RE: Druidenpflanzen

#16 von Anna , 20.05.2009 19:51

Also...denk..denk..denk...und damit ich nicht abhebe, stelle ich es hier mal zur Diskussion. Erdet mich, wenn ich zu arg abhebe


Zitat von Hjördis
Eisenkraut heisst es, weil man es beim Schmieden als Zusatz verwendet hat.



Also, das Eisenkraut ist ein Kraut der Schmiede Kunst, der Geburt, es eroeffnet heilige Raeume


ist es zu weit gegriffen es mit Brigid in Verbindung zu setzen?


Maedesuess ist eine Auraschutzpflanze und wurde bei Bloddeud mitverwendet. Um sie ins Leben zu rufen...

Fehlt noch der Schachtelhalm...


Anna

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RE: Druidenpflanzen

#17 von avellana , 21.05.2009 17:02

Schachtelhalm ist so ein Ding aus der Urzeit für mich. Er gibt den Dingen Struktur, sortiert. Es fällt mir schwer auszudrücken was die Pflanzen für mich bedeuten, da ich irgendwie auf einer wortlosen Ebene mit ihnen verbunden bin.

 
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RE: Druidenpflanzen

#18 von Esme , 21.05.2009 18:11

Zitat von avellana
Schachtelhalm ist so ein Ding aus der Urzeit für mich. Er gibt den Dingen Struktur, sortiert. Es fällt mir schwer auszudrücken was die Pflanzen für mich bedeuten, da ich irgendwie auf einer wortlosen Ebene mit ihnen verbunden bin.



Mir geht es ähnlich damit, es muß auch nicht immer alles zugeordnet werden. Jeder sollte für sein Empfinden den Umgang mit den Pflanzen haben, der ihm guttut.

So hatte sich mal ein kleines Kraut angesiedelt, bei dessen Anblick mein Herz immer vor Freude höher schlug. Hat auch ein bißchen gedauert bis ich heraus fand was es ist. Um mir den Namen zu merken, baute ich mir eine Brücke, er erinnerte mich an ein Musikinstrument, ganz einfach zu merken. Dann kam mein Wald-und Wiesenschrat zu Besuch und fragte:" Was ist das denn?" weg war es! Nach kurzem Überlegen sagte sie: "Das ist doch Zimbelkraut?" Genau!
Seitdem sprießt es überall noch schöner aus allen Ritzen und wenn ich die kleinen Blüten sehe könnte ich hüpfen vor Freude dennoch kann ich wortlos mit ihm kommunizieren.

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RE: Druidenpflanzen

#19 von Hjördis ( Gast ) , 25.05.2009 14:04

Der Ackerschachtelhalm wurzelt sher tief, bis 4 m. Er zieht Nährstoffe aus dieser Tiefe, die dadurch auch für andere Pflanzen verfügbar werden. Außerdem enthält er sehr viel Kieselsäure. Er hesst auch Zinnkraut, weil man früher damit das Zinngeschirr poliert hat.

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RE: Druidenpflanzen

#20 von Emrys , 26.05.2009 15:27

Zitat
ist es zu weit gegriffen es mit Brigid in Verbindung zu setzen?



Ich denke nicht, dass das zu weit gegriffen ist, da Brighid vorallem zu Imbolc meiner Ansicht nach den Raum für das neue Jahr öffnet und ... das Schmieden erklärt sich ja von selbst und die "Geburt" ist für mich auch das Ersinnen neuer Ideen und Kreationen, also passt es auf Brighid als Göttin der Kreativität und der Barden gut zu.



Hier ein Zitat von http://www.schlangengesang.de/archiv/08.htm zum Thema :

Die Auswahl kann aber auch anhand von Zuordnungen zu bestimmten Göttinnen getroffen werden. (Holle: Holunder, Freya: Frauenmantel, Brigid: Eisenkraut und Birke, ...)

blessed be
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RE: Druidenpflanzen

#21 von Anna , 27.05.2009 18:53



und ichhabe es ganz alleine rausbekommen...

mir viel dann auch ein, dass ich genügend Bücher rumstehen habe, wo soetwas drin steht, aber es ist schöner das hier im thread zu erarbeiten....außerdem wird es dann ganz anders verinnerlicht...

bei Philip im Pflanzenorakel habe ich gefunden, dass Plinius 4 pflanzen der Druiden erwähnt.
Eisenkraut, mistel, Selago (wahrscheinlich Tannenbärlapp) und eine Pflanze die er Samolus nennt. was entweder Salzbunge, bachbunge oder kuhschelle ist.

die Bachbunge ist noch ein recht magisches Kraut...

