RE: Druide und Kampf

#46 von Brianna , 06.04.2009 08:59

Interessant Thorgan.

In Kobudo (Kampfsport mit Waffen) wird als erste Waffe der Bo unterrichtet, der Stab. Dabei handelt es sich einfach um einen Stab in Körperhöhe. Etwas später kommen die Kamas. (siehe Bild). Klingen für mich etwas wie die Frauen-Messer die du beschrieben hast.

 
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RE: Druide und Kampf

#47 von Siska , 16.05.2009 12:27

Zitat von Brianna


Für Druiden ist die Erhaltung und Verbreitung von Frieden sehr wichtig und das nicht nur völkerübergreifend, sondern auch im Kleinen in der eigenen Lebensweise und dem Umgang mit den Mitmenschen.
In OBOD Ritualen wird z.B. Gefühle und Energie von Frieden in alle Himmelsrichtungen gegeben.

Daher denke ich schon das sich das mit der heutigen Wehrpflicht nicht verträgt, aber ob es da erfahrungen gibt weiß ich nicht. Das ist aber eine sehr interessante frage die ich mal im englischen OBOD Forum anschneiden werde und dann hier wieder berichten werde.



Auf diesen Absatz möchte ich nun genauer eingehen. Zum Einen aus Interesse zum anderen aus reiner Neugier ( eurer Meinung betreffend).

Wie es den Weg der Ovarten, Barden und Druiden gab so gab es auch bei den Kelten den Weg des Kriegers.
Der Krieger genoss zwar ein niedrigeres Ansehen als ein Druide, konnte aber im Endeffekt wenn es um Entscheidungen ging genauso viel bewirken wie ein Druide. Außerdem standen die meisten Druiden hinter den Kriegern ( siehe die Legende um Boudica).

Ich selbst sehe mich weder als Ovarte, noch als Barde geschweige den Druide. Genauso weiß ich, dass dieser Weg für mich der falsche ist. Für mich ist der Kampf ein Lebensinhalt in einer gewissen Sparte, zudem besitze ich Eigenschaften die contra produktiv sind für die Lehren der Druiden. Ich bin mir aber genauso im klaren darüber, dass ich gewisse Dinge für den Weg den ich gewählt habe ERLERNEN MUSS und das kann ich nur vom Druidentum lernen.

Kampf und Druidentum.. NEIN. Es gehört nicht zusammen, denn ein Druide kann niemals ein Kämpfer sein. Während ein Kämpfer nie ein Druide sein wird. Der Kämpfer kann gewisse Dinge vom Druiden lernen, muss er sogar, denn kein Status benötigt mehr die Gunst der Götter als sie. Doch auch die Druiden benötigen die Kämpfer.. zum Schutz ihrer Gesellschaft. Beide können nicht ohne dem anderen leben. Wie Licht und Dunkelheit..

Slania,
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RE: Druide und Kampf

#48 von Anna , 16.05.2009 23:06

Zitat

Kampf und Druidentum.. NEIN. Es gehört nicht zusammen, denn ein Druide kann niemals ein Kämpfer sein. Während ein Kämpfer nie ein Druide sein wird. Der Kämpfer kann gewisse Dinge vom Druiden lernen, muss er sogar, denn kein Status benötigt mehr die Gunst der Götter als sie. Doch auch die Druiden benötigen die Kämpfer.. zum Schutz ihrer Gesellschaft. Beide können nicht ohne dem anderen leben. Wie Licht und Dunkelheit..



Was ist mit Scathan? Ist die nicht beides? Wenn ich mich recht erinnere schon.

Zitat
Ich selbst sehe mich weder als Ovarte, noch als Barde geschweige den Druide. Genauso weiß ich, dass dieser Weg für mich der falsche ist. Für mich ist der Kampf ein Lebensinhalt in einer gewissen Sparte, zudem besitze ich Eigenschaften die contra produktiv sind für die Lehren der Druiden. Ich bin mir aber genauso im klaren darüber, dass ich gewisse Dinge für den Weg den ich gewählt habe ERLERNEN MUSS und das kann ich nur vom Druidentum lernen.



Mmmhhh....meinst du du willst ein Kriegerin in der Tradition der keltischen Krieger werden? Dann ist der Weg über den Pfad des Druiden schon sinnvoll...

