Reinigung der Kultur?

#1 von Anna , 17.02.2009 19:15

Hallo

ich war auf der Schamanenausstellung in Stuttgart. Dort wird ausgeführt, dass das Russland von Lenin und Stalin viel kaputt gemacht hat, weil sie die Ausübung verboten hat. Mittlerweile ist es wieder erlaubt und sie haben in Sibirien sogar Schamanenkliniken.

Aber mir viel auf, dass es ganz vielen Kulturen so erging. angefangen mit der Inquisition und Hexenverbrennung bei uns, die Indianer in Amerika, die Protestanten auf den westlichen Inseln in Schottland (Ja! 2000 haben sie nochmal bekräftigt, das am Sonntag nur Kirchenlieder gesungen werden dürfen und nicht getanzt werden darf!) und man kann ja ewig so weitermachen.

Da es überall auf der Welt passiert, frage ich mich, ob es eine nötige Reinigung ist, das einfach Dinge vergessen werden müssen, um neue Dinge aufzunehmen.
es soll keine Entschuldigung sein, sondern einfach ein Versuch von mir das alles einzuordnen. Sowas geht ja einfacher mit Abstand, als direkt im Geschehen...

Anna

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RE: Reinigung der Kultur?

#2 von Alchemilla , 17.02.2009 20:27

Anna, was viele Menschen vergessen, ist, dass die Kultur an sich solche Vorgaenge direkt benoetigt, damit sie sich weiter entwickelt. Das klingt brutal, ist aber so. Denn nur durch solche Geschehnisse entwickelt sich Sitte, Brauch, Tradition und letzten Endes auch die Sprache der jeweiligen Kultur weiter.

Insofern ist dein Gedankengang auf rein kultureller Basis nicht falsch.

Es gibt da einige ethnologisch-volkskundliche Abhandlungen, z.B. von Strack bereits 1900, falls es dich interessiert.

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#3 von Alfhir , 17.02.2009 21:11

alfhir´s kleiner bardischer komentar...... :

nichts geht verloren,........wird nur immer neu geboren... . steigt die leiter stück für stück..... immer weiter.. und bringt das was bleibt zurück...... in dem frieden deiner tränen wachsen blumen und moränen........ nichts ist ewig nur ein traum.... führt den sucher an den saum.....
bist heut... held und morgen mörder,......hexenschänder,....negerhändler.... und im nächsten lebensblick....allversteher ,.......volkesglück........

so gehst du das leben weiter...., bis zu schluß...ins weiße licht.......
hier,.... bist du vieleicht gescheiter kommst zu helfen schnell zurück....... .

Alfhir......

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#4 von Alchemilla , 18.02.2009 10:33

Eines vorweg: die Hexenverfolgung war keine Kulturreinigung, sondern ein auf Religion basierender Massenmord und die meisten machen den Fehler die Hexenverfolgung auf die Inquisitionszeit zu schieben. Das war der Hoehepunkt, aber verfolgt werden Hexen auf die ein oder andere Weise schon seit die Magi nach Griechenland kamen.

So aber nun zum Thema. Kultur kann man nicht reinigen. Nur um ein paar Beispiele aus meinem Schwerpunkten zu geben (da kenne ich mich besser aus als z.B. mit Arbeitsforschung ).

Erzaehlforschung:
Die Gebrueder Grimm haben Maerchen gesammelt (nicht geschrieben). Diese Maerchen wurden muendlich wieder gegeben und in volksundlichen Atlanten gesammelt. Je nach Region war ein und dasselbe Maerchen mit anderen Figuren, anderem Ende etc, denn Maerchen ebenso wie Volkslieder sind Volksgut und damit individuell veraenderbar. In anderen Worten sie haben kein Copyright. Nun wurde z.B. ein Maerchen 1732 so erzaehlt, 100 Jahre spaeter wurde es durch aeussere Einfluesse (Krieg, Hunger, etc.) veraendert weiter gegeben. Das alte Maerchen musste also "sterben", um einem neuen Maerchen bzw. einem veraenderten Maerchen Platz zu machen. Aber das alte Maerchen existiert in den Grundzuegen weiter. Das ist eine kulturelle Veraenderung.

