RE: Visionssuche - Visonquest

#16 von MondSchwester , 03.05.2009 14:19

Zitat
Liebe Freunde,

ich will mal das Thema Visionssuche anschneiden - sagt mal, wie geht Ihr denn vor wenn ihr auf Visionssuche seit? Welcher Techniken bedient ihr Euch - z.B. meditieren, Schwitzhütte, schamanische Trommelarbeit, schamanisches Arbeiten im weitesten Sinne - mit fasten, schwitzen, Erimitage, für die hartgesottenen sowas wie ein "Sonnentanz" nach Lakota Vorbild http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnentanz ...etc. - der Techniken gibt es einige! oder laßt ihr es einfach auf euch zukommen?



Ich war schon mal vor ein paar Jahren auf Visionssuche. In meiner eigenen "Tradition" . Hatte ein paar chaosmagische Züge... irgendwo habe ich darüber schon mal etwas geschrieben.....

 
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RE: Visionssuche - Visonquest

#17 von Anna , 10.08.2009 18:35

Hallo

habe gerade auf Philip Carr-Gomms weblog etwas über Ansuman Biswas gelesen.

er hat auch mal zwei Tage mit verbunden Augen an einem ihm unbekannten Ort verbracht....

das hört sich auch spannend an...

der ganze Mann hört sich spannend an, was der schon erlebt oder ausprobiert hat...


Anna

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RE: Visionssuche - Visonquest

#18 von Serpentia , 10.08.2009 20:47

Einer meiner Freund im OBOD macht jetzt auch bald eine Woche Vision Quest, bevor er zum Druidenkurs wechselt. Heftig.... schon die Vorbereitungen lassen mir die Haare zu Berge stehen, und ich hab keine Angst, mal ne Nacht in der Natur zu verbringen. Er macht das auch sehr schamanisch..

Respekt, das reizt mich auch. Aber unerfahren wie ich bin in Outdoor-Sachen bräuchte ich da etwas Anleitung. Ist ja kein Spaziergang sowas.

MoonDancer, nicht -Hiker

 
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RE: Visionssuche - Visonquest

#19 von calendula , 10.08.2009 21:09

ich war gerade eine Woche in der Steiermark auf Visionssuche.
Davon 3 Tage und 3 Nächte fastend alleine draussen an einem wunderbaren Platz in den Bergen

es ist eine unbeschreibliche Erfahrung die sich für mich kaum in Wotre fassen lässt.
es war anstrengend, wunderschön und sehr intensiv. Es ist die Einfachheit die tiefe verbindung zur Natur, die Begegnung mit den eigenen Ängsten und die Vission in der Wachnacht, die Bilder und Zeichen, die Begegnung mit Dir selbst.

Es gibt viele Möglichkeiten der Visionssuche ich kann es nur jedem Empfehlen.

Liebe Grüsse
Calendula

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RE: Visionssuche - Visonquest

#20 von Serpentia , 10.08.2009 21:21

Ich werde auf jeden Fall eine klitzekleine (für Stadtmenschen) mit meiner Ovaten-Initiation verbinden.. mal schauen, wie das wird...

 
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RE: Visionssuche - Visonquest

#21 von angelikaherchenbach , 10.08.2009 21:51

ich denke, sowas hängt auch sehr stark davon ab, an was für einem Platz du dich befindest, in welcher Jahreszeit, bei welchem Wetter...

Von ganz banalen, "irdischen" Dingen also.

Aber es macht einen Unterschied, ob Du in lauen Sommernächten draußen bist, oder ob allein schon die Kälte und der Regen Dich nicht schlafen lassen.
Ob du (spirituell) von Menschen begleitet wirst, die wissen, was du da machst, oder ob du es ganz im Alleingang machst.
Ob du hungerst, Nahrungsmittel mitnimmst, vor Ort was finden kannst....
Wasser! Ganz wichtig!
Ob der Platz "sicher" ist, oder mit Störfaktoren zu rechnen ist (Wanderer, die Flut am Strand, Gewitter...)

Ich rate "Outdoor-Ungeübten" erst mal eine Nacht im Garten zu schlafen, dann mit Zelt alleine irgendwo weit ab von menschlichen Ansiedlungen, und dann...

Weiter bin ich auch noch nicht gekommen.

Angelika

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RE: Visionssuche - Visonquest

#22 von Inge , 11.08.2009 08:25

Hallo Calendula,

das hört sich schon mal sehr interessnt an. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es wichtig, die Visionssuche mit Anleitung zu machen ? Eben bezgl. der Vorbereitungen - ob mental, worauf ich mich einstellen muß, worauf ich achten muß, wie gehe ich mit Hunger um, was kann mir da draußen begegnen ....

In wie weit ist der Zeitpunkt wichtig, bzw. kann er die Visionssuche unterstützen ? Ich denke da an Lughnasadh (die Ernte unserer Gedanken, des Gelernten, unserer Erfahrungen...), oder Samhain (neues Keltenjahr beginnt und somit der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, zudem wird die Ernte betrachtet und neuer Samen wird gesäät ...), oder Beltaine (Neubeginn, Wiedererwachen ...) und der Mond könnte, denke ich, auch recht hilfreich sein ... ?