Anna

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RE: Druide und Kampf

#49 von Siska , 17.05.2009 06:41

Slania Anna,

wie du schon so schön schreibst: ÜBER den Weg, das bedeutet aber nicht das das Ergebnis ein Druide ist. Außerdem, wenn es nicht über den Weg gehen würde, dann wäre ich nicht hier.

lg

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RE: Druide und Kampf

#50 von Brianna , 17.05.2009 10:12

Hallo Siska, darauf würde ich gerne genauer eingehen

Zitat von Brianna

Daher denke ich schon das sich das mit der heutigen Wehrpflicht nicht verträgt, aber ob es da erfahrungen gibt weiß ich nicht. Das ist aber eine sehr interessante frage die ich mal im englischen OBOD Forum anschneiden werde und dann hier wieder berichten werde.



Wichtig hier ist, das ich wirklich die WehrPFLICHT meine, mit der Betonung auf Pflicht. Einen Druiden kannst du nicht zum Kampf zwingen, das heißt aber nicht das er nicht kämpfen würde, wenn es nicht der Gerechtigkeit oder dem Frieden dient.

Zitat von Siska

Wie es den Weg der Ovarten, Barden und Druiden gab so gab es auch bei den Kelten den Weg des Kriegers.
Der Krieger genoss zwar ein niedrigeres Ansehen als ein Druide, konnte aber im Endeffekt wenn es um Entscheidungen ging genauso viel bewirken wie ein Druide. Außerdem standen die meisten Druiden hinter den Kriegern ( siehe die Legende um Boudica).


Das stimmt zwar, aber das taten sie nur, weil sie währenddessen mit ihren eigenen Waffen gekämpft haben, nämlich mit Zaubersprüchen und Magie. Ich weiß ich weiß heute glauben wir da nicht mehr so dran, aber die damals haben dran geglaubt das es wirkt. Und wenns blöd lief und ein Kämpfer zu ihnen durch gekommen ist, konnten sich die Druiden durchaus wehren. Ihre Waffe ist der Stab, oder Bo, wie er im Kampfsport genannt wird. Der Bo ist eine sehr elegante und starke Waffe, die trotz ihrer Beschaffenheit sich durchaus gegen ein Schwert durchsetzen kann, wenn sie von einem ausgebildeten Bo Kämpfer bedient wird.

Zitat von Siska

Ich selbst sehe mich weder als Ovarte, noch als Barde geschweige den Druide. Genauso weiß ich, dass dieser Weg für mich der falsche ist. Für mich ist der Kampf ein Lebensinhalt in einer gewissen Sparte, zudem besitze ich Eigenschaften die contra produktiv sind für die Lehren der Druiden. Ich bin mir aber genauso im klaren darüber, dass ich gewisse Dinge für den Weg den ich gewählt habe ERLERNEN MUSS und das kann ich nur vom Druidentum lernen.
Kampf und Druidentum.. NEIN. Es gehört nicht zusammen, denn ein Druide kann niemals ein Kämpfer sein. Während ein Kämpfer nie ein Druide sein wird. Der Kämpfer kann gewisse Dinge vom Druiden lernen, muss er sogar, denn kein Status benötigt mehr die Gunst der Götter als sie. Doch auch die Druiden benötigen die Kämpfer.. zum Schutz ihrer Gesellschaft. Beide können nicht ohne dem anderen leben. Wie Licht und Dunkelheit..
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Tja, da muß ich dir jetzt widersprechen. Wir müssen jetzt, um nicht in endlos Diskussionen auszubrechen genau unterscheiden. Wir beurteilen:

1. Vorchristliche Zeit: Kann ein Druide auch ein Kämpfer sein in der Ausführung:
Nein, da stimme ich dir zu. Sicher konnte ein Druide auch mit dem Bo sich Verteidigen und ein Kämpfer wußte sicher auch den einen oder anderen Heiltrank zuzubereiten, aber prinzipiell, als Hauptaufgabe - Nein.