Brauchforschung:
Jeder Brauch ist individuell und niemals feststehend. Wir feiern Weihnachten (na zumindest die meisten) mit einem Adventskranz. Der Adventskranz wurde im 19. Jahrhundert (und nicht von den Kelten wie weithin angenommen) vom Leiter des Waisenhauses "Das Rauhe Haus" entwickelt, urspruenglich mit 24. Kerzen. Heute sind es noch 4 Kerzen und obwohl viele Familien einen Adventskranz haben ist der doch individuell unterschiedlich. Klein, gross, weisse Kerzen, rote, pinke.. auch hier wurde eine kulturelle Begebenheit durch eine andere "ersetzt". Aber sie existiert nach wie vor.

Volksfroemmigkeit:
Viele aberglaeubischen Handlungen wurden verboten, z.B. einem Gehaengten die Finger abzuschneiden etc. dennoch wurden diese Vorgehen im Geheimen weiter gemacht und veraendert, z.B. durch die Hasenpfote. Frueher spuckte man sich wenn jemand einen boese ansah dreimal auf den Ringfinger. Das tut heute niemand mehr, aber wie viele Menschen sagen "toi toi toi"? Das kommt genau daher.

Kulturen, Braeuche etc. wie zum Beispiel die Kultur der Schamanen verschwinden nicht, sie werden auch nicht "gereinigt". Sie aendern sich, ebenso wie die Sprache, das Aussehen der Menschen etc. Sie weichen um Neuem Platz zu machen. Eine kulturelle Reinigung ist nicht moeglich, solange es Menschen gibt die einen Brauch o.ae. weiterfuehren. Und das kann schon im Kleinen sein und muss auch nichts aufwendiges sein. Nur ein kleines Beispiel aus meiner Familie: Wenn mein Vater zu Sonnwende ein Feuer entzuendet und die Gemeinde verbietet es, und er zuendet vielleicht kein Lagerfeuer mehr an, sondern "nur" den Grill, als Symbol, dann aendert sich sein Brauch, aber der Inhalt bleibt derselbe. Wenn ich nun kein Feuer machen darf, sondern "nur" eine Kerze anzuende, dann fuehre ich den Brauch meines Vaters weiter, auf meine Art aber mit derselben Bedeutung. Das eine weicht dem anderen, aber es loest sich nicht auf.

Versteht ihr?

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#5 von Sommerfalke , 18.02.2009 10:54

Hm... von einem übergeordneten Standpunkt gesehen mögen solche "Reinigungen" durchaus notwendig sein - Veränderung ist halt ein Naturgesetz.

Aber vom menschlichen Standpunkt empfinde ich es nicht als natürlich, daß manche Menschen(gruppen) anderen ihren Willen aufzwingen und sie ihrer Kultur berauben. Das ist einfach nur Mißachtung und ein Vergehen an seinen Mitmenschen wie auch an sich selbst.

Es gibt einen Unterschied zwischen natürlicher Veränderung und dem Wahnsinn, den wir seit Jahrtausenden betreiben.

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#6 von Anna , 18.02.2009 11:04

Mir kam halt der Frühjahrsputz in den Sinn,
aber es ist dann doch schon eher so, dass der Schwiegerdrachen kommt, mal kurz alles raushaut, was er nicht mehr für nötig erachtet, und ich dann damit dem Leben muß, dass mir die Eni ne neue Einrichtung hinstellt und ich noch dankbar dafür sein muß...


Zitat
Es gibt einen Unterschied zwischen natürlicher Veränderung und dem Wahnsinn, den wir seit Jahrtausenden betreiben



auf jedenfall. Da es aber in jeder kultur irgendwie vorkommt, war mein Gedankengang, abgesehen davon dass es Wahnsinn ist und weh tut, ob es nicht eine Art Reinigung ist, dass einfach Dinge, auch an denen man hängt, untergehen müssen, und dann, wenn alles vergessen ist, darf man wieder loslegen und sich neue Sachen auf sein Können suchen. weil ein Schamane hört ja nicht auf Schamane zu sein, nur weil man ihm seine Bärentatzen wegnimmt.

und kommt man dann auf andere Dinge, oder findet man in der anderen Welt die gleichen Dinge vor und bildet "wieder" die selben Mythen und Ideen aus?

