RE: Druide und Kampf

#91 von Deepthought , 19.06.2009 14:36

Ah Brianna,

in der Tat die Seite mit Deinem Vorschlag war mir entwischt
Also ich faend es toll. Mit Energie ausgefuehrte Kata sind neben dem Training fuer den Kampf auch aeusserst meditativ.

 
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RE: Druide und Kampf

#92 von Inge , 19.06.2009 14:51

@ Petra



... das seh ich genau so

Wer ist denn in der Lage, sich in die damalige Zeit richtig reinzuversetzen ??? Die Lebenssituation, die Lebensbedingungen, der Hunger, die Angst, die Abhängigkeit von der Natur.... Kein Geschichtsbuch kann uns, meiner Meinung nach die genauen Umstände beschreiben. Wir müßten schon einen Zeitsprung machen, um uns eine "ungefähre" Vorstellung machen zu können. Dann wäre aber zu Beachten, in welchen gesellschaftlichen Kreis, in welcher landschaftlichen Umgebung... man reisen würde... Ich kann für mich einige Rückschlüsse ziehen und darüber philosophieren, wie was und warum gewesen ist. Das wäre aber auf meinen Mist gewachsen und reine Spekulation.

Hmmm, ich denke mal, das Mittelalter war auch nicht so leise, leer, sicher, sauber und gut riechend, wie wir es heute auf den Mittelalterfesten erleben....

LG Inge

 
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RE: Druide und Kampf

#93 von Oak King , 19.06.2009 19:39

Sehr vernuenftig, und sehr realistisch, eure Bemerkungen, MoonDancer und Inge.
Gibt uns das Mabinogion nicht auch Hinweise darauf das damals bei weitem nicht alles so friedlich war? Denkt z.B. an Gwydion, in unseren Kreisen normalerweise hochverehrt als Druide, Magier, Barde, shapeshifter usw., praktisch ein Halbgott. Hat er nicht seine Faehigkeiten missbraucht um durch Trickerei Pryderi's Schweine zu klauen und damit letztlich toedliche Schlachten ausgeloest? War er nicht der Drahtzieher hinter der Vergewaltigung von Math fab Mathonwy's 'virgin footholder' Goewin? Als Berater und Seher zu ihren Koenigen/Prinzen scheint es plausibel das Druiden mit ihren Gaben die beste Zeit fuer einen Feldzug diviniert haben um z.B. in harten Zeiten (und die waren sicherlich sehr oft hart) die Kuehe und/oder Weiber eines benachbarten Stammes fuer sich und ihr Ueberleben zu gewinnen.
Wie schon von anderen hier erwaehnt, Druiden von vor 2000 Jahren sind nicht Druiden von heute. Da ich felsenfest davon ueberzeugt bin dass alle und alles auf Erden Teil eines grossen Ganzen ist und jedes unserer Worte, Taten und selbst Gedanken schliesslich wieder in irgendeiner Form zu uns zurueck kommen, sollten wir grosse Obacht geben was wir sagen, tun und denken. Be careful what you wish for, you might just get it!!
Ich hab das Gefuehl ich komme jetzt etwas vom Pfade ab. Was ich sagen wollte ist, Verteidigung ja (selbst wenn das bedeutet wegzurennen), mehr aber nicht!
Mach mich jetzt auf die Socken zu einem kleinen get-together meiner Walisisch-Klasse, haben naemlich jetzt Sommerferien.
Friedvolle Gruesse,
Holger

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RE: Druide und Kampf

#94 von Inge , 19.06.2009 19:52

Zitat von Oak King
Wie schon von anderen hier erwaehnt, Druiden von vor 2000 Jahren sind nicht Druiden von heute. Da ich felsenfest davon ueberzeugt bin dass alle und alles auf Erden Teil eines grossen Ganzen ist und jedes unserer Worte, Taten und selbst Gedanken schliesslich wieder in irgendeiner Form zu uns zurueck kommen, sollten wir grosse Obacht geben was wir sagen, tun und denken. Be careful what you wish for, you might just get it!!



....

- und vor allem weiß man nie genau, "wie" der Wunsch in Erfüllung geht.... Also nicht nur "be careful what you wish for", sondern auch die Frage ganz genau überdenken und formulieren ...

LG Inge

- auf einen gemeinsamen MitSommerDrink ...

