RE: Druide und Kampf

#16 von Oak King , 11.10.2008 20:11

Koennte nicht noch mehr mit Dir uebereinstimmen, Esme!!! Frage mich manchmal wie viele weibliche Inkarnationen ich selber gehabt habe!
Blessings,
Holger

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RE: Druide und Kampf

#17 von Zardoz , 16.10.2008 10:36

Möchte noch hinzufügen, das die irischen Mythen von den "Warrior-Poets "berichten, also Druiden/ Barden, die ein Heer durch Gesänge, Zauber und Bannsprüche begleiten. Dies wird als sehr mächtige Handlung und bisweilen sogar schlachtentscheidend beschrieben. Zugleich können wir daraus schließen, dass Druiden keine materiellen Waffen im Kampf benutzten -- und auf die Minimierung von Blutvergießen aus waren. Bei den Kelten gab es ja oft auch symbolische Schlachten, nach denen nach drei Tagen "Wettstreit" Friede geschlossen wurde und gemeinsam die Verwundeten versorgt, ganz anders als die Vernichtungskriege die die Römer begonnen haben.

Anderseits kennen wir die Geschichte von den Goldsicheln - also dürften die Druiden zumindest scharfe Messer bei sich getragen haben, aber wohl eher keine Schwerter. dafür spricht auch die deutliche Trennung von der Kriegerkaste.

Zu den kämpfenden Frauen: die Römer berichteten viel von kämpfenden Frauen, zB bei den Zügen der Kimbern und Teutonen. Ich glaube aber, dass die Frauen eher als letztes Aufgebot kämpfen, um nicht in Gefangenschaft zu geraten.
Bei nomadischen Stämmen (z.B. den Tuareg) sind bis heute die Frauen das wertvollste Gut des Stammes, das sicherlich nicht vorschnell in die Schlacht geschickt wird. Wenn ich also an den Bericht denke, wie die Römer Frauen abschlachten, bekomme ich Tränen in den Augen, denn das bedeutete in der Regel das Ende des Stammes.

Allso Verteidigung und Durchsetzung von gerechtigkeit mögen notwendig sein, aber ich denke schon, dass ein Druide in erster Linie den Frieden unterstützen muss, denn von den Eroberungen der Römer bis zum Dritten Reich konnten wir ja einiges darüber lernen, wohin Kriege letztendlich führen: Zum Sterben von Zivilisten, von Frauen und Kindern...

also, druidische Grüße... PEACE!!

 
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RE: Druide und Kampf

#18 von Oak King , 16.10.2008 15:20

Nicht zu vergessen dass Schlachten zwischen rivallierenden keltischen Staemmen oft auch durch 'single combat' entschieden wurden wo nur die Fuehrer beider Seiten es untereinander ausfochten. Das spiegelt sich auch im Vierten Zweig das Mabinogi wider wo nach mehreren unentschiedenen Schlachten Gwydion und Pryderi alleine die Entscheidung suchten.
Heddwch!

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RE: Druide und Kampf

#19 von Salix , 28.10.2008 17:16

"Zu den kämpfenden Frauen: die Römer berichteten viel von kämpfenden Frauen, zB bei den Zügen der Kimbern und Teutonen. Ich glaube aber, dass die Frauen eher als letztes Aufgebot kämpfen, um nicht in Gefangenschaft zu geraten."

Dazu sage ich nur ein Wort: BOUDICCA



Lg
*Salix*

 
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RE: Druide und Kampf

#20 von Salix , 29.10.2008 12:11

Übrigens hier ist noch ein Link zu diesem Thema wo, meiner Meinung nach, sehr gut die Zusammenhänge von damals und heute erläutert werden:
"the pagan warrior":
http://www.witchvox.com/va/dt_va.html?a=...=words&id=12334

LG
*Salix*

 
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RE: Druide und Kampf

#21 von Crann , 03.11.2008 20:47

Hallo, ich persönlich bin ein Freund des Kampfsports und des Stockkampfes und erachte es als äußerst sinnvoll, seinen Körper zu trainieren und sich verteidigen zu können.
Denn aus der Gewissheit, in Krisensitutionen nicht den Kopf zu verlieren und selbst auf einen Angriff vorbereitet zu sein, erhält man eine innere Stärke und muss meistens gar nicht kämpfen.

Zu den "historischen Fakten..."

Meines Wissens nach waren die Kelten ein sehr kriegerisches Volk und dies wird auch nicht vor den Druiden halt gemacht haben. Gerade wenn man davon ausgeht, dass Druiden durch die Gegend zogen halte ich es für äußerst wahrscheinlich, dass sie selbst auch in der Lage waren sich zu verteidigen.

