Der Wasser-Fußabdruck

#1 von Solitaire , 17.11.2009 18:20

Auch ein interessantes Thema, das uns alle angeht, ist der sog. "Wasser-Fußabdruck", d. h. die Menge Wasser, die verbraucht wird, um ein bestimmtes Konsumgut herzustellen. Näheres dazu findet ihr hier:

"...Oft lässt ein Produkt gar nicht erahnen, wie viel Wasser für seine Produktion benötigt wurde. Hinter einem Paar Lederschuhe verbergen sich beispielsweise 8.000 Liter virtuelles Wasser, die für die Versorgung einer Kuh benötigt werden. In einem Hamburger stecken 2.400 Liter. Der Anbau von genügend Baumwolle für ein T-Shirt verschlingt etwa 4.000 Liter Wasser. 1.500 Liter virtuelles Wasser stecken in jedem Kilogramm raffiniertem Zucker...."

http://www.wwf.de/themen/politik/wasserp...er-fussabdruck/

 
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RE: Der Wasser-Fußabdruck

#2 von Inge , 17.11.2009 18:30

Sicherlich ist Wasser ein wertvolles Gut und wird immer wertvoller- da knapper und einige ... (wie soll ich sie nennen? Menschen paßt hier für meine Begriffe nicht) wollen das Wasser privatisieren, sprich die Kontrolle darüber haben

Es ist leider, wie bei deinem Beispiel angemerkt, nicht vermeidbar, daß für bestimmte "Konsumgüter", auch Lebensmittel ... Wasser verwendet wird. Es gilt da, meiner Meinung nach, abzuschätzen, wo Wasser verwendet und wo es verschwendet wird. Ich hasse z.B. die kleinen Päckchen im großen Päckchen... was zusätzlich noch eine Umweltbelastung, wegen überflüssigem Abfall ist

LG Inge

 
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RE: Der Wasser-Fußabdruck

#3 von Rainer , 17.11.2009 18:47

@Solitaire, spannendes Thema! Es ist gut wenn sich um die Verschwendung von Wasser wirkliche Gedanken gemacht werden. Wenn ich z.B. Golfplätze oder Eishallen in der Wüste sehe, fällt mir nix mehr ein. Aber wir können uns genauso gut an die eigene Nase packen. Unsere Industrie und Privatverbraucher gehen auch noch z.T. recht verschwenderisch mit dem kostbaren Gut um.

....finde das rechte Maß!.....

LG

Rainer
)O(

 
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RE: Der Wasser-Fußabdruck

#4 von angelikaherchenbach , 17.11.2009 19:30

Das Thema "Wasser" ist eins der traurigsten im Zusammenhang von dem, was so unter "Entwicklungshilfe" läuft, selbst da, wo auf "Nachhaltigkeit" geachtet wird.
Weiß aus persönlicher "Quelle" von einem Brunnen in der Sahel-Zone, der ein wirklicher Segen für das Dorf war.
Dann ging die Pumpe kaputt.
Die Reperatur wäre relativ einfach und billig vor Ort zu bewerkstelligen - scheitert aber an Stammesfehden bzw. an der Willkür der örtlichen Politiker.

Die Hilfsorganisation, die das Ding gebaut hat, ist längst woanders aktiv und kann von den Dorfbewohnern auch nicht erreicht werden.

jahre ohne Wasser - dann 2 Jahre lang frisches, kostenloses Wasser - und jetzt seit 3 jahren nix mehr...
Da kann man sich nur noch die Haare raufen.

Angelika

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RE: Der Wasser-Fußabdruck

#5 von Timo , 17.11.2009 21:00

Das Meiste der 8000 Liter ist mit Sicherheit nicht verschwendet, sondern bestimmt schlichtweg genutzt, wie du schon gesagt hast für die Kuh zum trinken oder so. Die Rechnung müsste man mal im Detail genau sehen... Letztlich ist es eh so, dass an einem Paar Socken für nichtmal 5€ zig Menschen und Tiere dran hängen, bis das ganze im Discounter liegt, da können schon etliche Liter Wasser zusammenkommen.

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden ob er es verantworten kann in der einen oder anderen Situation mal das Wasser laufen zu lassen, oder ob er sich besser fühlt das Wasser auch für kurze Zeit ab zu stellen. Man muss sich und andere darauf schon bewusst machen, da sonst nichtmal ein Gedanken ans Wasser verschwendet wird.

Und ich kann Rainer einfach nur zustimmen:

Zitat von Rainer
....finde das rechte Maß!.....



just my 2 cent ^^

 
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RE: Der Wasser-Fußabdruck

#6 von Solitaire , 17.11.2009 21:05

Zitat von Inge
Ich hasse z.B. die kleinen Päckchen im großen Päckchen... was zusätzlich noch eine Umweltbelastung, wegen überflüssigem Abfall ist



Jepp, das ärgert mich auch immer, deshalb achte ich darauf, entweder von vornherein eine Großpackung zu nehmen oder eben Nachfüllartikel. Zumal wir als Endverbraucher ja sowieso noch die doppelte Verpackung mitbezahlen.

 
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RE: Der Wasser-Fußabdruck

#7 von Solitaire , 17.11.2009 21:08

Zitat von Rainer
Wenn ich z.B. Golfplätze oder Eishallen in der Wüste sehe, fällt mir nix mehr ein. Aber wir können uns genauso gut an die eigene Nase packen. Unsere Industrie und Privatverbraucher gehen auch noch z.T. recht verschwenderisch mit dem kostbaren Gut um.



Yepp, Rainer, sehe das auch so. Wobei, wenn man sich mal die ganzen Vergnügungsinseln anschaut, die in den Emiraten so aus dem (Meeres)Boden gestampft werden - das ist schon krass.

 
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RE: Der Wasser-Fußabdruck

#8 von Solitaire , 17.11.2009 21:12

[quote]Dann ging die Pumpe kaputt.Die Reperatur wäre relativ einfach und billig vor Ort zu bewerkstelligen - scheitert aber an Stammesfehden bzw. an der Willkür der örtlichen Politiker.[quote]

Das kommt leider häufiger vor als man denkt. Wobei es mich da immer wundert, dass dann die Frauen, die ja in den meisten Fällen die Leittragenden sind, denn sie müssen ja dann das Wasser aus den oft Kilometer entfernten Wasserlöchern/Brunnen herbeischaffen - nicht mehr Druck auf ihre Männer ausüben können, aber ich denke mal, das liegt dann wohl auch am dortigen Bild der Rollenverteilung.

 
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