2. Vorchristliche Zeit: Kann ein Druide auch ein Kämpfer sein in seinem Glauben, seiner Veranlagung*: Ja, denke ich schon. Nehmen wir an er hat die Kämpfermentalität und alles was dazu gehört, hat sich aber bewußt für den Pfad des Druiden entschlossen. Er könnte zwar, will aber bewußt nicht. Das geht immer - free will.
(Hier möchte ich auch auf den excellenten Beitrag von Thorgan dazu auf Seite 5 dieses Threads hinweisen)

3. Heutige Zeit: Kann ein Druide auch ein Kämpfer sein in der Ausführung:
Definitiv ja, denn allein in OBOD (engl.) sind einige die im Militär dienen. Für sie sind sie Druiden die ihre Kraft einsetzen um Frieden zu erhalten und ihr Glaube ist ihnen sehr wichtig.

4. Heutige Zeit: Kann ein Druide auch ein Kämpfer sein in seinem Glauben, seiner Veranlagung:
Definitiv ja. Da zähle ich jetzt ganz unverschämt mal mich als Beweis. Ich bin eine Kämpferin, das hat sich jetzt erst wieder ausgiebig bewiesen, und ich bin in der Ausbildung des OBOD Ovaten auf dem Weg zum Druiden und stehe sehr hinter den Ethiken von OBOD und vom Druidentum. Wie ich damit zurecht komme ist eine andere Geschichte - wer will kann mich gerne fragen. Ich sag nicht das es immer einfach ist, aber es ist nun mal Tatsache.

*Veranlagung: Damit meine ich in seiner Persönlichkeit. Als Kämpferin weißt du sicher, das es nicht reicht in einen Boxsack gscheit reinhauen zu können. Um ein echter Kämpfer zu sein braucht man eine Kämpfermentalität, die Fähigkeit Schmerzen zufügen zu können und einstecken zu können, eine ganz bestimmte Einstellung zu Angst, manche kennen auch das Gefühl was unsere Ahnen Berserkertum genannt haben.... Ich sag nicht das nicht als Kämpfer veranlagte Menschen weicheier sind. Ganz im Gegenteil. Ich kenne viele die nie kämpfen würden, sich aber mit ihrem Mundwerk und ihrem Intellekt weitaus besser verteidigen können.

 
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RE: Druide und Kampf

#51 von Anna , 17.05.2009 10:41

Jetzt will ich nochmal auf Scathan eingehen...

es kann natürlcih sein, dass das alles Übersetzungsfehler sind, aber wenn ich mich recht erinnere gab es da diesen Stamm der Kreigerinnen und Druidinnen (von denen Scathan die Anführerin war), die auch den Helden Cuchalainn ins Druidentum eingeweiht haben....und das waren sicherlich Kriegerinnen...

Interessant ist, wo sie gewohnt haben sollen. Einige sehen den Ort als Schottland an, einige vermuten hinter der Ortsbeschreibung die Schweiz.

Und da ist das Kriegertum und das Druidentum vereint. Auch in früheren Zeiten....

mir ist Sathan schon begegnet...faszinierende Persönlichkeit...defintiv wehrt bei ihr eine Ausbildung anzufangen, wenn man Kriegerin werden will...

Liebe Grüße
Anna

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RE: Druide und Kampf

#52 von Rainer , 17.05.2009 15:23

Hallo,

meine Meinung zu dem Thema: Druidentum und Kampf (hier wäre auch zu definieren, was Kampf ist) schließen sich nicht automatisch aus. Die Wege des Druidentums sind so vielfälltig wie die Menschen die sie gehen. Bei uns im Hain gibt es Leute, die den "Ulfhednar" Weg, germanisch/keltischer Prägung, gewählt haben und die ihn gehen.... das eine schließt das andere nicht aus. Das Druidentum ist keine Religion, bei der man/frau automatisch die andere Wange hinhalten.

Hier ist ein Link zu dem Verständis von Ulfhednar und spirituelle Krieger, wie wir es sehen.
http://www.magischer-kreis.org/html/spirit__kampfkunst.html

LG

Rainer
der Zaunreiter
)O(

 
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RE: Druide und Kampf

#53 von Siska , 17.05.2009 19:13

Zitat von Brianna


*Veranlagung: Damit meine ich in seiner Persönlichkeit. Als Kämpferin weißt du sicher, das es nicht reicht in einen Boxsack gscheit reinhauen zu können. Um ein echter Kämpfer zu sein braucht man eine Kämpfermentalität, die Fähigkeit Schmerzen zufügen zu können und einstecken zu können, eine ganz bestimmte Einstellung zu Angst, manche kennen auch das Gefühl was unsere Ahnen Berserkertum genannt haben....



