Tod und Trauer...

#1 von Esme , 15.02.2009 17:30

...gehören zum Leben genauso wie die Freude.
Jeder hat seine eigene Art und Weise damit umzugehen. Schon als 6-jährige machte die schmerzliche Erfahrung einer Trennung von einem geliebten Menschen. Der "liebe Gott" hatte meinen Opa geholt. Das konnte und wollte ich nicht glauben, wie kann das ein lieber Gott sein, wenn er meinen Opa von meiner Seite reißt, er schaut vom Himmel auf mich herab, wurde mir zum Trost erzählt. So ein Quatsch, befand ich.
Viele Tode, Schicksalsschläge begleiteten mich durch das Leben, zwei davon trafen mich noch härter, brachten mich aber auch wieder auf den Weg, auf dem ich mit meinem Opa war, der Glaube an die die Natur mit all ihren Göttern und Geistern, denn Trost fand ich immer nur dort.
was ich auch glaube und eigentlich sagen wollte und gerne eure Meinung dazu hören würde: kann ein Mensch, der immer gegen seine Krankheit gekämpft hat, durch Schicksalsschläge so herunter gezogen werden, das er sich und seinen Körper aufgibt, das er sterben will und stirbt.
Das ein Paar, das sehr eng verbunden ist und ein Partner stirbt, der andere hinterher stirbt?

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RE: Tod und Trauer...

#2 von angelikaherchenbach , 15.02.2009 18:21

Oh Esme, was für ein schwieriges Thema!
Es läßt mich seit fast 3 jahren nicht mehr los, es sind so viele Menschen aus meinem Umfeld gestorben .
Zu Deiner ersten Frage: ja, meine allerliebste Freundin hat 3 jahre lang gekämpft, immer wieder, und ich habe ihr bei so manch einem Kampf assisitiert... Am Ende hat sie alle ihre Lieben um Erlaubnis gebeten, den Kampf beenden zu dürfen, und wenige Wochen darauf ist sie gestorben. Und bei aller Trauer habe ich es ihr gegönnt...
Lieber Gruß
A.

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RE: Tod und Trauer...

#3 von Rowena of the lake , 15.02.2009 18:37

Wirklich ein schwieriges Thema, aber vermutlich auch eines, wozu sich jeder schon so seine Gedanken gemacht hat.
Ich habe nicht nur in der Familie bzw. im Bekanntenkreis solche Dinge schon erlebt, auch in meiner Arbeit sehe ich das immer wieder. Natürlich kommt es oft auf die Erkrankung an, irgendwann ist der Körper einfach ausgezehrt und dann geht eben einfach nichts mehr. Aber ich habe auch oft beobachtet, das die Menschen einfach sozusagen die Entscheidung treffen: jetzt will ich nicht mehr, und dann sind sie eben gestorben. Ich bewundere auch das immer, denn egal, woran man glaubt, der Tod ist trotz allem immer auch eine Ungewissheit. Ausserdem ist es oft unglaublich, was den Entschluss dann letzlich auslöst. Manchmal scheint eine Erkrankung ja auch mehr oder weniger im Griff zu sein.
Wie auch immer: sicher eine Sache, die man nie endgültig klären wird.
L. Gr.!

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