Anna

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RE: Reinigung der Kultur?

#7 von Alchemilla , 18.02.2009 11:42

Das Thema Kultur an sich ist schwierig und man bewegt sich mit einigen Aussagen auf sehr duennem Eis. Und ja ich stimme zu, dass es menschenverachtend ist und das sowas nicht sein sollte. Aber ich sehe es hier und jetzt aus dem wissenschaftlichen Aspekt heraus. Das mag herzlos sein, aber die Wissenschaft sollte in einigen Faellen nicht emotional beeinflusst werden. Das faellt Historikern etc natuerlich viel schwerer als einem Physiker.. aber manchmal muss es sein. Auch wenn man das erst lernen muss.

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#8 von Alchemilla , 18.02.2009 12:13

Ich nochmal.. mir ist ein Beispiel eingefallen, dass es eine "Kulturreinigung" im Sinne von "ausloeschen" nicht gibt.

Seht euch doch uns an. Die Paganen, Druiden, Hexen.. jahrhundertelang haben die Christen versucht "uns" auszuloeschen, die Welt und damit die Kultur von uns zu reinigen. Auf schlimme und noch schlimmere Weise. Und? Die Paganen (um bei einem Wort zu bleiben) verschwanden immer wieder fuer eine Weile im Untergrund, blieben im Geheimen. Aber sie kamen immer wieder. Ebenso war es mit den Schamanen in Sibirien.

Man kann eine Kultur weder reinigen noch 100% ausloeschen, es geht nicht und wenn ihr euch viele alte angeblich ausgestorbene Kulturen anseht, werdet ihr herausfinden, dass Reste blieben. Und solange es nur einen einzigen Menschen gibt, der einen kleinen Rest bewahrt und weiterfuehrt, solange besteht eine Kultur weiter. Wenn auch nur im Kleinen.

So genug wissenschaftlicher Senf von meiner Seite, ich hoffe ihr habt verstanden, was ich euch sagen wollte.

Ich kann nichts dafuer, ich bin Kulturanthropologin/Volkskundlerin und alleine der Gedanke, dass das Ausloeschen bzw. Reinigen einer Kultur moeglich waere, stellt bei mir die Nackenhaare auf.

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#9 von angelikaherchenbach , 18.02.2009 13:27

Ein Spruch, den mir mal jemand geschenkt hat:
Tradition heißt, das Feuer zu nähren und nicht die Asche anzubeten...

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RE: Reinigung der Kultur?

#10 von yannik ( Gast ) , 18.02.2009 13:36

Da fällt mir ganz konkret ein feature ein, das ich gestern im TV gesehen habe. Es ging um die letzte Frau, die den heiligen Tempeltanz in Kambotscha an junge Mädchen und Frauen weitergibt, nachdem die Khmer rouge alle Kulturträger ermordet haben. Das Beispiel Kambotscha ist wahrscheinlich mit das krasseste, was wir an Kulturauslöschung in unserer Zeit haben. Aber selbst da ist es nicht geglückt, den Göttern sei Dank!
Ich persönlich empfinde es nicht als"Reinigung" , wenn Kulturen mit Gewalt ausgemerzt werden.
Kulturen verändern sich auf natürliche Weise durch Weiterentwicklung. Was aus Naturreligionen werden kann, wenn man sie lässt, sieht man am Shintoismus in Japan.
Das Ganze als Reinigung und natürlichen Vorgang zu sehen, birgt die Gefahr des sozialdarwinistischen G'schmäckles
Aber selbstverständlich sind wir die Kinder der Verwandlung

Ar Gwir eneb dar Bed
Yannig/l

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RE: Reinigung der Kultur?