Anna

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RE: Druidenpflanzen

#22 von freyja , 04.09.2009 20:58

Halloo,
interessantes Thema, Druidenpflanzen, gabs denke ich verschiedene Zuordnungen, je nach Verbreitung, Stamm, Thema....grundsätzlich sind alle Pflanzen für mich heilig und ich begegne ihnen, als meine Schwestern (und Brüder) aus der grünen Welt mit Respekt und auf gleicher Ebene. (!)

Für mich ist klar, dass die MIstel eine Sonderstellung einnimmt, ich mag sie sehr ( und nicht nur, weil ich mich hemmungslos küsse unter ihnen ) sie lehrt uns eine Art der Symbiose, eine anhängige Beziehung, die sich gegenseitig ergänzt. Je nach Baumart auf der sie wächst erhällt sie ihre typische Heilkraft. Deswegen lässt sich wenig pauschal zur Wirkungsweise sagen. Bei der Krebsforschung wird sie eingesetzt, weil sie Substanzen enthällt, die für die Zellteilung hinderlich sind, ausserdem wirkt sich die Mistel regulierend auf hormonelle Versorungsströme und Enzymbildung aus, was für das Autoimmunsystem des Körpers wichtig ist und auf der seelischen Ebene für autarke Selbstbestimmtheit und steigerndes Bewusstseinsempfinden spricht. Also eine Häuptlingspflanze, wächst sie doch auch meist über unsere Köpfe. Erntet sie am 6. Januar mit einer goldenen Sichel am besten von einem männlichen Druiden, schweigend oder Loblieder singend, fangt sie auf, in weißen Tüchern, sie darf den Boden nie berühren.

Auch das Eisenkraut (Verbene off.) ist mir bekannt, als Räucherkraut der Göttin Isis, deren Tempel damit gereinigt wurde. Auch uns reinigt es und wirkt astringierend, wunderbar bei Migräne und Krämpfen aller Art. Das Eisenkraut wächst auf lehmigen und festen Böden, so wirkt es auch auf die Menschen, wenn alles festgefahren und kaum mögliche Perspektiven, der Fokus immer kleiner wird, dann ist es Zeit für einen bitteren Eisenkrauttee. Ich mische ihn gern mit der wohlschmeckenden Schwester Zitronenverbene und schon zieht das offene, freie Wesen, das fest zu den eigenen Erkenntnissen steht und Durchsetzungskraft mit Sanftheit zu verbinden weiss in mein Gemüt. Als Geheimtip: die bitteren Blättchen durch geschmolzene Zartbitter(!) schokolade ziehen.....Isischips..irre!
oder mit Blütchen zum festen Bündelzopf schnüren, trocknen, Räuchersmudges ..für die rituelle Reinigung, heilige Standfestigkeit fördernd, das was wirklich zusammengehört, verbindend, Verletzungen lindernd.

Das Mädesüss ( filipendulla ) ist sicherlich druidisch wichtig. Leicht angewelkt verzaubert es durch unnachahmlichen Mandelduft, erwärmt Herz und Sinne. Herrlicher Tee, feines Gewürz für alles, was viel zu hart ist, depressiv und unnachgiebig, bringt Licht und Klarheit, verbunden mit Freude, Spiel, Fröhlichkeit. Für mich ist Mädesüss der nordische Lotus, wie es unbeschwert tanzend aus schlammigem, kühlfeuchten Boden heraus die weissen Blütenwolken im Winde zum Spiel einlädt. Ein Bild schon, das beim Sehen Verletzungen der Nerven, fiebrige Hast und Hetze zu heilen vermag. So mag ich es oft nicht ernten und freue mich staunend, wie allein das Tanzen verwandeln kann.

Für mich ist vorallem auch die Wegwarte ( Chiccoree) eine Druidenpflanze. Eine Tatsache ist, dass Wegwarten entlang der geologischen Meridiane wachsen und so u.a. auch alte keltische Wanderzüge dokumentieren oder Heilplätze anzeigen helfen. Als blaue Blume der Romantik ist sie ein verzauberter Schlüssel, die den Weg freimacht, der zu gehen ist. Sie treibt köstliche Salatschösslinge, schenkt muntere Wurzelkraft als Kaffeeersatz und gibt einen starken Tee. Von ihr kann ich freie Weisheit schmecken, wenn ich die blauen Strahlenblüten nasche.

[list] viel Spass freyja [/list:u]

 
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RE: Druidenpflanzen

#23 von Alfhir , 06.09.2009 00:48

...und nacht wurde es unter römischen himmeln... .

so...stand es geschrieben.... ,-... als der beste aller römischen aufzeichner (Plinius war sein werter name) der damals bekannten welt,.. über die "kleine kräuterkunde "der wilden hinter den alpen berichtete.

4 pflänzlein....(hi,hi,hi....) mehr können sie sich wahrscheinlich nicht merken.....haben sich die alten druiden........ und das gelächter war groß.......... .

schade das die römer das lachen der kelten und germanen auf der anderen seite der alpen nicht hören konnten als sie sich am lagerfeuer die geschichte des kleinen römischen schreiberlings erzählten der wieder mal verarscht worden war.....