Berserker... Raserei.. heutzutage Blutrausch genannt, kann man erst verstehen wenn man es selbst gefühlt und erlebt hat. Man schaltet seine Umgebung aus, man handelt instinktiv. Danach kann man sich nur teilweise an gewisse Etappen erinnern. Der Blutrausch existiert noch, bei manchen ist er besser ausgeprägt bei manchen schwächer. Wobei der von Frauen um einiges ... blutiger enden kann.

Auf die Angst würde ich noch gerne angehen.. deine sogenannte "Einstellung zur Angst". Man kann sich ihr ergeben oder nicht.. man muss mit ihr umgehen zu können, sie akzeptieren und zulassen.. man kann auch mit ihr spielen.

Ein Beispiel dazu:
Ich bin ein Kind der Berge. Aufgewachsen in den Bergen, lebend in den Bergen und habe auch lange die Berge als meine Dienststelle betrachtet. Ich war letztes Jahr für vier Monate im Ausland, eine recht stressige Zeit der 14 Tage Urlaub folgten. Ich hatte nie Angst vor der Bergen, vor einem Absturz oder ähnlichem und so entschied ich mich in meinem Urlaub für einen kleinen Trip der damit endete das ich vom Weg abkam und durch Anreihung von Pech einen Absturz zu verzeichnen hatte. Ich war kaum verletzt, doch eine Narbe auf Höhe der Nieren trage ich heute noch davon. Seit diesem Absturz habe ich Probleme mit der Höhe und mit den Bergen. Meine Haus und Hof Strecke meide ich... leider hat meine bisherige Arbeit mir kaum bis gar keine Zeit gelassen meine Angst zu bekämpfen. Nun habe ich vier Tage frei in der kommenden Woche ... ich weiß, dass dieser Gang eine Überwindung für mich sein wird, da ich noch heute von dem Absturz träume, jedoch gehört es dazu, genauso wie die Tatsache das ich diese Angst bekämpfen muss. Zum einen sagt es mein Inneres, denn ich sehne mich nach der Natur die ich von 2000 - 2500 Metern beobachten und genießen kann. Zudem ist sie für mich ein Kraftspender. Sich der Angst zu ergeben wäre der größte Fehler.. denn dann würde ich nie wieder meine Heimat so genießen können wie ich es einst tat.

Außerdem um wieder Back to basic zu gelangen:
Ein Mensch ohne Angst ist ein verlorener Mensch... zugleich aber ein sehr gefährlicher Gegner, denn er hat im Gegensatz zu anderen nichts mehr zu verlieren. Ich habe einen Kollegen dieser Art und das ist wirklich erschreckend wie weit solche Menschen gehen können.


Eine Kämpfermentalität?
Die wirst du heutzutage nur mehr bei wenigen Menschen finden die sich wirklich als "Krieger oder Kämpfer" einstufen. Die Meisten führen einen Kampf. Aber der sieht so aus:
Diejenigen die diese Kämpfermentalität haben, haben dementsprechend auch eine Bindung zu ihrem Glauben. Wie du ja sicher bereits auch festgestellt hast.
Persönlich habe ich durch diese Mentalität auf meinen Weg gefunden, weil ich nach Jahren eine Erklärung wollte für meine "Bindung u. Einstellung" und sie schließlich auch fand.

lg
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RE: Druide und Kampf

#54 von Brianna , 18.05.2009 10:15

Hallo Siska,

da kann ich dir nur zustimmen - in allen Punkten. Angst war für mich auch schon immer nur eins: eine Herausforderung.
Das kann manchmal auch gefährlich werden, aber ich habe sehr gute (und viel beschäftigte) Schutzengel

Von deiner Art wie du schreibst merke ich das du aus Erfahrung schreibst. Das ist was besonderes. Du bist ein Wolf, davon gibt es tatsächlich nicht viele. Und die meißten sind aus diesem Grund einzelne Wölfe die sich nach einem Rudel sehnen, es aber nicht finden. Es ist nicht leicht als Wolf in einer Gesellschaft von Schafen zu leben.

