Besuch bei der Schamanin

#1 von inis , 04.04.2009 15:13

Hey ihr Lieben,

bin schon einigermaßen gespannt (fast schon aufgeregt), am Dienstag hab ich meinen ersten Termin bei der örtlichen Schamanin!


...Aus verschiedensten Gründen (die alle aufzuzählen hier zu lange dauern würde) hab ich nämlich den Eindruck, daß eine klassische psychotherapeutische Behandlung mich nicht (mehr) so recht weiterbringen wird, und zwar mit Themen, die der Schulmediziner Depression und Hysterie nennen würde.
Naja, in meiner Kontaktaufnahme mit der Schamanin schrieb ich von meinem Gefühl, wie unter einem Schatten zu stehen, und am Telefon stellte sie mir vorbereitende Fragen, die sehr spannend sein könnten... ob Menschen aus meiner Familie unwürdig gestorben seien, was es an Fehl- und Totgeburten in unserer Familie gab... als ob sie vermutet, daß ich vielleicht im weitesten Sinne ein "Geisterproblem" hätte - bin ich vielleicht gar besessen? Meine Jahreskarte aus dem Pflanzenorakel, die Alraune, sagte ja genau das - Besessenheit.
Na, ich bin jedenfalls mal gespannt, würde gern mit euch darüber reden - wer von euch hat denn in der Hinsicht schon übernatürliche / übersinnliche Erfahrungen gemacht? Und es gibt ja auch einige hier, die auch auf dem schamanischen Weg wandeln...?

Ich erzähl euch auch bei Gelegenheit gern mehr, wenn es wen interessiert - die Frau, die ich treffen will, hat jedenfalls verschiedenstes auf Lager (ist "ganz normale" Heilpraktikerin, Reiki-Meisterin, Schamanin, macht auch Pastlife-Arbeit oder Seelenrückführungen... nur von Druidentum hat sie nix geschrieben ).

Bis dann - und ich freu mich auch, wenn ihr mir einfach nur die Daumen drückt!

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#2 von Anna , 04.04.2009 17:29

Zitat
Bis dann - und ich freu mich auch, wenn ihr mir einfach nur die Daumen drückt!



Na dann....ganz fest Daumendrück



möge LIcht in die Ecken kommen, die du gerne beleuchtest hättest


Anna

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RE: Besuch bei der Schamanin

#3 von Serpentia , 04.04.2009 20:32

Besessen? Das klingt so christlich negativ - sagen wir doch einfach, dass sich da evtl. jemand nicht von Dir trennen kann.

Das muss nichts schlechtes sein, für Dich. Kann es aber natürlich. Manche schamanisch arbeitenden Menschen suchen ja genau diesen Kontakt zu ihren Ahnen.

Ich habe damit keine direkten Erfahrungen bisher, nur aus zweiter Hand erzählt bekommen, daher überlasse ich den Thread mal anderen. Wollte nur sagen, das ist schon nicht verkehrt, was Du da machst. Ich kenne viele, denen ein echter Schamane (und das ist halt der Trick, so jemanden zu finden) sehr hat helfen können.

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die heute Ulmen und Eiben gepflanzt hat und ziemlich KO ist

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#4 von Hjördis ( Gast ) , 04.04.2009 21:08

Besessenheit simmt schon als Ausdruck, denn es bedeutuet, besetzt zu sein von einer Wesenheit. Es gab/gibt eineige wenige Schuspieler, die ganz gezielt mit solchen Besessenheiten gearbeitet haben/arbeiten. Klaus Kinski war so einer. Nur hatte der irgendwann das Problem, dass er seine Besetzer nicht mehr richtig losgeworden ist....

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RE: Besuch bei der Schamanin

#5 von inis , 05.04.2009 09:56

Zitat von inis
...mit Themen, die der Schulmediziner Depression und Hysterie nennen würde.
Naja, in meiner Kontaktaufnahme mit der Schamanin schrieb ich von meinem Gefühl, wie unter einem Schatten zu stehen


Vielleicht noch etwas genauer - mit den Themen schlage ich mich seit etwa 1997 rum (fällt natürlich auch schön mit dem "Ausbruch" der Pubertät zusammen ).
Eine schlimme Depressionsphase hatte ich um 2001 udn dann wieder 2005 rum, da hab ich eher wochenlang größtenteils nur auf meinem Bett gelegen und die Zimmerdecke angestarrt - äußert sich bei mir am meisten in Antriebslosigkeit und einem Gefühl von allgemeiner Sinnlosigkeit.
Noch heute fällt es mir teils sehr schwer, "in die Gänge zu kommen" und mich aufzuraffen; hinzu kommt ein teilweise krasser Selbsthaß und -zweifel, immer wieder mit dem Gefühl, "nicht gut genug zu sein" (für was eigentlich?) und alles Schöne nicht verdient zu haben...
Jau, das vielleicht als Konkretisierung...
Danke für euer Verständnis und eure Diskretion!

