Copal mal in einer etwas anderen Form

#1 von Solitaire , 27.09.2009 22:09

nachdem ich heute bei meinem Räucherhändler eine ganz neue Form von Copal kennen gelernt habe (er hat diesen Copal auch erst vor ein paar Tagen erhalten: sehr weicher Copal in Form einer ca. handtellergroßen "Frikadelle", die mit Maisblättern umhüllt war), habe ich mal recherchiert und bin auf einen sehr interessanten Artikel der Uni Texas über Copal gestoßen (habe ihn leider nur auf Englisch):

http://www.utexas.edu/courses/stross/papers/copal.htm

In diesem Dokument wird eben auch die o. g. Copal"frikadelle" näher beschrieben (ok, sie nennen es "tortillaförmig", das Ding war aber wesentlich dicker als eine Tortilla und ungefähr von der Konsistenz Elemi vergleichbar, auch der Geruch ist wesentlich frischer,m "waldiger" als der von dem sonst grannenartigen ausgehärteten Copal).

 
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RE: Copal mal in einer etwas anderen Form

#2 von Tatjana , 28.09.2009 07:45

Cool... ich habe ja so einiges an Lektüre über Räucherstoffe, aber ein achtzehnseitiger Artikel über Copal ist mir noch nicht begegnet. Drucke ihn gerade aus und werde ihn mit Interesse lesen. Selbst habe ich drei verschiedene Copal-Varianten zuhause, die nach den Farben benannt sind... am liebsten habe ich den schwarzen. Der wurde mir auch schon mal auf ungewöhnliche Art angeboten, als gepresste Kugel mit Rindenresten als formgebendes Material. Die zu räuchernde Menge hat man sich dann einfach abgebrochen. Das war zwar recht günstig in Vergleich zum reinen Harz, aber in der Praxis auch ein ziemliches Gebrösel.

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RE: Copal mal in einer etwas anderen Form

#3 von Rainer , 28.09.2009 07:57

Wow, ausführlicher geht´s nimmer! Danke für den Link @ Solitaire!

LG

Rainer
)O(

 
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RE: Copal mal in einer etwas anderen Form

#4 von Solitaire , 28.09.2009 15:46

@ Tatjana: ja, diese rindenumhüllten Copalkugeln hole ich immer auf dem Weihnachtsmarkt in HD, da war all die Jahre auch ein sehr schöner Räucherstand mit ausgefallenen Räuchersachen. Ich habe das mit der Copalrindenkugel immer so gemacht, dass ich sie in den Mörser legte und mir ein bischen was mit dem Messer abkratzte, dann blieben die Brösel im Mörser und wenns zuviel "Geschabsel" für einen Räuchergang war, hab ich das einfach in ein Glasfläschen abgefüllt fürs nächste mal.

Ich mag auch am liebsten den schwarzen Saumerio-Copal, dann den Goldkopal.

Noch ein Nachtrag zu dieser Copal-Frikadelle: dieses frische Copal verbrennt so rückstandsfrei, dass das Räuchersieb nicht so verharzt, finde ich toll bloß ist dieser frische Copal a****teuer

 
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RE: Copal mal in einer etwas anderen Form

#5 von Inge , 28.09.2009 18:44

Zitat von Solitaire
Noch ein Nachtrag zu dieser Copal-Frikadelle: dieses frische Copal verbrennt so rückstandsfrei, dass das Räuchersieb nicht so verharzt, finde ich toll bloß ist dieser frische Copal a****teuer



... das mit dem Preis ist echt so eine Sache.... Das ist auch mitunter ein Grund, warum ich gerne auf heimische Räucherungen zurückgreife. Ich denke, daß die Räucherungen unserer heimatlichen Pflanzengeister sich besser - oder sollte ich eher "leichter" sagen - mit unserem Spirit verbinden. Wir sind alle mit den Geistwesen unserer Umgebung verbunden-mit der beseelten Natur- und können, wenn wir uns für sie öffnen, mit ihnen eine Einheit bilden. Wir sind auf einer Ebene für ihre Schwingungen ... Paracelsus bezieht sich auch auf die heimischen Heilpflanzen, da wir eher und leichter für sie zugänglich sind, als für chinesische ....

Das soll nicht heißen, daß ich nichts von TCM, Ayurveda etc. halte. Doch denke ich, daß wir eher auf die heimischen Kräuter ansprechen.

Ach ja, und ich räuchere auch gerne mit nicht- heimischen Räucherungen. Ich lieeeeebe Myrrhe- sie riecht nach Erde

LG Inge

 
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RE: Copal mal in einer etwas anderen Form

#6 von Solitaire , 28.09.2009 20:29

Im Normalfall gebe ich auch eindeutig heimischen Kräutern, Harzen und Hölzern den Vorzug, zum einen aus dem Grund, den du, liebe Inge, schon angesprochen hast und zum anderen auch aus der ökologischen Überlegung heraus, dass wir nicht berechtigt sind, in Drittweltländern hemmungslos unseren Imperialismus fortzuführen, indem wir ihre Pflanzen, Tiere und somit auch die Menschen dort auszubeuten und mit den Ressourcen Raubbau zu betreiben.

Allerdings liebe ich eben auch Styrax, Myrrhe und bestimmte Weihrauchsorten, Palo Santo - kurz - all die herrlichen Dinge, die bei uns leider nicht wachsen.

Daher habe ich für mich folgenden Kompromiss entwickelt: die meisten meiner Räucherungen mische ich aus einheimischen Bestandteilen - speziell auch meine Ritualmischungen, und die Besonderheiten aus nicht-heimischem Anbau kommen eben nur sehr dosiert und sehr sparsam zum Einsatz.

 
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RE: Copal mal in einer etwas anderen Form

#7 von Inge , 28.09.2009 21:25

... Jeppp, das ist ein sehr guter Kompromiß

LG Inge

 
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RE: Copal mal in einer etwas anderen Form

#8 von Solitaire , 03.10.2009 19:51

So, jetzt habe ich auch rausgekriegt, wie die "offizielle" Bezeichnung der Copal"frikadelle" lautet: Huichol-Copal: http://www.esoterikversand24.de/huicholc...bon-p-1857.html dieses Copalbonbon im Link sieht aber schon sehr kompakt und fest aus, ich nehme mal an, dass da der Copal schon ausgehärtet ist.

 
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