Gleich wieder da

#1 von Sinaris , 16.06.2009 11:52

Gleich wieder da

Man wandert umher. Endlich fängt es an sich zu drehen. Sie schweifen umher und wenn sie schmerzhaftes berühren, tut es trotzdem nicht weh. Gleichwohl der aufkeimenden Dramatik, keine spürbaren Wogen. Ein Blick nach vorn. Glasige Augen versuchen bei gelblichen Licht etwas im Spiegel zu erkennen. Ein Schritt nur und die Nase berührt fast die kalte Fläche, auf welcher der Atem sich wie ein grauer Nebelschleier ausbreitet. Keine klare Farbe mehr. Schnell wandelt sich die Freude, wieder grün in den Augen zu sehen, zu kindlicher Neugier, fixiert auf die entdeckten Schluchten tief im Wirrwar der Iris. Die Pupille bleibt starr auf den Spiegel gerichtet, wärend der Kopf sich seicht bewegt. Rote Flecken wie von Erregung oder Wut zeichnen die Wangen bis zu den Lippen. Dann verformen sich die Pupillen. Die kurze Unschärfe wandelt sich schnell in ein klares Bild der oberen Gesichtshälfte. Sie sind wieder braun. Braun wie die von millionen Anderen. Durch das zurücklehnen, sieht man wieder alles. Vom Kinn bis zum Scheitel erscheint nun alles wieder seichter. Wärend der Atem auf dem Glas verschwindet formen sich Fragen. Was denken andere, wenn sie sich so sehen? Wie sehen sich andere überhaubt? Das Gesicht dort ist fremd. Etliche Dinge falsch, fast nichts scheint vertraut. Nur die Gedanken an all die Makel finden doch noch Spiegelungen in der Vergangenheit und eine Bestätigung des Verstandes. Lächeln huscht über die Lippen und lässt die kurzen Barthaare unter der Nase sich biegen. Zeit zurückzugehen und das scheele Grinsen nehmen wir gleich mit.

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