Sterne funkelten leise

#1 von Amsel , 21.05.2009 12:56

Sterne funkelten leise
und in einem Augenblick
des schier unermesslichen Glücks
ging ich auf die Reise

Ich fühlte mich seltsam leicht
von Winden umschmeichelt,
von Mondlicht umhüllt
von Gräsern und Zweigen
am Wegrand berührt
und von Schmetterlingen ganz weich

Mein Blick und die Luft waren klar
und mit jedem Atemzug
erfüllten mich Ruhe und Ungeduld
und ich fühlte mich allem so nah

Ich hatte Flügel, ganz zarte, die lagen
gefaltet und noch nie benutzt
vor allen Blicken geschützt
die sich nun regten, nach
all den Jahren

Und ein Zittern ging durch meinen Leib
ein Schmerz ließ mich erbeben
Und, einer Geburt gleich,
erst schmerzhaft, dann ganz leicht,
floss durch sie neues Leben

Und es entstand ein kräftiges Lied
geboren aus vielen Dingen
Und ganz am Ende der Nacht,
als die Sterne untergingen
begann etwas in mir zu singen
von der Quelle, die nie versiegt
von der Einen Macht.

 
Amsel
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RE: Sterne funkelten leise

#2 von inis , 21.05.2009 16:55

Ooooooohhh!
Wunderschön...

...eine wirklich ganz tolle (und auch sprachlich unglaublich gelungene) Beschreibung, wie man mit der Magie in Kontakt kommen kann!
Und ja, die Entdeckung der eigenen Flügel ist eigentlich kaum in Worte zu fassen, aber dir ist es gelungen!



 
inis
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RE: Sterne funkelten leise

#3 von Amsel , 23.05.2009 22:30

Vielen Dank, Inis,

hab mich sehr über deine Antwort gefreut!

 
Amsel
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RE: Sterne funkelten leise

#4 von Weisser Schatten , 25.05.2009 18:37

singe weiter so

auf daß dein lied klinge
und auf daß es schwinge
im verein seiner brüder
sing weiter solch' lieder

liebe amsel, willkommen im forum und zwitschere also fort

ian-jonathan der weiße schatten

 
Weisser Schatten
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