Und das mit den Frauen: Lustig. In Kämpfen zwischen Frauen gibts häufiger als bei Kämpfen zwischen Männern gebrochne Nasen und blaue Augen. Weil Frauen stark auf den Kopf gehen. Ich renn zur Zeit auch wieder mit einer dicken Augenbraue rum
Bei den Frauen gewinnt in der Regel in Kämpfen auf Turnieren die, die länger bei Verstand bleibt (=mehr Techniken macht die Punkte bringen), bevor sie austickt und richtig rein geht in die Gegnerin. Was früher oder später innerhalb der 2 Minuten Kampfzeit bei jeder passiert. Bei den Männern ist es ganz anders. Da gibts Techniker, die die ganze Zeit cool bleiben und Schläger, die die ganze Zeit versuchen den Gegner so schwer zu treffen, das er keine Techniken mehr bringen kann.
Von der Mentalität her ist da definitiv ein Unterschied zwischen den Geschlechtern.

 
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RE: Druide und Kampf

#55 von Siska , 18.05.2009 11:04

Zitat von Brianna

Und das mit den Frauen: Lustig. In Kämpfen zwischen Frauen gibts häufiger als bei Kämpfen zwischen Männern gebrochne Nasen und blaue Augen. Weil Frauen stark auf den Kopf gehen. Ich renn zur Zeit auch wieder mit einer dicken Augenbraue rum
Bei den Frauen gewinnt in der Regel in Kämpfen auf Turnieren die, die länger bei Verstand bleibt (=mehr Techniken macht die Punkte bringen), bevor sie austickt und richtig rein geht in die Gegnerin. Was früher oder später innerhalb der 2 Minuten Kampfzeit bei jeder passiert. Bei den Männern ist es ganz anders. Da gibts Techniker, die die ganze Zeit cool bleiben und Schläger, die die ganze Zeit versuchen den Gegner so schwer zu treffen, das er keine Techniken mehr bringen kann.
Von der Mentalität her ist da definitiv ein Unterschied zwischen den Geschlechtern.



Ja. Da ist ein deutlicher Unterschied. Es geht schon alleine um den Punkt Streiterei. Frauen beginnen Intrigen zu spinnen und bekämpfen sich bis aufs Äußerste, während die Männer sich einmal gegenseitig eine über die Rübe ziehen und die Sache ist vorbei.
Bei den Kämpfen gibt es Unterschiede. Beim Kampfsport kommt es sehr oft auf die Technik an, ohne Frage. Das habe ich selbst jahrelang gespürt. Nur in der Realität sieht das Ganze vollkommen anders aus, denn da kommt zum Teil wieder der Blutrausch ins Spiel und dann kämpft man rein nach Instinkt.
Zudem: Ob man aus reiner Kraft oder Technik kämpft hängt sehr stark von der "Disziplin" ab.

Beispiel von mir aus der Praxis:
Sportprüfung vor einem halben Jahr, Hindernisparcour. Reine Blutrauschsache und Kraftsache da mich Wut und Hass ziemlich angestingelt hat.
Kampfsportausbildung : Reine Techniksache. Vor allem schaft es mich dort nicht wirklich jemand auf die Palme zu bringen.. außer er trifft meine kaputte Nase, da verfall ich (zum Leid meines Partners) in einen Blutrausch.

Frauen gehen stark auf den Kopf? Öhm, wäre mir noch nie wirklich aufgefallen, wobei ich in meinen letzten Jahren auch nie eine Frau aus Gegner hatte. Ich gehe zumeist als erstes auf das Knie, dann auf den Unterleib und dann auf die Nase.... dann ist meistens eh vorbei. Wobei so einen Fall hat ich erst einmal und der war männlich und wollte es umbedingt.

Kampf Mann gegen Frau ist sowieso interessanter, da der Mann zu 100% seinen Unterleib schützen will. Somit rechnet er weder mit dem Tritt gegens Knie, geschweige denn gegen die Nase.

lg

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RE: Druide und Kampf

#56 von Brianna , 18.05.2009 11:22

Wie wahr, aber wir werden so langasm , daher sollten wir wohl lieber per Mail weiter fachsimplen

 
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RE: Druide und Kampf

#57 von Thorgan ( Gast ) , 25.05.2009 23:21

Hallo Siska,

hier mal ein paar Begriffserklärungen:
- "Krieger" kommt von kriegen (bekommen); ein Krieger im keltischen Sinn ist jemand, der zielgerichtet seinem Weg folgt und "kriegt" was er/sie erreichen wollte
- Wer mit Kämpfen seinen Lebensunterhalt verdient und im Auftrag für andere seinen Kopf hin hält ist ein "Söldner"

Selbstverständlich kann ein Soldat auch ein Krieger sein und ein "Krieger" ein guter Kämpfer. Ghandi z.B. war ein hervorragender "Krieger" aber wohl kaum jemand wird in als guten Soldat oder gar Söldner bezeichnen.