....mindestens so gut ist auch die geschichte mit dem germanischen elch..... .


alfhir.....

 
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RE: Druidenpflanzen

#24 von Hjördis ( Gast ) , 07.09.2009 15:42

@ Freyja:

...Erntet sie am 6. Januar mit einer goldenen Sichel am besten von einem männlichen Druiden, schweigend oder Loblieder singend, fangt sie auf, in weißen Tüchern, .....

Wieso ausgerechnet am 6. Januar ?
Mit einer goldenen sichel Misteln zu schneiden, das ist unmöglich. Gold ist viel zu weich.

Und warum muss es ein Mann sein?

Hjördis

RE: Druidenpflanzen

#25 von Serpentia , 07.09.2009 15:51



Was muss der Druide gelacht haben, als er dem leichtgläubigen Römer diese Mistel aufband??

Ich kann mich ja heute noch kringeln....

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RE: Druidenpflanzen

#26 von freyja , 07.09.2009 19:18

halloo
@ Hjördis,
tja der 6. Januar ist der Tag der Göttin Holle, der die Mistel geweiht ist. Besondere Erntezeiten und RItuale rufen die Pflanzengeister. Es ist immer besser Heilpflanzen mit Würde, Andacht, rituell in großer Dankbarkeit zu ernten, umso heilkräftiger sind sie dann auch, ausserdem verlangt das der Respekt. Aus Gold ist klar Quark, es bedeutet kein übliches unedles Metall, das mögen Pflanzenwesen grundsätzlich nicht, also Messing, Bronze etc. männlich deswegen, weil die Mistel als Luft und Merkurpflanze mehr den männlichn Yinaspekt vertritt, aufgefangen wird sie ja von Frauen, die die Tücher halten....seit Jahren versuche ich einen Druidisch gebildeten Mann zum Mistelschneiden zu bewegen, mal sehen, obs diesmal klappt... aber im MOment habe ich auch keinen Bedarf an Misteln, vielleicht deshalb....
@ moondancer/Alfhir
finde ich ja toll, dass die Druiden immer lachen über die Römer, Humor ist immer heilsam, solange er nicht in Ironie oder Sarkasmus umschlägt und den Anderen damit auslacht. Von der römischen Pflanzenmedizin und ihren Ritus weiss ich nicht so viel, ich kenne einpaar GötterInnen, die ich auch mag.... im großen und Ganzen haben sie viel landestypische Medizinverfahren oder Glaubensrichtungen jeweils involviert und angenommen, wie sie wollten, das finde ich erstmal ziemlich klug, nicht nur politisch..
lg freyja

 
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RE: Druidenpflanzen

#27 von Tatjana , 07.09.2009 19:49

So unterschiedlich die Quellen sind, so verschieden die "Erkenntnisse"...

Ich habe gelernt, das der Tag der Göttin Holle der 25. Dezember sei, immerhin passt der Zeitraum der Rauhnächte zum 6. Januar. Seit Jahren stelle ich in der Nacht meinem kleinen Holunder im Garten eine Kerze hin und räuchere für ihn. Misteln habe ich in meinem direkten Umfeld keine, aber der Holle sind ja mehrere Pflanzen zugeordnet...

Tatjana

 
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RE: Druidenpflanzen

#28 von Serpentia , 07.09.2009 20:56

Tja, Freyja, da bist Du bei Alfhir genau richtig, denn der schneidet jedes Jahr Misteln, allerdings auch nicht mit einer goldenen Sichel, und letztes Jahr zumindest standen zwei Frauen darunter mit Tüchern und weißen Mänteln (Zufall!), sie aufzufangen!

Also sind wir bei allem herzlichen Lachen gar nicht so weit weg von der Wurzel des Lebens.. der Lebensfreude, sozusagen.

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RE: Druidenpflanzen

#29 von Hjördis ( Gast ) , 07.09.2009 21:28

Ich kannte bisher nur die Nacht der Mütter als besonderen Bezug der Holden...und eben den Holunder. Wo ist denn bei der Mistel die Verbindung zur Holle?

Hjördis

RE: Druidenpflanzen

#30 von freyja , 07.09.2009 23:42

jo, Holle, als Percht, fährt zur Ende der Rauhnächte mit ihrem Wagen durch die Lüfte....Misteln wachsen oben....ihre weisen Beeren ( für die Schneeflocken der Frau Holle) gelten im Übermass oder unter falschem Gebrauch als giftig, also prüft das Wilde Heer, die Lauterkeit der Erntemenschen..... tja, da weiss ich ja....wo ich hingehe am nächsten sechsten des Jänner ...grins....wo ist mein weissen Mäntelchen nur ?

 
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