 
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RE: Druide und Kampf

#95 von Sinaris , 20.06.2009 16:06

Zitat von Inge
Hmmm, ich denke mal, das Mittelalter war auch nicht so leise, leer, sicher, sauber und gut riechend, wie wir es heute auf den Mittelalterfesten erleben....



Wenn Dich das Thema interessiert, würde ich Dir Empfehlen, Dir die aktuelle Karfunkel (MA Zeitschrift) zu besorgen. Die haben in der gegenwärtigen Ausgabe ein Special "Wie Schmutzig war das Mittelalter".



Ehre und Stärke
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RE: Druide und Kampf

#96 von Inge , 21.06.2009 14:59

Zitat von Sinaris
Wenn Dich das Thema interessiert, würde ich Dir Empfehlen, Dir die aktuelle Karfunkel (MA Zeitschrift) zu besorgen. Die haben in der gegenwärtigen Ausgabe ein Special "Wie Schmutzig war das Mittelalter"



... wie gut daß das Mittelalter "nur" visuell ( zum lesen ) dargestellt ist und man es dabei nicht riechen kann...

- aber Danke für den Tip. Vielleicht schau ich mal rein ( habe momentan leider zuviele Bücher neben der Couch liegen. Alles Bücher, die mich interessieren, aber so viele, daß ich mich nicht entscheiden kann, bei welchem ich anfangen soll ...

LG und noch einen schönen sonnigen Tag

Inge

 
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RE: Druide und Kampf

#97 von Riven , 07.10.2009 00:02

ich muss sagen, dass ich für mich selbst eine sehr pazifistische einstellung bevorzuge und jegliche form von unnötiger gewalt ablehne. jedoch arbeite ich auf einer psychiatrie und muss mich deswegen auch selbst verteidigen können und im notfall auch patienten, die selbst- oder fremdgefährdend sind deeskalieren können und hab auch dahingehend regelmäßig fortbildungen besucht.
es ist zwar immer eine niederlage, wenn gespräche versagen und man, sei es auch nur zum selbstschutz, zur handgreiflichkeit gezwunden wird, kann sie jedoch in diesem rahmen vertreten.
und ich denke, dass es einem druiden in vielen aspekten hier ähnlich geht.

 
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RE: Druide und Kampf

#98 von Brianna , 07.10.2009 08:00

Zitat
es ist zwar immer eine niederlage, wenn gespräche versagen und man, sei es auch nur zum selbstschutz, zur handgreiflichkeit gezwunden wird,



Lustig Riven. Das habe ich früher auch immer gesagt, aber inzwischen weiß ich das es Ausnahmen gibt.
Wenn dich jemand vergewaltigen will, versuchst du das erst auszudiskutieren?

Dafür gibt es den Notwehr Paragraphen und er ist berechtigt. Wenn mich jemand blöd anmacht hebe ich erst mal die Hände in defensiver Position und sage "Stop, ich will keinen Stress". Wenn er dann noch eine aggressive Geste auf mich zu macht, habe ich laut Gesetz das Recht mich mit all meinen Mitteln zu verteidigen, dem Angriff angemessen (heißt: Wenn er unbewaffnet ist, darf ich mich nicht mit einem Messer wehren. Wenn er ein Messer hat darf ich ihn die Kehle raushauen, denn das ist dann ein Angriff auf mein Leben)

Meine provokative Meinung: Der Grund warum wir so viel Mobbing haben ist, weil sich keiner mehr richtig wehren traut. Damit mein ich nicht gleich zuschlagen, sondern verbal und mit Gestig richtig hart ran gehen. Einschüchtern. Sich nicht alles gefallen lassen, so wie viele Ar.....er in unserer Gesellschaft. Die kommen damit durch, sehr gut sogar. Man kann sich auch aus den richtigen Gründen zur Wehr setzen, nicht nur weil man ein Depp ist Später sind die zaghaften dann immer beleidigt, das die Ar....er oft den Erfolg wegtragen.

Ich seh das andauernd. Kinder kommen zu uns und werden gemobbt und gehänselt. Nach 3 Monaten Kampfsporttraining und Situationsbesprechungen (sowas machen wir auch), schubsen sie dann mal zurück und lassen es sich nicht mehr gefallen. Plötzlich ist Ruhe und die Noten gehen hoch. (Wir wollen von allen unseren Schülern die Zeugnisse sehen).