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#6 von KleinerFliegenpilz , 05.04.2009 10:41

Wenn Du Dich sowieso mit schamanischen Arbeitsweisen beschäftigst und trotz aller Antriebslosigkeit vielleicht doch eher der Typ sein solltest, der die Dinge gerne selbst regelt oder anderen (Therapeuten etc.) ein wenig misstraut, dann könntest Du ja auch mal einen Blick in das Buch "Reise hinter die Finsternis: Aus der Depression zur eigenen Schamanenkraft" von Carlo Zumstein werfen. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, aber schon gehört, dass es u.U. hilfreich sein kann. Nicht umsonst sagt man, dass eine Depression auch Hinweis auf eine schamanische Berufung oder, allgemeiner, eine ins Stocken geratene initiatorische Krise sein kann.
Ich wünsche viel Glück und Erfolg für diesen Termin!

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#7 von Salix , 05.04.2009 14:04

"Vielleicht noch etwas genauer - mit den Themen schlage ich mich seit etwa 1997 rum (fällt natürlich auch schön mit dem "Ausbruch" der Pubertät zusammen ).
Eine schlimme Depressionsphase hatte ich um 2001 udn dann wieder 2005 rum, da hab ich eher wochenlang größtenteils nur auf meinem Bett gelegen und die Zimmerdecke angestarrt - äußert sich bei mir am meisten in Antriebslosigkeit und einem Gefühl von allgemeiner Sinnlosigkeit.
Noch heute fällt es mir teils sehr schwer, "in die Gänge zu kommen" und mich aufzuraffen; hinzu kommt ein teilweise krasser Selbsthaß und -zweifel, immer wieder mit dem Gefühl, "nicht gut genug zu sein" (für was eigentlich?) und alles Schöne nicht verdient zu haben..."

Hallo Inis,
In Deinem Falle handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit tatsächlich "nur" um ausgewachsene Depressionen und keinesfalls um Besessenheit, denn da sind die Symptome völlig andere. Angefangen von quälenden Träumen, Schlaflosigkeit, Angstzustände, Verfolgungswahn, Selbstverstümmelung bis hin zu Suizidgedanken, multiple Persönlichkeitsspaltung, Aggresivität...
ich weiss nicht in welchem Umfeld Du lebst und ich kenne Deine Lebensgesschichte nicht, ergo kann ich nicht viel zu deinem Zustand sagen, ausser dass Du, wenn es sich nicht um nichtverarbeitete Traumata handelt, vielleicht (wie kleiner Fliegenpilz es andeutete) ab und an "die dunkle Nacht der Seele" durchläufst - ohne sie anzunehmen.
Auf jeden Fall ist es gut, dass die Schamanin anscheinend so ernsthaft ist, alle Aspekte Deines Lebens auszuleuchten bevor sie eine Diagnose abgibt. Das klingt ermutigend und ich wünsche Dir viel Erfolg!

LG
*Salix*

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#8 von Sommerfalke , 08.04.2009 18:17

Hallo Inis!

Ich muß gestehen, daß ich nicht so begeistert bin wenn ich höre wie leichtfertig manche Menschen mit Besessenheit oder früheren Leben anrücken ohne erst einmal gewissenhaft die üblichen, und wahrscheinlicheren, Gründe für das Problem zu prüfen. Ich will deine Schamanin nicht runtermachen ohne daß ich sie kenne, aber das könnte ein Warnzeichen für einen Scharlatan sein.

Ich selbst arbeite vorwiegend schamanisch und vor allem im seelischen Bereich, auch oft für andere, und eine Bessenheit im klassischen Sinne ist meiner Erfahrung nach der Ausnahmefall, der sich in der Tat auch anders äußert als durch die von dir beschriebenen Symptome.

Das Gefühl unter einem Schatten zu stehen kenne ich übrigens auch. Ich empfand es regelrecht als eine körperlich wahrnehmbare Glocke. Bei mir war es definitiv eine klassische Depression mit ganz profanen Ursachen, aus der ich mich letztendlich selbst befreit habe - mit schamanischen Methoden, Meditation, positivem Denken, einem liebevollen Umfeld und der Beseitigung der Depressionsursache in meinem Leben.

Alles Gute für dich!
Chris

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#9 von Rainer , 08.04.2009 19:37

Liebe Inis,

ich kenne Dich nicht und ich kenne erst recht nicht Deine Schamanin. Ich würde bei der Schilderung Deiner Problematik eher auf eine Depri tippen, unter dem Vorbehalt das ich von "Ferndiagnosen" nix halte.