#11 von Inge , 18.02.2009 13:50

Hallo Anna,

da hast du aber ein "schwieriges" Thema aufgegriffen.

Wenn ich die bisherigen Beiträge lese, dann stehe ich unter einem Wechselbad, zwischen "Kopfnicken" ( ja, alles muß in Bewegung bleiben. Es muß Änderungen/ (Ver)Wandlungen geben, sonst bedeutet es Stillstand = Tod) und Magenkrämpfen (nicht auf Kosten von Gruppierungen)... Die Gedanken fahren wieder einmal Karusell. Ich versuche einige festzuhalten und zu erkäutern.

Ich frage mich, "wer" hat eine andere Gruppe unterdrückt und ihr ihren Glauben, ihre Religion, ihre Spiritualiät genommen bzw. versucht zu nehmen ( auszumerzen) ? Welcher Beweggrund lag dahinter ? Warum gelang es ihnen ? Was haben die "unterdrückten" Gruppen gelebt oder repräsentiert ?


Ich bin nicht die "Fachfrau", was Russland angeht. Doch wie war die Regierung unter Stalin aufgebaut ? Gleichheit, "Religion ist Opium für das Volk" - also schlecht ... Und dann kommen die Schamanen daher. Das läuft nicht konform mit der "roten Bibel". Wenn das Volk zu den Schamanen geht und deren Glaubensgrundsätze teilt, dann ist es nicht mehr unter Kontrolle, was "eine gewisse Gefahr birgt"....

Die weißen Frauen hatten das Pech, ihren Beruf in einer von Männern bestimmten Welt ausüben zu wollen. Konkurrenz zu den kräuterkundigen Mönchen uuuuuuh

Meiner Meinung nach liegt die Unterdrückung Anderer in der Natur des Menschen. Dieses Phänomen tritt immer dann auf, sobald sich jemand über andere behaupten möchte, Macht ausüben möchte. Warum sie dies tun? Dies ist ein Thema für Psychologen- warum will ich größer, besser, stärker als andere sein? Warum habe ich eine "Profilierungsneurose" ( so nenne ich dieses Phänomen ganz gerne, auch wenn es vielleicht begrifflich nicht korrekt ist )

Warum wehren sich die anderen nicht dagegen und wenden den Untergang ab ? Vielleicht sehen sie keinen Grund oder die Notwendigkeit sich zu wehren. Vielleicht sind sie einfach zu friedlich eingestellt und der Griff nach Gewalt behagt ihnen nicht. Vieleicht können sie nicht so gemein und brutal denken und handeln, wie der "Gegner". Vielleicht haben sie moralische Skrupel. Vielleicht sind sie einfach zu "nett", um mit den gleichen "Waffen" wie die anderen zu kämpfen, sind nicht skrupellos genug...


Ich sehe ehrlich gesagt keinen Sinn darin und keine Notwendigkeit, daß Kulturen, wie die Druiden, die sibirischen Schamanen, die weißen Frauen und Männer, die Indianer, die Tibeter.... bzw. deren Tradition ausgemerkelt werden müssen um der Moderne und dem Fortschritt Platz zu machen. Ich bedauere es sehr und es macht mich sehr Wütend, daß wichtige Menschen und deren Wissen "durch Dummeheit" ( ) zerstört werden. Ich bin dafür, daß das alte Wissen und die heiligen Handlungen erhalten und von Generation zu Generation weitergeben wird, daß diese jedoch an die aktuelle Zeit mit ihren Gegebenheiten angepaßt wird
LG Inge

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#12 von Salix , 18.02.2009 16:22