Was denkst du oder ihr dazu ?

Auf alle Fälle hat sich ein kleiner Samen in meiner hintersten Hirnwindung festgesetzt - bzgl. Visionssuche. Mal schauen, wie er sich entwickelt und wann er reif ist ...

LG Inge

 
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RE: Visionssuche - Visonquest

#23 von waldschrat , 06.12.2009 15:27

Hallo Rainer,
ich war bisher zweimal auf Visionbssuche. Hab mich in einer Gruppe darauf vorbereitet und bin dann für 4 Tage und Nächte mit Trinkwasser, Schlafsack und Tarp auf den Berg gestiegen. Dort habe ich viel im Steinkreis gearbeitet, ergänzt durch andere Zeremonien. Das wichtigste ist dabei, mir selbst zu begegnen, mir ausgesetzt zu sein und mir von der Natur draußen meine innere Natur spiegeln zu lassen.
Für mich war die Erfahrung sehr fruchtbar, ich würde aber auf keinen Fall ohne Begleitung und Sicherheissystem gehen.
Liebe Grüße, Waldschrat

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RE: Visionssuche - Visonquest

#24 von kerstin , 15.12.2009 07:56

Hallo kleiner Fliegenpilz,
so ähnlich wie Waldschrat sehe ich das auch: Ich habe mehrmals eine "kleine" Visionssuche im Rahmen von schamanischer Jahreskreis-Arbeit mitgemacht (für "weibliche Europäerinnen" ). Das wesentliche war für mich die Reinigung - Abstand gewinnen vom Alltag - den Kontakt mit dem "inneren Selbst" spüren und mich zu öffnen. Dies passierte mit Hilfe einiger Rituale, Gesprächskreise, Fasten. Grenzerfahrungen spielten eine Rolle und das zurückgeworfen sein auf sich SELBST. In der Nacht der Visionssuche selbst warteten wir "nur". Die Vision, die Offenbarung, die Inspiration passierte dann von selbst und war immer sehr beeindruckend.
Ich würde eine solche Arbeit niemals ohne fachkundige Begleitung meines Vertrauens machen und bin mir auch nicht sicher, ob ich alleine überhaupt dahin käme, wo ich hinwill. Und ich denke der Ort, wo das stattfindet ist eher zweitrangig, es ging vor allem um die innere Arbeit. Und den Spiegel des Inneren im Äußeren kann ich an vielen Orten finden.

Viele Grüße und eine erfolgreiche Suche
Kerstin

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RE: Visionssuche - Visonquest

#25 von BrigitteMüller , 25.08.2013 10:26

Hallo kleiner Fliegenpilz

Für einen gesunden Menschen halte ich eine Visionssuche nicht für gefährlich, wie manchmal geschrieben wird. Voraussetzung ist, dass ein ordentlicher, geeigneter Platz ausgewählt wird.
4 Tage fasten ist keine so große Sache und leicht von jedem gesunden Organismus zu verkraften. Ich stimme zu, dass unbedingt jemand Erfahrens dabei sein sollte, der Dich begleitet. Ich habe vor Jahren die Visionssuche einmal für mich alleine durchgeführt und das ist schon ein Unterschied zu einer Visonquest, die begleitet wird.
Aber meine Sohn (16) und Tochter (18) haben eine begleitetet Visionssuche bei der Makata-Lebensschule im Rheingau gemacht, die das für Erwachsene und Jugendliche anbieten. Sie waren total begeistert. Schau mal hier: http://www.makata-lebensschule.de/visionssuche
Hierd werden auch alle Elebnisse wunderbar gespiegelt, um sie dann in den Alltag integrieren zu können.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du findest, wonach Du Dich sehnst.

BrigitteMüller  
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RE: Visionssuche - Visonquest

#26 von BrigitteMüller , 25.08.2013 10:27

Hallo kleiner Fliegenpilz

Für einen gesunden Menschen halte ich eine Visionssuche nicht für gefährlich, wie manchmal geschrieben wird. Voraussetzung ist, dass ein ordentlicher, geeigneter Platz ausgewählt wird.
4 Tage fasten ist keine so große Sache und leicht von jedem gesunden Organismus zu verkraften. Ich stimme zu, dass unbedingt jemand Erfahrens dabei sein sollte, der Dich begleitet. Ich habe vor Jahren die Visionssuche einmal für mich alleine durchgeführt und das ist schon ein Unterschied zu einer Visonquest, die begleitet wird.
Aber meine Sohn (16) und Tochter (18) haben eine begleitetet Visionssuche bei der Makata-Lebensschule im Rheingau gemacht, die das für Erwachsene und Jugendliche anbieten. Sie waren total begeistert. Schau mal hier: makata-lebensschule.de/visionssuche
Hierd werden auch alle Elebnisse wunderbar gespiegelt, um sie dann in den Alltag integrieren zu können.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du findest, wonach Du Dich sehnst.

