Das Feuer Deines Seins

#1 von Sinaris , 16.06.2009 11:48

Das Feuer Deines Seins

Du fragst wohin Dich führe,
In so schwerer Stund
Wenn ich Dein Geist berühre,
So manigfalt und bunt.

Wohin, ...in Dir,
Da sollst Du sein.
Denn eines, glaube mir,
Dort brennt ein Feuerschein.

Eine Flamme hoch und lodernd,
In Farben, schillernd weit.
Sie züngeln dennoch fordernd,
Aber bist noch nicht bereit.

Lern der Flamme das zu geben,
Wonach es ihr begehrt.
Doch hüte Dich in Deinem Streben,
Das sie nicht Dich verzehrt.

Etherisch Farben, Herzenswärme.
Dein Gedanken fliegen bald,
Wie ungezwungen Geistesschwärme,
Und fliehen vor dem Kalt.

So sie kreisen, endlos verzückt,
In ewgem Glücke tollen.
Der Wahrheit, weh, so fern entrückt,
Im Feuer doch nun sterben sollen.

So merke Dir, dies Seelenfeuer,
Wunderschön und eindrucksvoll.
Ist ein wahrhaft Ungeheuer,
Das niemals Dich beherrschen soll.

Doch ohne diese Glut,
Das sei denn hier gesagt.
Auch bei kindisch Übermut,
Alles schöne bleibt versagt

Dies Feuer in Dir lodernd,
Das Leben Dir verschafft,
Welches immer fordernd,
Das ist die Leidenschaft.


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