist eine atemberaubende wie ich finde. Man muss offen für neues oder gar anderes sein wenn man sie verstehen will. Ich möchte einen kleinen harmlosen Auszug daraus bringen:

"Bevor der Adler sich in die Lüfte erheben kann,
Muß der Magier den Morgenhimmel malen;
Sobald der Adler über den Himmel gleitet,
Muß der Magier hoch über ihm die Sterne verteilen;
Von den Wurzeln bis zur Krone trägt der Baum des Magiers
Blätter und Früchte, um euch zu befreien.”

Die Arkturus-Probe(Verbindung zu König Arkthus) beschreibt eine Geschichte der Galaxie in Bezug auf die Erde.
Sie beschreibt das Zeitschiff Camelot und den Magier Merlyn, die Bedeutung von Drachen und das Wechselspiel der Dimensionen.

Viel Spaß

http://www.maya.at/Literatur/dow...s-Probe.pdf


--Christian

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RE: König Arthur

#22 von Siat-Jahtneferet , 04.03.2012 14:35

Zitat von Inge
Könnte vielleicht interessant sein:

"Arthur- Erfindung eines Königs" ; Dokumentarfilm, Freitag den 4. Dezember um 20 Uhr15 in Phönix
(dauert allerdings nur eine halbe Stunde )


Hallo zusammen.

Ich weiss, der Thread ist bereits schon etwas eingestaubt... *Staub wegpust*
Bei YouTube ist die Dokumention zu finden (allerdings ist die gute 1.5 h Stunden lang... Ich weiss daher nicht, ob es tatsächlich dieselbe ist?! Vom Title her nehme ich es einfach mal an.) :
http://www.youtube.com/watch?v=4Ewspcevqbw

Liebe Grüße!

Siat-Jahtneferet  
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