Weißte, eine große Sensibilität/Sensitivität ist eine zweiseitige Münze sie kann einem erfolgreich spirituell arbeiten lassen oder als Heiler tätig sein, Seelsorger im weitesten Sinn usw. Sie zeigt einem aber auch überdeutlich die "Schattenseiten" des Lebens

Mein Vorredner Turquois hat es eigentlich meiner Meinung nach ganz gut auf den Punkt gebracht: "Das Gefühl unter einem Schatten zu stehen kenne ich übrigens auch. Ich empfand es regelrecht als eine körperlich wahrnehmbare Glocke. Bei mir war es definitiv eine klassische Depression mit ganz profanen Ursachen, aus der ich mich letztendlich selbst befreit habe - mit schamanischen Methoden, Meditation, positivem Denken, einem liebevollen Umfeld und der Beseitigung der Depressionsursache in meinem Leben." Es ist nicht immer einfach mit seinem Schatten zu arbeiten, aber es ist machbar und den Weg haben schon viele erfolgreich beschritten. Manchmal muß man halt ein bißchen suchen.

Alles Gute für Dich und viele Grüße nach dem schönen Hamburch!

Rainer
der Zaunreiter, der auch die Schattenseiten kennt!

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#10 von inis , 10.04.2009 12:32

Hey ihr Lieben,

erstmal ganz herzlichen Dank für eure Anteilnahme!

Bin vor meiner Abfahrt leider nicht dazu gekommen, mich hier noch ausführlich zu melden, und hab auch jettz nur kurz Zeit...

...im Grunde genommen haben die Schamanin und ich erstmal "nur" ein Gespräch geführt, wie ich das von "klassischen" Psychotherapeuten auch kenne, z.B. bestimmte Sätze formuliert, die meine Befindlichkeiten ausdrücken sollen. Woher aber dieses Gefühl, so schuldig zu sein und vieles nicht verdient zu haben, kommen mag? Hier fragte sie dann ganz vorsichtig, ob ich an Seelenwanderung glaube und schlug vor, ggf. mal eine Rückführung zu machen. Darauf hatte ich eh schon länger Lust, und so werden wir dafür noch einen Extratermin ausmachen. Ansonsten haben wir halt aus den negativen Sätzen positive Ziele und Visionen formuliert, die ich mir jetzt vorsagen darf / soll / kann.

Hm, war das jetzt ein bißchen knapp? Ich fand sie zumindest alles andere als scharlatanös, und von irgendwelchen verstorbenen Familienmitgliedern war auch keine Rede mehr.

Bis bald!

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#11 von KleinerFliegenpilz , 10.04.2009 12:53

Klingt für mich nicht unbedingt nach schamanischem Tun, aber das heißt ja nicht, dass es nicht auch was bewirken kann. Also viel Erfolg!
Wollen nicht hoffen, dass eine weitere Maria Magdalena dabei rauskommt...
(nicht böse oder abwertend gemeint!)

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#12 von Salix , 11.04.2009 15:30

"Wollen nicht hoffen, dass eine weitere Maria Magdalena dabei rauskommt...
(nicht böse oder abwertend gemeint!)"

*Pruuuust*
Sorry aber das war jetzt ganz spontan und ebenfalls nicht böse gemeint...aber eigentlich hat KleinerFliegenpilz recht, schamanisch ist es nicht unbedingt...

LG
*Salix*

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#13 von Sommerfalke , 12.04.2009 13:45

Wieso? Schamanen erkunden sich doch auch erst nach dem Befinden des Klienten.
Und Rückführungen sind definitiv Trancearbeit.

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#14 von Salix , 12.04.2009 18:52

Wieso? Schamanen erkunden sich doch auch erst nach dem Befinden des Klienten.
Und Rückführungen sind definitiv Trancearbeit.

Richtig. Schamanen erkundigen sich auch erst nach allen Symptomen der Krankheit und dem Befinden des Patienten.
Falsch. Trancearbeit gehört allein in den Zuständigkeitsbereich des Schamanen. Der Klient wird zwecks Mangels an Erfahrung und Wissen der Trance nicht ausgesetzt. Ausnahmen gibt es bei vollkommen geistig wie körperlich gesunden Individuen welche auf "der Suche" sind. Dabei handelt es sich hauptsächlich um "Geistreisen" und nicht um Rückführungen.

Zumindest habe ich es so gelernt.

LG
*Salix*

 
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RE: Besuch bei der Schamanin

#15 von KleinerFliegenpilz , 13.04.2009 10:49

Jep. Der Schamane/die Schamanin ist der "Macher", nicht der Kunde. Dafür hat er seine/ihre Hilfs- und Schutzgeister. Und die nötige Erfahrung.

 
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