Ich halte Stäbe für wahrscheinlicher als scharfkantige Waffen oder sogar Schwerter, da diese wohl zu teuer und auch den Kriegern vorbehalten waren.
Wenn wir davon ausgehen, dass Jugen und auch junge Männer dazu neigen ihre Kräfte im Wettkampf zu messen und auch gerne raufen, so wird dies auch bei den Druidenschulen nicht anders gewesen sein. Diese Energien zu sublimieren, zu lenken und zu kanalisieren war demzufolge bestimmt eine Form des Kampfes.

Aber bitte mich nicht missverstehen. Ich halte nichts davon Probleme mir Waffengewalt zu lösen, allerdings lässt sich im Kampfsport sehr gut nach festen Regeln streiten und das persönliche Körpergefühl verbessern.
Auch ist das Kämpfen eine Form des Rituals und der Möglichkeit völlig in einer Situation aufzugehen. Nichts anderes ist in dem Moment wichtig, als die nächsten Schläge zu setzen bzw. nicht getroffen zu werden.

Friedliche, doch bestimmte Grüße
Crann

P.S: im Einführungs Gwers 2 steht auf Seite 22, ziemlich weit unten, wenn es um die Beschriebung von Fidelma der Druidin geht, dass diese bewaffnet gewesen sei. (Natürlich kein Beweis, nur eine weitere Stelle, die von waffen bei Druiden berichtet.)

 
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RE: Druide und Kampf

#22 von Weisser Schatten , 03.11.2008 20:59

hi crann,
ich kann dir nur zustimmen,
es muß nicht immer und es nicht immer das schwert oder der dolch gewesen, mit welchen wir druiden uns auf den weg gemacht haben,
ist nicht der große, derbe, feste und schlichte wanderstock ein viel subtileres gerät,
es fällt mnicht auf, es verleiht einem ein wenig schwächlichkeit (bereitet gewisses mitleid vor und anzeichen von hilfsbedürftigkeit), aber es stützt und stärkt und gibt kraft und mut, wenn die verbalien nicht mehr ins ausreichen kommen,
ich bemerke das besonders bei meinen langstreckenwanderungen jeden sommer (auf meinen persönlichen pilgerfahrten) durch viele lande,
und geschickt gehandhabt, ist er eine gute waffe, mein getreuer wanderstab,
denn: tarnung war auch unser metier

keltische grüße von

ian-jonathan der schon einge stöcke zerwandert hat

 
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RE: Druide und Kampf

#23 von Esme , 04.11.2008 17:08

Danke für die Offenheit, Weißer Schatten

es heißt ja auch: niemals angreifen, nur verteidigen oder wehren
es muß ja nicht immer ein "Gerät" sein, auch kleine, zarte Hände können schnell zur Waffe werden.

Esme  
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RE: Druide und Kampf

#24 von Weisser Schatten , 04.11.2008 18:18

hi ihr,
ein wenig psychologie ist unbedingt notwendig, wenn man sich/ ich mich auf tage- und nächtelange wanderungen durch fremde landschaft und durch fremde menschen aufmache, glaubt mir, die angst wandert mit mir ständig mit, die angst mit namen "wirstduesschaffen", "werkommdirdaentgegen", wirstdufreundlichaufgenommen" oder "warumschauendidichsodoofan",
und die nächte sind draußen in der natur auch nicht von ohne, doch die größte erfahrung ist diese: die überwindung der bangigkeit, so lange zeit mit sich alleine zu sein und die angst, sich selbst nichts mehr erzählen, nicht mit sich reden zu können,
das sind die eigentlichen inhalte einer ganz persönlichen pilgerfahrt durch fremde lande,

genau so empfanden die wanderer aller zeiten, auch wir barden, druiden und -dinnen, egal, wo auf der welt,
da darf es wenigstens ein stöcklein sein, welches halt gibt im sturme der tage und manchmal fremde, zarte, starke händlein auch.....

genug des sermons
es grüßt euch keltisch voller wärme

ian-jonathan der weiße schatten

 
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RE: Druide und Kampf

#25 von Oak King , 07.11.2008 00:06

Da wir hier von Waffen sprechen, sind nicht Worte die schaerfsten von allen? Schwerte, Speere und Geschosse verletzen oder toeten lediglich den Koerper, Worte jedoch koennen die Seele brechen!

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RE: Druide und Kampf

#26 von Crann , 07.11.2008 17:10

Ja da gebe ich dir grundsätzlich Recht.