 
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RE: Druide und Kampf

#99 von Riven , 07.10.2009 15:35

da will ich dir auch keinesfalls widersprechen. diese ausnahmen gibts natürlich. ich hab auch in einer rangelei im affekt einem patienten schon das handgelenk gebrochen, weil er mit einer schere auf eine kollegin losgehen wollte.
hat mir zwar für ihn leid getan, aber wirklich schlechtes gewissen hatte ich deswegen auch keins.
man kann jedoch viele heikle situationen mit ruhiger stimme und der richtigen gesprächstechnik entschärfen, bevor es zur eskalation kommt.

 
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RE: Druide und Kampf

#100 von Saikka , 09.10.2009 07:55

Meine provokative Meinung: Der Grund warum wir so viel Mobbing haben ist, weil sich keiner mehr richtig wehren traut. Damit mein ich nicht gleich zuschlagen, sondern verbal und mit Gestig richtig hart ran gehen. Einschüchtern. Sich nicht alles gefallen lassen

Hi Brianna,

ich sehe das genauso. Friedlich denken ist gut, aber entschlossen handeln ist besser. Unser Kungfu-Trainer sagt immer, der beste Kampf ist der, der vermieden wird. Aber einen Kampf zu vermeiden setzt voraus zu wissen, wie man/frau ihn führen kann. Und damit muss man/frau eben auch kämpfen können, wenns drauf ankommt. Und mit einer gewissen Aussstrahlung lassen die Leute eine sowieso in Ruhe. Aber eben, was ist wenn nicht...
Dann ist es wichtig, sich zu wehren, auch um solchen Leuten, die angreifen Grenzen aufzuzeigen. Vielleicht lassen sie es dann das nächste mal und jemand, der/die sich nicht wehren könnte, ist geschützt.

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RE: Druide und Kampf

#101 von Ruath , 09.10.2009 11:03

Ganz meine Meinung. Ich denke auch das es pflicht ist sich selber wenigstens etwas verteidigen zu können.
Ich habe früher (schulzeit) sehr häufig streß gehabt, Schlägereien auf dem Schulhof, dem nachhauseweg und co. Kurz nachdem ich mit Tea-kwon-do angefangen hatte nahm das auf einmal schlagartig ab.
Das liegt allerdings auch daran das man (oder frau) auf einmal ganz anderst mit provokationen umgeht.

Seitdem habe ich lustigerweise nur noch verbale auseinandersetzungen.

lg
Klaus

 
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RE: Druide und Kampf

#102 von Esme , 11.10.2009 19:30

Mit erlernen dieses Kampfsports hast du auch eine ganz andere Ausstrahlung und Körpersprache, sie zeigt das du bereit bist dich zu wehren und es kannst.
Seitdem hatte ich auch keine verbalen Kämpfe mehr, ein Blick reicht schon meistens.

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RE: Druide und Kampf

#103 von Ruath , 14.10.2009 12:17

Das fließt natürlich auch mit rein. Bei mir wars aber eher das ich mich nicht mehr beweisen musste, also auch von vorneherein nicht mehr so provokativ aufgetreten bin. Unbewusst halt. Und Verbale auseinandersetzungen, da war ich vieleicht etwas undeutlich, sind eher diskussionen gemeint.

 
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RE: Druide und Kampf

#104 von Solitaire , 09.11.2009 22:35

Zitat von Saikka
Meine provokative Meinung: Der Grund warum wir so viel Mobbing haben ist, weil sich keiner mehr richtig wehren traut. Damit mein ich nicht gleich zuschlagen, sondern verbal und mit Gestig richtig hart ran gehen. Einschüchtern. Sich nicht alles gefallen lassen



Sagen wir mal eher: Menschen lernen immer weniger, mit Konflikten umzugehen. Mobbing hat aber auch etwas damit zu tun, dass immer mehr Leute Angst um ihren Job haben und eben durch diese Angst erpressbar und manipulierbar geworden sind, dazu kommt noch, dass Unternehmen entdeckt haben, dass sie durch gezieltes Fördern von Mobbing Mitarbeiter/innen loswerden können. Es sind übrigens nicht immer nur die klassischen "Underdogs", die Mobbing zum Opfer fallen, häufig trifft es auch hochkompetente, fähige Leute, eben weil sie besser sind als der sie in der Gruppe umgebende Rest.

 
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RE: Druide und Kampf

#105 von Brianna , 15.11.2009 21:52

Saikka, ich stimme dir da voll zu. Tief in uns tragen wir immernoch Instinkte und egal welche Auseinandersetzung, der Leitwolf gewinnt, selbst wenn er auf dem Glatteis steht und kein Netz unter sich hat.

 
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