philosphische texte

#1 von fafnir ( Gast ) , 03.02.2009 20:14

Wer kennt sie nicht, diese texte, die mehr ikonen, als aneinander gereihte worte und sätze sind.

Texte, bei denen bereits einzelne sätze uns tagelang beschäftigen, und manchmal ein halbes jahr und mehr vergangen ist, bevor wir sie auch nur annähernd erfaßt haben....
.....und sie uns nicht selten ein lebenlang begleiten.

Manchmal nur ein satz, ein sprichwort oder auch etwas mehr.

Und jeder weiß, daß diese diamanten fast nicht zu finden sind.

Deshalb möchte ich mir erlauben für diese bardenkunst etwas anderer art dieses thema zu eröffnen.

Und würde mich riesig freuen, wenn sich hier mit der zeit eine kleine sammlung solcher besonderheiten, ohne große kommentierung, ergeben würde.

fafnir

RE: philosphische texte

#2 von fafnir ( Gast ) , 03.02.2009 20:48

Die materia prima
Keiner wage es, den pfad der geheimen wissenschaften dreist zu betreten; denn wer einmal diesen weg beschritten hat, muß ihn bis zum bitteren ende gehen, sonst ist er verloren.
Wenn dich auf diesem weg der zweifel überkommt, wenn du zögerst, verlierst du den verstand. dann wirst du fallen, und wenn du zurückschreckst, wirst du in bodenlose tiefen stürzen.

Du, der du begonnen hast, in diesem buch zu lesen, wirst- wenn du dessen inhalt begreifst- zum herrscher werden oder dem wahnsinn verfallen. Doch was du auch immer damit beginnen magst, du wirst es niemals verachten noch jemals vergessen. Wenn du rein bist, wird es dir als fackel vorausgehen, wenn du stark bist, wird es zur waffe in deiner hand. Und wenn du weise bist wird es dich alle weisheit lehren. Bist du aber verdorben, so wird dieses buch in dir die feuer der hölle entfachen. Es wird deine seele wie ein scharfer dolch durchdringen und dein gewissen mit reue und unrast beschweren, die kein ende nimmt.

Alphonse louis constant
Alias eliphas levi
1810-1875

Vorwort zu
"Rituel de la haute magie"

In meiner ausgabe "transzendentale magie", ansata verlag, nicht enthalten.

(Zeichensetzung gemäß des textes, d.h. Nicht von mir)

fafnir

RE: philosphische texte

#3 von Rainer , 03.02.2009 20:53

Drei Dinge die nichts kosten:

Ein freundliches Wort - das Lächeln eines Kindes und ein warmer Sonnenstrahl auf meiner Haut.

R.

 
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RE: philosphische texte

#4 von fafnir ( Gast ) , 03.02.2009 21:13

Wie bei einem theaterstück kommt es beim leben nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie gut es gespielt wird.


Daraus ist unsere dummheit besonders deutlich ersichtlich,daß wir glauben, nur das werde gekauft, was wir mit geld bezahlen, daß wir aber unentgeldlich nennen, wofür wir uns selbst einsetzen müssen.


Wilde tiere fliehen vor gefahren, die sie sehen; sind sie entronnen, fühlen sie sich sicher. Wir dagegen quälen uns mit zukünftigem und vergangenem.


Ein bogenschütze soll nicht hin und wieder treffen, sondern hin und wieder danebenschießen.


Seneca
....der erzieher der caesaren.....

fafnir

RE: philosphische texte

#5 von Rainer , 03.02.2009 21:35

Der Lebenslauf

Mein Lebenslauf ist bald erzählt,
In stiller Ewigkeit verloren,
Schlief ich, und nichts hat mir gefehlt,
Bis dass ich sichtbar ward geboren.

Was aber nun? Auf schwachen Krücken,
Ein leichtes Bündel auf dem Rücken,
Bin ich getrost dahingestolpert,
Mitunter grad, mitunter krumm;
Und schließlich musst´ ich mich verschnaufen.

Bedenklich rieb ich meine Glatze
Und sah mich in der Gegend um.
Oh weh! Ich war im Kreis gelaufen,
Stand wiederum am alten Platze,
und vor mir dehnt sich lang und breit,
Wie ehedem die Ewigkeit.


Wilhelm Busch

 
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RE: philosphische texte

#6 von Chiroptera , 03.02.2009 21:45

"DU selbst mußt der Wandel sein, den die Welt vollziehen soll."

Mahatma Gandhi

 
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RE: philosphische texte

#7 von Inge , 03.02.2009 21:53

Ich bin die Suchende,
Ich bin die Finderin,
Ich bin die Verirrte,
Ich bin die Erkennende,
Ich bin die Schlafende,
Ich bin die Erwachende,
Ich bin die Wandlerin auf dem alten Pfad,
Ich bin mitten in der Spirale des Lebens.



oder frei nach T.S.Eliot:

Wir werden nicht aufhören zu erkunden,
und das Ende all unserer Erkundungen wird die Ankunft an der Stelle sein,
wo wir begannen.
Und wir werden sie zum ersten Mal erkennen.

LG Inge

 
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