Bei deinen verbitterten Worten hatte ich, schon bevor du es in einem anderen Threat geschrieben hast, die Vermutung das du viel schlimmes erlebt oder gesehen hast.
Aber ich möchte dir einen kleinen Tip geben:
Gewalt ist nicht immer die beste Lösung.
Schlechte (böse) Erinnerungen aus der Vergangenheit lassen sich mit positiven Handlungen eher verarbeiten, als mit anderen schrecklichen Bildern (durch Rache selbst ausgelöst?) vergessen.

Thorgan

RE: Druide und Kampf

#58 von Alfhir , 26.05.2009 00:17

hi......thorgan,
das sehe auch so....... .
ein krieger trifft auf alle fälle seine eigenen entscheidungen....(das gilt natürlich auch wenn das wenn er/sie eine nicht so tolle kindkeit hatte.... ,das er/sie nicht gleich mit jedem kämpfen sollte oder muß,-hmmm......aber das machen junge wölfe halt mal bevor sie genügend erfahrungen............ angebrochene knochen,blaue augen,prellungen ausgeschlagene zähne, gehirnerschütterungen,salatohren oder schnittverletzungen abbekommen haben....).. er ist sich der konsequenz eines ernsten kampfes bewußt und zieht seinen eigenen tod oder verletzungen in seine entscheidung mit ein ob er kämpft oder nicht.

für mich ist heute immer bewußter das es sich um einen kampf mit dem begrenzten selbst handelt........ .

alfhir....der gerade an einige unnützige situationen aus seiner jugend dachte....... .

 
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RE: Druide und Kampf

#59 von Siska , 28.05.2009 20:25

Zitat von Thorgan

Bei deinen verbitterten Worten hatte ich, schon bevor du es in einem anderen Threat geschrieben hast, die Vermutung das du viel schlimmes erlebt oder gesehen hast.
Aber ich möchte dir einen kleinen Tip geben:
Gewalt ist nicht immer die beste Lösung.
Schlechte (böse) Erinnerungen aus der Vergangenheit lassen sich mit positiven Handlungen eher verarbeiten, als mit anderen schrecklichen Bildern (durch Rache selbst ausgelöst?) vergessen.



Verbittert? Oh danke. Ich bin vieles, aber das sicher nicht. Ich würde es eher seelisch gekennzeichnet nennen.. oder wenn man es massivst ausdrückt: gebrandmarkt.

Zu deiner Lösung:
Rache? Von dem war hier nie die Rede. Es existiert zwar das Sprichwort: Feuer wird mit Feuer bekämpft, jedoch war nie davon die Rede.
Eine gewisse Einstellung zum Kampf zu haben, bedeutet nicht den Kampf gut zu heißen. Und vor allem nicht mit dementsprechenden Waffen vorzugehen!

Außerdem ... nicht jeder der diesen Weg geht, ist froh ihn gehen zu müssen. Es gibt Tage an denen man ihn lebt, aber auch Tage an denen man schmerzhaft feststellt das man auf sehr viel verzichten muss.

lg

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RE: Druide und Kampf

#60 von Esme , 30.05.2009 21:14

Das Wort Kampf ist genau so schwer zu definieren wie das Wort Kunst.
Um zu kämpfen muß man/frau nicht immer zu einer Waffe greifen die Blutspuren hinterläßt, oder Tote, kämpfen ist eine Kunst, das Bewußtsein, die Bereitschaft zu kämpfen wenn es von Nöten ist ist wichtig, hinter denen stehen die Schutz brauchen, so wie es Druiden vor langer Zeit taten und wenige Menschen es heute noch tuen.
Wer gegen seine Ängste kämpfen muß braucht Krieger an seiner Seite, Krieger mit offenem Herzen.

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