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RE: Visionssuche - Visonquest

#27 von Sephrenia , 27.08.2013 12:11

Juhu zusammen,

also Visionssuche fand ich auch immer spannend, hab es selbst leider noch nie in diesem Stil gemacht. Aber von den bisherigen Beschreibungen Eurer Erfahrungen oder was Euch dabei wichtig ist, kann ich nur einen Vipassana-Meditationskurs empfehlen.
Ist halt buddhistisch, man wird aber sehr schön ran geführt und gleitet. Das Ganze beinhaltet, dass man 10 Tage nicht spricht, feste Zeiten zum Meditieren besucht, nichts zu schreiben hat, kein Buch, kein Handy, kein Radio oder gar Mini-TV hat. Es gibt zwei Mahlzeiten, keinen Alk, kein Nikotin, keinen Kaffee, maximal Kräutertee, in der Regel Wasser. In den "Freistunden" sollte man für sich selbst weiter meditieren oder man kann eine Pause im Garten machen.
Die ganze Sache war für mich ein sehr einschneidendes Erlebnis, es hat mich mir selbst näher gebracht, mich zentriert und geerdet. In diesen 10 Tagen ist man mit sich allein und wird mit sich selbst konfrontiert, ob man möchte oder nicht und das kann ganz schön anstrengenden werden. Während der ganzen Zeit wird man von zwei Lehrern betreut, die rund um die Uhr erreichbar sind, falls man mit etwas nicht klar kommt, falls jedoch alles in Ordnung ist, musst Du auch mit ihnen kein Wort wechseln.

Vielleicht mag das für den ein oder anderen eine Alternative sein oder einfach mal etwas anders!

Ich wünsche Euch allen auf jeden Fall das ihr den Punkt in Eurer Suche erreicht, nach dem ihr strebt und gute, wie hilfreiche Erfahrungen mit Euch selbst

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RE: Visionssuche - Visonquest

#28 von elHakim , 27.08.2013 21:15

Hallo,

ich finde, Visionen sucht man nicht - man hat sie. Man kann den Prozess durch eine schöne Meditation einleiten, Betrachten einer flackernden Kerze oder Blick in eine Wasserschale oder eine Steinkugel. Für konkrete Fragen nehme ich gerne Tarot.
Wichtig ist aber, Visionen als solche zu begreifen und nicht abzuheben.

 
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RE: Visionssuche - Visonquest

#29 von npaul , 29.08.2013 12:55

Modelle von Visionssuchen gibt es zahlreiche wie z. B. 4-10 Tage alleine in der Natur verbringen z. B. im Wald, in den Bergen, der Wüste, oder Visionswanderung in unberührten Gegenden, usw. Allen gemeinsam ist, dass einem die künstlichen gesellschaftlichen/zivilisatorischen Reize entzogen werden und man nur auf sich selbst und das unmittelbare Umfeld reflektiert wird, ohne jegliche Ablenkung. Dieser Weg zu sich selbst ist immer eine Grenzüberschreitung bei der die gewohnte "Alltagswelt" zurückgelassen wird. Je vollständiger deren, wie auch die zahlreichen selbst gestrickten Indoktrinationen abgelegt werden können, um so mehr kann die ureigene Vision hervorkommen. Das bedeutet auch, die körperlichen Energiereserven wie auch die fremdgesteuerten geistigen Programmierungen, durch Reizentzug und/oder Erschöpfung so zu schwächen, dass sie die eigene Vision kaum noch beeinflussen oder gar verhindern können. An diesem Punkt und erst dann, hat die individuelle ureigene Vision eine Chance durch zu kommen. Und da dies eine Grenzerfahrung ist, sollte man sie nicht einfach mal so, sondern unter kundiger Anleitung unternehmen. Allerdings kosten diese naturbezogenen Visionssuchen viel Zeit und mehr oder weniger umfangreichen Reiseaufwand. Mit Vor- und Nachbereitung wird auch eine viertägige Visionssuche nicht weniger als 10 Tage Gesamtaufwand beantspruchen, eher mehr.
Wir unternehmen bei Druidentor einmal im Jahr eine etwas andere Form der Visionssuche und nutzen dabei die Kraft des Feuerhüttenrituals, das zudem europäische Wurzeln hat und damit die Kraft der Regionalität nutzt. Es werden hier zwischen Freitagabend und Sonntagmittag drei Schwitzhüttenrituale abgehalten, wobei zwei der thematischen Vorbereitung dienen und die Dritte als eigentlich Visionshütte durchgeführt wird. Hiermit erreichen wir sehr gute Ergebnisse in sehr kurzer Zeit (3 Tage), wobei man sich besser die nächsten zwei Tage noch frei nimmt. Wichtig ist auch zu wissen, dass die ureigene Vision nicht nur in der Hütte hochkommen kann, sondern auch noch bis zu 10 Tagen danach, weshalb wir auch in dieser Zeit immer erreichbar sind.
Doch gleich auf welchem Weg man zu seiner Vision unterwegs ist, diese Wege zu gehen, gehört zum Lebendigsein und zur eigenen, ganz individuellen Entwicklung. Also nur Mut und ein offenes Herz

Mit herzlichen Grüßen, Norbert

 
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