Aber ich persönlich würde die Waffe Worte nur dann einsetzen, wenn ich die Situation unter Kontrolle halten kann. Ansonsten muss man wenigstens schnell laufen können.
Schließlich können Menschen mit einer gebrochenen Seele dich immer noch physisch verletzen. Jemand mit einem gebrochen Bein wiederum nicht.

Aber wie gesagt, dies ist kein Aufruf zur Gewalt, sondern lediglich zu einem sicheren Auftreten, durch körperliche und gesitige Fitness.
BB
Crann

 
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RE: Druide und Kampf

#27 von Anna , 12.01.2009 13:30

jan wenn im Kampf gut gegen Böse nur die Bösen mit den Waffen umgehen können und wissen wie man sich im Kampf verhält, wie sollen denn dann die guten gewinnen??

und auch mal nein sagen und seinen standpunkt verteidigen ist was wehrt. wir deutschen haben halt aus unserer jüngeren geschichte ein problem damit...was auch die forumsbeiträge aus engöand zeigen. Wo liegtt das problem 8 jahre in der navy gewesen zu sein und trotzdem druide sein?
also nicht immer ja sagen, sondern auch mal um seine rechte kämpfen!
(so wie mein großer das tut und dann halt mal dagegeg, wenn 20 kg geballte wütende energie auf dich treffen!)

anna

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RE: Druide und Kampf

#28 von Alfhir , 12.01.2009 17:19

Hm…., hab ich das doch glatt falsch verstanden…. .
Waren es nicht immer die guten die einen Konflikt oder krieg gewonnen haben..... Oder waren es einfach nur die,… die nachdem sie gewonnen hatten ihre Version erzählten und aufschrieben…. .

Ich persönlich denke,... das es eine menge mit respekt und dem waren von grenzen zu tun hat.

Auf alle fälle wissen die die sich irgendwann einmal intensiver mit kampftechniken oder kampf auseinandergesetzt haben was es heißt die grenzen anderer zu überscheiten und wie mann/frau damit individuell umgehen kann oder im falle eines an/übergriffs nicht als ängstliches opfer ,.....sondern als bewusst handelnder mensch zu agieren, der seine sinne im griff hat.

schon alleine deshalb denke ich,.... das auch die antiken druiden wehrhafte menschen waren die wussten wann und wann nicht gekämpft werden sollte.

Wie heißt es immer so schön der kampf des geistigen kriegers bezieht sich immer auf den kampf gegen das begrenzt selbst..... .


Alfhir…der sich gerne auch mal mit historischen kampfkünsten beschäftigt……

 
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RE: Druide und Kampf

#29 von Samildanas , 12.01.2009 17:59

grüße in die interessante Diskussion,

Ich schliesse mich der Meinung von Crann an.
Druiden waren in erster Linie Menschen des Geistes, keine Frage und ich gehe ebenfalls davon aus, daß das oberste Ziel einer Auseinandersetzung die friedliche Schlichtung und der Kompromiss war.

Unsere geistigen Vorfahren werden sich aber sicherlich nicht jahrelang nur mit dem Auswendiglernen von Versen, magischen Ritualen, der Philosophie, etc. beschäftigt haben, denn es heisst ja nicht erst seit heute: "gesunder Geist in gesundem Körper!"

Daher gehe ich einfach mal davon aus, daß die Druiden sehr wohl auch den Bewegungsaspekt nicht vergessen haben und was ist in einem kriegerischen Zeitalter, wie das der Kelten, logischer als sich in der Kunst des Verteidigens zu üben?

 
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RE: Druide und Kampf

#30 von Anna , 12.01.2009 20:28

also
das einzige was ich über die shaolin mönche weiß ist, dass es da so Mönche gibt die in Kampfkunst ausgebildet sind. Vielleicht ein bisschen wenig Wissen um sie als Beispiel heranzuziehen...trotzdem...
und hat es auch nicht was mit dem kennen der eigenen energien zu tun? ich glaub schon, dass die druiden wußten wie es geht. ob man sein wissen auch anwendet steht auf einem anderen stern...

und vielleicht gibt es nicht soviele berichte darüber, weil es selbstverständlich war. krieg bedeutete damals etwas anderes als heute. und da es eherungewöhnlich war, das die sich auch noch für die schlichtung eingestzt haben, wurde es erwähnt.

und dann gibt es ja noch die berichte über den "endkampf" der druiden und -innen auf angelsey (hab ich die fast-insel jetzt richtig geschrieben?)

anna

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