RE: Druide und Kampf

#106 von Luvon , 17.11.2009 09:08

Hallo Miteinander,

habe mich erst vor ein paar Tagen hier angemeldet und muß sagen, dass es schon sehr interessant ist; also dieses Forum.
Möge es mich auf meinem Weg weiterbringen.

Aber nun zum Thema:
Ich lese gerade das Buch von Jean Markale "Die Druiden-Gesellschaft und Götter der Kelten".
Hier ein Auszug aus dem "De bello gallico, VI, 13":

"An der Spitze der Druiden steht derjenige, der bei ihnen das größte Ansehen genießt. Nach seinem Tod tritt der an seine Stelle, der alle
anderen an Würde überragt; wenn es aber mehrere Bewerber gibt, entscheiden die Stimmen der Druiden, bisweilen sogar die Waffen den
Wettstreit."

O.K. ist von Cäsar und ich tu mich eh immer schwer was zu glauben, was ich nicht nachprüfen kann.
Aber dies wäre zumindest eine historische Anmerkung dazu.

Wahrheit muß man im Herzen erleben und kann nicht nur durch lesen zur wirklichen Wahrheit werden.
Meiner Meinung nach...


Liebe Grüße...

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RE: Druide und Kampf

#107 von Saikka , 04.12.2009 11:13

Hab mir eben nochmal ein paar Diskussionsbeiträge durchgelesen und finde, das Thema hat soo viele Seiten.

Hi Solitaire, du hast Recht. Viele Leute trauen sich häufig aus ganz existenziellen Gründen nicht mehr, zu sich und ihrer Kraft zu stehen, weil irgendein Dödel mehr zu sagen hat, der aus seiner Veranwtortung für andere nur persönliche Macht für sich selber ziehen will. Und man kann aus vielen Gründen heraus erpressbar sein. Ich meine auch nicht, dass Mobbing ein Underdog-Problem ist.
Aber wie Brianna schreibt: der Leitwolf gewinnt. Und vielleicht muss man sein Revier wechseln, wenn man an jemanden gerät, der Leitwolf sein will, seinem Wesen nach aber eine Hyäne ist. (eine Entschuldigung an alle Hyänen, ich meine das Klischee von ihr) Über kurz oder lang beißt der Wolf zu! Dann ist es besser zu gehen, bevor man sich eine Fleischvergiftung holt.

Vielleicht gibt es noch ein paar Ideen u? Freu mich auf eine weitere Diskussion.

LG Saikka

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RE: Druide und Kampf

#108 von lordi , 16.01.2014 20:05

heureka
könntest du mir die quelle für "Ich zitiere hier gerne hier die Galater (als Nachfahren der Volcae, im Rheinland zu Hause, da kommt unser Wort Volk her)
Alexander der Grosse:"Wovor fürchtet ihr euch?"
Keltenfürst:"Vor nichts, ausser das uns der Himmel auf den Kopf fällt" nennen in der das stheht ( ein buch oder so)

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RE: Druide und Kampf

#109 von Thaddaeus , 17.01.2014 19:50

Ich bin kein Geschichtsforscher und habe die verschiedensten Dinge über Druiden gelesen, sowohl Sachbücher als auch Prosa. Was Sachbücher angeht, sind gerade die Franzosen bedeutend aktiver gewesen als wir im deutschsprachigen Raum, aber langsam wird aufgeholt oder zumindest mehr übersetzt...

Die Waffenaufzählungen, die mir bewusst sein, lauten auf Lanzen/Speere, Keulen und Dolche sowie Schilde. Schwerter kamen nur begrenzt vor und sind vielleicht auch nachträglich in Erzählungen eingefügt, da bin ich jetzt überfragt. [eine Quelle: "Les Druides", LeRoux/Guyonvarc'h]

Der Stab diente weniger als Waffe; erst unter den christlichen Wandermönchen, auch und gerade der keltischen Kirche, tat sich der Stab als Waffe auf. Nicht, weil er besonders einfach oder unaufällig war, sondern weil es den Geistlichen verboten war, offene Wunden zu schlagen, sie aber lernten, ihren Gegner, äußerlich unblutig, damit die Köpfe einzuschlagen. [aus der Erinnerung]

Da sich die Traditionen mit der Zeit vermischten, wurde irgendwann der Stab als die universelle geistliche Waffe angesehen - aber wir leben ja auch in einer christianisierten Kultur und müssen erst den romantisierenden Nebel des 19ten Jahrhunderts auf frühere Zeiten durchdringen, um mehr zu erkennen... [aus der Erfahrung]

Druiden war Richter und Friedensstifter und versuchten tatsächlich auch, Armeen direkt vor dem Konflikt noch einmal zur Besinnung zu bringen. Aber wenn es denn zum Kampf kam, war es nicht unüblich, dass sich einige, nicht alle, von ihnen daran beteiligten, als Kämpfer, Beschwörer, Musiker oder sogar Anführer. Sie hatten jedoch, im Gegensatz zum übrigen Volk, die bedingungslose Wahl, sich vom Kriegshandwerk freistellen zu lassen. [div. Quellen]

Welche Art von Druiden war die häufigere? Wahrscheinlich die friedlichere Art, sonst würdn die kriegerischen Druiden nicht so hervorgestellt werden. Aber dies ist nur eine Vermutung.


"Der archimedische Punkt, von dem aus ich an meinem Ort die Welt bewegen kann, ist die Wandlung meiner selbst."
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RE: Druide und Kampf

#110 von Thaddaeus , 17.01.2014 19:52

Zitat von lordi im Beitrag #108
heureka
könntest du mir die quelle für "Ich zitiere hier gerne hier die Galater (als Nachfahren der Volcae, im Rheinland zu Hause, da kommt unser Wort Volk her)
Alexander der Grosse:"Wovor fürchtet ihr euch?"
Keltenfürst:"Vor nichts, ausser das uns der Himmel auf den Kopf fällt" nennen in der das stheht ( ein buch oder so)



Diese Aussage wird sowohl in "Die Druiden" als auch "Die Kelten" (Herm) erwähnt; inwiefern sie von zeitgenössischen Autoren erfunden bzw. erfahren wurde, ist nicht bekannt, aber diese Aussage wurde damals wohl tatsächlich über die Kelten getroffen...


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RE: Druide und Kampf

#111 von elHakim , 17.01.2014 21:52

Die Galater waren wohl Nachfahren der Donau-Kelten, die nach Kleinasien auswanderten. Das Zitat wird einem gewissen Pausanias "Beschreibung Griechenlands" zugeschrieben, der aber doch 2 Jahrhunderte nach dem Zitat (datiert auf 335 BC) lebte.


"„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“
Lucius Annaeus Seneca (in: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), XVII/XVIII, CIV, 26)"
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