Geburt der Venus

#1 von Amsel , 24.05.2009 11:45

Geburt der Venus

So bist du denn
Im Dämmerschein entstanden
Sanfte Nebelschleier
Umhüllen wo du wardst
Traum aus Traum

Und in die Stille hinein
Haucht dein Atem
Berührt sie tief
Und erschafft
Was vorher nur Vergessen war.

Wie zart ist deine Haut
So frisch, bedeckt von weißem
Schimmer
In deinen Haaren glitzern Tropfen

Dann öffnest du deine Augen
Und versetzt die Lichtwesen
In Verzücken
Erkennen sie doch ihr Ebenbild
In diesem tiefen Blau

Aphrodite, von Unschuld noch dein Gang
Erstaunen noch in jedem deiner Worte
Noch weißt du nichts von dieser Welt,
was sie fesselt, wem sie scheinbar
Untertan

In deinem Blau versinken Meere
Deine ausgestreckten Arme
Umschmiegen zärtlich diese Welt
Kein Blitz, kein Donnerschlag
Erzürnt vor deinem Angesicht.
Oh, so groß ist deine Seele
So unverwundbar weich dein Herz
Kein König, keine Macht
Vermag dich zu beherrschen

Sie wissen nicht
Von wo du kamst
Sie kennen nicht
Die Erinnerung
An sanfte Nebelschleier
An der Dämmerung warmes Licht
Wo du einst wardst
…Traum…
aus
…Traum…

 
Amsel
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