Als das Römische Imperium zusammenbrach, stürzte das ganz Europa in eine tiefe Krise. Für uns Menschen ist eine plötzliche Veränderung ein Unfall, wie bei einem Autounfall. Oder etwas, das wir nicht unter Kontrolle haben, wie etwa eine tödliche Krankheit. Wir können uns nicht vorstellen dass plötzliche, radikale, irrationale Veränderungen zum Grundmuster unseres Lebens gehören. Das wirkliche Leben ist keine Abfolge miteinander verbundener Ereignisse, die nacheinander eintreten so wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht sind. In Wirklichkeit ist der Ablauf des Lebens, und somit auch der Kultur, eine Reihe von Ereignissen, in der ein Ereignis die folgenden in einer vollkommen unberechenbaren, vielleicht sogar verheerenden Weise verändern kann. Das gehört zur Evolution und da wir Menschen eine Spezies sind die sich durch ihr Verhalten definiert, ist dies auch die Art wie wir uns entwickeln.
Viele Zivilisationen sind einfach verschwunden OHNE das Zutun von aussen, daher kann man sagen das überkommene Systeme sich auch von innen heraus selbst zerstören. Es gibt eine Entstehung, ein Aufblühen und dann plötzlichen Untergang einer Kultur bzw Zivilisation. So ist nun mal der Lauf der Dinge und das Gesetz der Natur: Geburt, Leben und Tod.
Aber Nichts verschwindet auf immer, immer bleibt ein Körnchen übrig aus dem sich wieder, zu gegebener Zeit, etwas neues entwickelt. Wiedergeburt.
Wir sind nicht die Druiden, Hexen, Schamanen von damals. Wir sind Kinder unserer Zeit und etwas völlig neues.
Wir leben in einer Zeit wo wieder grosse Veränderungen stattfinden.
Die Strukturen der vorherrschenden abrahamitischen Religionen bröckeln und mit ihnen die maroden Börsen, die von Gottes finanzgewaltigem Wort stärker abhängig waren als wir alle glaubten. Gleichzeitig existiert die grosse intellektuelle Rechtfertigung der Wissenschaft nicht mehr, sie versprach uns die totale Kontrolle. Sie hat immer behauptet dass sie vielleicht im Augenblick noch nicht alles weiss, aber dass sie irgendwann alles wissen wird. Jetzt sehen wir dass das nicht stimmt. Es ist nur leere Prahlerei.
Sowohl die vorherrschenden Religionen als auch die Wissenschaft haben einen gemeinsamen Ansatz: "macht euch die Erde untertan" und wie wir jetzt sehen ist dies jämmerlich gescheitert. Warum? weil beide anstatt zu kooperieren, sich bekämpfen.
Einstein sagte sehr treffend "Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind"
Vielleicht ist es unsere Aufgabe die zwei Hälften wieder zusammenzufügen denn wir lehnen beides nicht grundsätzlich und dogmatisch ab.
Was also wird passieren?
Jede grosse Veränderung ist wie der Tod, man sieht die andere Seite erst wenn man dort ist.

LG
*Salix*

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#13 von Inge , 18.02.2009 16:38

Zitat von Salix
...Sowohl die vorherrschenden Religionen als auch die Wissenschaft haben einen gemeinsamen Ansatz: "macht euch die Erde untertan" und wie wir jetzt sehen ist dies jämmerlich gescheitert. Warum? weil beide anstatt zu kooperieren, sich bekämpfen....



Hallo Salix,

dieser Ausspruch "macht euch die Erde untertan" ist meiner Meinung nach ein absolut falscher Ansatz. Der Mensch soll mit der Erde leben und sie sich nicht untertan machen, sie nicht unterdrücken. Wir sehen ja, wohin uns das bisher geführt hat...

LG Inge

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#14 von Salix , 18.02.2009 16:51

Hallo Inge

NATÜRLICH ist es ein völlig falscher Ansatz. Deshalb ist er ja auch zum Scheitern verurteilt.

LG
*Salix*

 
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RE: Reinigung der Kultur?

#15 von angelikaherchenbach , 18.02.2009 17:15

Der fatale biblische Auftrag "Macht euch die Erde untertan" ist m.E. erfüllt. Nun muss ein neuer kommen, den wir uns selbst geben sollten, z.B. Macht euch zu Untertanen der Erde oder des Lebens... Wobei mir der Begriff "Untertanen" so oder so nicht gefällt...

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