Cernunnos Meditation

#1 von Emrys , 29.03.2009 19:08

Awen

Du gehst durch einen Wald im schwindenden Licht der Abenddaemmerung.

Durch die Aeste der hellgruen belaubten Baeume scheint das orange Licht der untergehenden Sonne und du spuerst die Waerme der letzten Strahlen.

Es ist an der Schwelle von Fruehling und Sommer.

Je mehr das Licht schwindet, desto mehr beginnst du, aus dir selbst heraus zu strahlen.

Du spuerst mit jedem Atemzug, wie das Licht, welches du ausstrahlst heller wird.

Du streckst dich.

du spuerst wie deine Glieder staerker werden.

Mit jedem Mal, das du Luft holst nimmst du die Geraeusche, Gerueche und alle anderen Eindruecke um dich herum staerker wahr.

Auch Dein Inneres Licht verstaerkt sich mit jedem Atem.

Deine Glieder strecken sich immer weiter.

Du stellst erst den einen, dann den anderen Huf auf die Erde.

Nun stehst du mit allen Vieren auf der Erde.

Dein Hals streckt sich.

Du spuerst ein maechtiges Geweih, welches auf deinem Kopf prangt und bemerkst, dass zwischen den Sprossen des Geweihs das Licht der Sonne strahlt.

Ihre Strahlen durchdringen dich nun ganz.

Du bist eins mit der Natur, mit allen lebenden Wesen.

Du bist nun eins mit dir selbst.

Du spuerst den Rythmus der Erde unter dir; der Heimat deines Wesens.

Du spuerst den Rythmus des Himmels ueber dir; der Gedanken deines Wesens.

Du spuerst den Rythmus des Meeres, noch entfernt; der Emotionen deines Wesens.

Du laesst langsam das Meer, die Erde, den Himmel und den Wald verblassen.

Deine Glieder kehren in ihre menschliche Gestalt zurueck.

Dein strahlendes Geweih jedoch bleibt. Das, was dich strahlen laesst,

das, was dich dich selbst sein laesst wirst du nun niemals mehr verlieren.

Bewahre die Liebe und die Freude, das Wissen und die Weisheit, bewahre dein Sein im ewigen Strom.

Awen

 
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