Lughnasadh 01.08.

#1 von Brianna , 05.07.2008 14:15

1. August
Lammas, Lughnasa, Erste Ernte, Heidnisches Erntedank, Augustabend, Elembious, Ceresalia, Fest des Brotes
(Mehr zu dem genauen Zeitpunkt des Festes hier: f84t89-jahreskreisfeste-im-ueberblick.html)

Symbole:
Getreidekörner, Brot, Vollmond
Farben:
Rot, Gold, Gelb, Grün, Orange
Pflanzen/Steine:
Geteide, Reis, Ginseng; Öle: Eukalyptus, Safran; Steine: Gelber Diamant, Zitrin, Sonnenstein

Das große Ernteritual (im keltischen Glauben ist dies die Feier des Korngottes), das Fest der Ernte. Es wird viel und gut gespeist und getanzt.
Die Erntezeit beginnt mit diesem Fest und endet mit Alban Elfed, der Wintersonnenwende (wobei manche Heiden die Erntezeit mit Samhain beenden, der 'Ernte des Blutes' wo die alten und kranken Tiere geschlachtet werden). Früher fingen jetzt die Bauern an sich für den Winter vorzubereiten. Dazu gehört nicht nur das ernten, sondern auch das einmachen, pökeln, und anderweitig Speisen haltbar machen.

Manche Heiden feiern diesen Tag auch nur als Backtag von Kuchen und Brot für den kommenden Winter und begehen keine Rituale, ausser das sie die Speisen, die sie zubereitet haben, segnen.

Es wird als eine Zeit gesehen, in der der Sonnen-Gott seine Kraft wieder langsam verliert während die Sonne jeden Tag weiter nach Süden wandert und die Tage wieder kürzer werden. Die Göttin sieht es mit Sorge und zugleich mit Freude; sie erkennt zwar das der Gott im Sterben liegt, doch auf der anderen Seite zugleich in ihr als ihr Kind wieder wächst.

Als Gott von Licht und Feuer ist anzunehmen das der Name Lugh (keltischer Sonnengott) von der lateinischen Wurzel 'lux' kommt, was Licht heißt. Er ist eine spätere Version der Götter-Namen Baal /Beli oder Balor.
In der irischen Sagenwelt war Lugh der Anführer der Tuatha Dé Danann.

Für uns in der heutigen Zeit ist es eine Zeit um die 'seelische' Ernte einzufahren, noch einmal richtig Gas zu geben und die Früchte der eigenen Arbeit aber auch zu genießen und dafür zu danken.

Astrologisch gesehen findet Lughnasadh statt, wenn die Sonne in den 15° des Sternzeichens Löwe (fixes Feuerzeichen) eintritt. Obwohl Lughnasadh dem Element Luft zugeordnet wird, ist es in unseren Breitengraden doch eher ein Feuerfest, das oft die heißeste Zeit im Jahr markiert.

 
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RE: Lughnasadh 01.08.

#2 von Sommerfalke , 05.07.2008 23:33

Hi Brianna!
Schön, daß du die Feste hier ein wenig anreißt. Allerdings will ich anmerken, daß es ursprünglich nicht der Gott war, der stirbt, sondern seine Mutter, also die Göttin. Die Geschichte, das Lughnasadh das Sterben des Gottes zum Thema hat, ist ziemlich neu und so weit ich weiß (aber da bin ich nicht ganz sicher) auf die Farrars zurückzuführen... oder vielleicht auch auf Sanders oder andere frühe Wiccas. Vielleicht kennt sich da jemand besser aus, was die Details, sowohl des ursprünglichen keltischen Mythos, wie auch des neuen Wicca-Mythos zu Lughnasadh angeht?

 
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RE: Lughnasadh 01.08.

#3 von Brianna , 06.07.2008 15:13

Hallo Turquoise,

da hast du mich falsch verstanden. Der Gott stirbt nach diesem Zyklus zu Samhain, um dann an Yul wiedergeboren zu werden. Dieser Zyklus (der des Sonnengottes) ist 'Religions'-übergreifend und kommt nicht von den Farrars oder Sanders oder Wicca an sich, sondern aus der älten Mythenwelt, die von den Wicca-Autoren nur wieder aufgegriffen wurde.

Der Zyklus beschreibt im Grunde nichts anderes als die Phasen der Sonne über das Jahr hinweg und die Jahreskreisfeste als dessen Eckpunkte, vor allem natürlich die Tag-und-Nacht-Gleichen und die Sonnenwenden. Da die Sonne in manchen Pantheons als männlich gesehen wurde, wir der Gott oft mit der Sonne gleichgesetzt und die Göttin mit der Erde und dem Mond. Das ist aber auch in anderen Sprachkreisen verschieden.

Da dieses Forum auf das Druidentum ausgerichtet ist und das wiederrum hautpsächlich auf den keltischen Pantheon werde ich mich in den Beschreibungen auch auf diese Mythen-/Sagenwelt und diesen Pantheon weitgehendst beschränken. Wobei ich mich da nicht sehr 'beschränken' muß.

Im Druidentum wird auch weitgehendst die Sonne mit dem Männlichen verbunden und Erde und Mond mit dem weiblichen.

Für mich persönlich hat sich das schon immer sehr richtig angefühlt. Außerdem reden wir ja auch hier immer von Metaphern, der Sonnengott 'stirbt' ja nicht wirklich, die Sonne scheint ja weiter, aber die Zeit zwischen Samhain und Yul ist in, ich möchte sagen allen heidnischen Richtungen die dunkelste Zeit, die Zeit zum in sich Kehren, reflektieren und zum abschließen.

Wenn man ins Detail gehen will müsste man erst mal darüber diskutieren welchem Jahreszyklus man sich widmet, denn da gibt es x verschiedene die das ganze jahr und deren Abläufe erklären. Nimm nur mal den von Demeter, die Unterweltzyklen, den der dreifaltigen Göttlichkeit, den der verschiedenen Pantheon-bezogenen usw....




So viel zum Hintergrund.

 
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RE: Lughnasadh 01.08.

#4 von Sommerfalke , 09.07.2008 19:12

Hi Brianna!

Du trägst gerade Eulen nach Athen. Natürlich ist der Sonnenzyklus älter und deine Ausführung stimmt. Dein Ausgangsposting hörte sich nur so an, als bezöge sich der Tod des Gottes direkt auf Lughnasadh, bzw. Lugh. Und wenn du dich mal umhörst dann heißt es bei vielen Heiden und Wiccas immer Lugh würde zu Lughnasadh geopfert, eine Geschichte, die schlichtweg nicht stimmt, sich aber hartnäckig hält. Ich dachte du wärest diesem Mißverständnis auch aufgesessen. Aber offenbar nicht! Nix für Ungut!

Gruß
Turquoise

 
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RE: Lughnasadh 01.08.

#5 von Brianna , 10.07.2008 18:56

Ahso. Tja, so schriftliche Kommunikation hat auch manchmal nachteile vor allem nach einem

 
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